Haushalt 2016: Mehr Geld für Deutsche Auslandsschulen und den Schüleraustausch
Der Bundestag hat den Haushalt 2016 beschlossen. Für die Auslandsschulen werden zusätzliche Mittel bereitgestellt, ebenso für den Schüleraustausch.
Der Bundestag hat den Haushalt 2016 beschlossen. Für die Auslandsschulen werden zusätzliche Mittel bereitgestellt, ebenso für den Schüleraustausch.
Die Förderung der Deutschen Auslandsschulen soll stabil bleiben: Für Leistungen gemäß Auslandsschulgesetz sind im Etat des Auswärtigen Amtes 125 Millionen Euro eingeplant, für Lehrkräfte 45 Millionen Euro.
In die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik soll wieder mehr Geld fließen. Aber angekündigte Nachbesserungen bei den Mitteln für die Deutschen Auslandschulen fehlen.
Deutsche Auslandsschulen erhalten gegenüber ursprünglichem Haushaltsentwurf 20 MIo. EUR mehr.
Der Bericht zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik für 2025 hebt den Ausbau der Deutschen Auslandsschulen und des PASCH-Netzwerks als wichtige Brücken nach Deutschland und zur Fachkräftegewinnung hervor. Wörtlich heißt es: „Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik ist zentraler Bestandteil der deutschen Außenpolitik, wichtiges Element der Soft Power Deutschlands und damit ein strategisches Instrument im globalen Wettbewerb um Ansehen, Einfluss, Narrative, Ideen und Werte.“
Wie können die Rahmenbedingungen für die Deutschen Auslandsschulen nachhaltig gestärkt werden? Diese Frage prägte den Austausch zwischen dem Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) am 25. Juni 2026. Im Fokus standen das Auslandsschulgesetz, die nachhaltige Finanzierung sowie die Weiterentwicklung des Besetzungsverfahrens für Schulleitungen. Überdies bekräftigte der WDA seine Position zur Gleichwertigkeit und Vielfalt der an Deutschen Auslandsschulen angebotenen Abschlüsse.
Bei einem Gespräch mit Anke Reiffenstuel im Auswärtigen Amt hat der WDA die Bedeutung einer verlässlichen Förderung für die Deutschen Auslandsschulen hervorgehoben. Im Mittelpunkt standen der Masterplan des Auswärtigen Amtes, die geplanten Änderungen beim Auslandsschulgesetz sowie die langfristige Finanzierungs- und Planungssicherheit der Schulen. Das Treffen war Teil des fortlaufenden und guten Austauschs mit dem Auswärtigen Amt.
Am 10. Juni 2026 sprach der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) mit der Bundestagsabgeordneten Maren Kaminski von der Partei Die Linke. Im Mittelpunkt standen die Struktur der Finanzierung der Schulen sowie die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen. Walter Brand, WDA-Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schule Mailand, und Thilo Klingebiel, WDA-Geschäftsführer, unterstrichen, dass Planungssicherheit, klare Kommunikation und nachhaltige Förderstrukturen entscheidend für die Deutschen Auslandsschulen sind.
Das DAAD-Sommerforum im Mai 2026 brachte führende Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und internationaler Bildungszusammenarbeit zusammen. Der WDA war vor Ort vertreten und setzte den Dialog zu zentralen Zukunftsthemen wie internationalen Partnerschaften und der Rolle der Deutschen Auslandsschulen im weltweiten Bildungsnetzwerk fort. Seit vielen Jahren arbeiten der DAAD und der WDA zum Potenzial der Absolventinnen und Absolventen der Deutschen Auslandsschulen eng zusammen.
Im Austausch mit dem langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Günter Krings standen die nachhaltige Förderung der Deutschen Auslandsschulen und die Rolle von Absolventinnen und Absolventen für die Fachkräftegewinnung im Mittelpunkt. Dabei wurde wieder deutlich, dass diese Gruppe ein bislang noch nicht ausreichend genutztes Potenzial für den deutschen Arbeitsmarkt und die internationale Zusammenarbeit darstellt.
Am 16. April 2026 haben WDA-Geschäftsführer Thilo Klingebiel und der Bundestagsabgeordnete außer Dienst (CSU), Alois Karl, mit MdB Stephan Mayer im Bundestag gesprochen. Stephan Mayer (CSU) ist ordentliches Mitglied im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und dort als Obmann für die CDU/CSU-Fraktion tätig. Im Mittelpunkt standen der bildungspolitische und gesellschaftliche Wert der Deutschen Auslandsschulen sowie finanzielle und strukturelle Rahmenbedingungen. Das Treffen war Teil eines fortlaufenden Dialogs des WDA mit der Politik auf Bundesebene und knüpfte an die Sitzung im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik zu Jahresanfang an. Mayer wird erfreulicherweise auch an der WDA-Tagung 2026 im Mai in Berlin teilnehmen.
Die aktuelle WDA-Umfrage Auslandsschulkompass zeigt: Die wirtschaftliche Lage vieler Deutscher Auslandsschulen bleibt herausfordernd, und das für über 20 % der teilnehmenden Schulen. Gleichzeitig versuchen die Schulen, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und Lösungen zu finden, eine davon: 58 % der Teilnehmenden haben die Schulgebühren zum laufenden Schuljahr bereits erhöht. Die zukünftige Geschäftsentwicklung schätzen knapp 35 % der Befragten als ungünstiger ein. Als Gründe nennen die Schulen etwa Einschnitte bei der finanziellen Förderung, den Lehrkräftemangel sowie wachsende Wettbewerbssituationen.
Die Allianz bringt Beiräte der Deutschen Auslandsschulen, Lehrerverbände und den WDA zusammen. Jetzt trafen sich die daran Beteiligten erneut auf der Bildungsmesse didacta zum Austausch. Themen im Zentrum waren die Wertbeiträge der Deutschen Auslandsschulen, Finanzierung und der Masterplan des Auswärtigen Amtes für die Zukunft der Schulen. Gemeinsames Ziel der Allianz ist es, die hohe Qualität der Deutschen Auslandsschulen langfristig zu sichern.
Die jährliche Tagung der Leiterinnen und Leiter der Deutschen Auslandsschulen, durchgeführt von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, bot erneut ein wichtiges Forum für fachlichen Austausch und Vernetzung. Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Auslandsschulen, des Auswärtigen Amtes, der Kultusministerkonferenz und weitere Partner diskutierten aktuelle Themen wie Finanzierung, Personalentwicklung, neue Schulformen und Qualitätssicherung. Vorstandsmitglied David Nescholta vertrat den Weltverband Deutscher Auslandsschulen auf einem Podium.
Im Lichte der Olympischen Winterspiele, die derzeit in Mailand stattfinden, gab es in den vergangenen Tagen vielfältigen Austausch zwischen der Deutschen Schule Mailand, dem Leistungssport und der deutschen Politik. WDA-Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schule Mailand Walter Brand und Schulleiter Dr. Stefan Illig waren zu einem Empfang für die Athletinnen und Athleten geladen, der es ermöglichte, mit der deutschen Politik über die Deutschen Auslandsschulen zu sprechen. Die beiden tauschten sich in einem weiteren Treffen mit dem Ausschuss für Sport und Ehrenamt des Deutschen Bundestags aus. Zuvor besuchten junge Sporttalente aus Deutschland die Deutsche Schule Mailand.
Am 4. Februar 2026 traf sich der WDA zum Gespräch mit MdB Johannes Volkmann (CDU/CSU). Ganz oben auf der Tagesordnung dieses ersten Treffens mit Herrn Volkmann standen die Themen Budgetierung und Finanzierung für die Deutschen Auslandsschulen. Der Austausch diente auch dazu einen langfristigen Kontakt aufzubauen, denn Volkmann gehört dem im Oktober 2025 gebildeten Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik an.
Die amtierende Vorsitzende des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP), Ellen Demuth, MdB, CDU/CSU, hatte am 29.1.2026 zu einer geschlossenen Sitzung eingeladen. Neben den Ausschussmitgliedern nahmen Gäste teil: Anke Reiffenstuel (Auswärtiges Amt), Heike Toledo (Zentralstelle für das Auslandsschulwesen), Holger Seubert (Präsident des Bundesamts für Auswärtige Angelegenheiten) und Thomas Mayer (Ländervorsitzender des Bund-Länder-Ausschusses für schulische Arbeit im Ausland). WDA-Vorstandsmitglied Walter Brand (DS Mailand) und WDA-Geschäftsführer Thilo Klingebiel brachten in Vertretung der gemeinnützigen Schulträger die Stimme der Deutschen Auslandsschulen ein. Dabei stellten sie die Einzigartigkeit der Auslandsschulen im Netzwerk der Partnerschulen PASCH heraus, führten zugleich aber die Herausforderungen auf, etwa durch die Folgen des Einsparungsdrucks des Masterplans der Regierung.
Der Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik für das Jahr 2024 hebt die Weiterentwicklung des deutschen Auslandsschulnetzwerks PASCH als einen zentralen Schwerpunkt hervor. Die Deutschen Auslandsschulen werden in dem als Unterrichtung (21/3230) vorliegenden 28. Bericht als Ausgangspunkt für mit Deutschland verbundene Bildungsbiografien bezeichnet.
Wie reichhaltig die Wertbeiträge der Deutschen Auslandsschulen sind, ist mehrfach durch den Deutschen Bundestag gewürdigt und durch Studien belegt worden. Wir stellen die Wertbeiträge vor, dieses Mal: die verlässliche Gemeinnützigkeit der Deutschen Auslandsschulen. Denn die Deutschen Auslandsschulen werden von freien, gemeinnützigen Schulträgern getragen. Dies fordert das Auslandsschulgesetz aus 2014 und verlangt darüber hinaus, dass die Schulträger die Finanzierung der Schulen sicherstellen. Die freien Schulträger erwirtschaften rund 72 % der Gesamteinnahmen der Schulen, rund 530 Mio. Euro, selbst.
Die WDA-Amerikatagung 2025 brachte in Mexiko Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Auslandsschulen sowie der fördernden Stellen und Partnerorganisationen zusammen. Angesichts globaler und finanzieller Herausforderungen wurde deutlich: Die Auslandsschulen stehen vor großen Aufgaben, zeigen jedoch zugleich bemerkenswerte Stärke, Innovationsfähigkeit und Gemeinschaftssinn. Von einem Durchbruch bei der Deckung der steigenden Personalkosten konnte berichtet werden. Veranstalter war der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) in Kooperation mit der Deutschen Schule Alexander von Humboldt in Mexiko-Stadt.
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