WDA im Austausch mit der ZfA in Bonn

Wie können die Rahmenbedingungen für die Deutschen Auslandsschulen nachhaltig gestärkt werden? Diese Frage prägte den Austausch zwischen dem Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) am 25. Juni 2026. Im Fokus standen das Auslandsschulgesetz, die nachhaltige Finanzierung sowie die Weiterentwicklung des Besetzungsverfahrens für Schulleitungen. Überdies bekräftigte der WDA seine Position zur Gleichwertigkeit und Vielfalt der an Deutschen Auslandsschulen angebotenen Abschlüsse.

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Von der ZfA waren Heike Toledo, Leiterin der ZfA (links oben im Bild), Thomas Harth, Leiter regionale Betreuung (rechts daneben), und Christian Metken, Fachbereichsleitung Personalmanagement für das Auslandsschulwesen (rechts im Bild), dabei. Den WDA vertraten vor Ort WDA-Geschäftsführer Thilo Klingebiel (links oben im Bild). Zugeschaltet waren die WDA-Vorstandsvorsitzende Heilke Daun (rechts unten im Bild) und WDA-Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schule Mailand, Walter Brand (links unten im Bild).

Auslandsschulgesetz im Zentrum

​Die Diskussion verband mehrere aktuelle Themen. Ein zentrales Thema war das Auslandsschulgesetz (ASchG), das seit 2014 besteht und seither die Förderung der Deutschen Auslandsschulen gesetzlich verankert. Diskutiert wurde hierbei der geplante Wegfall der Dynamisierung bei der gesetzlichen finanziellen Förderung. Die ZfA beabsichtigt, die Berechnungsgrundlage auf Stufe A14 Stufe 8 der Lehrerbesoldung einzufrieren.
Bei der bisher bestehenden Dynamisierung der Personalkosten werden für 2026 die Tariferhöhungen durch Visa-Einnahmen gegenfinanziert. Visa-Einnahmen als dauerhafte Finanzierungsquelle sind jedoch nicht gesichert, eine Planungssicherheit ist dadurch nicht gegeben.

​Zur Stärkung der Personalflexibilität diskutiert die ZfA die Einrichtung eines Personalverstärkungstitels sowie sogenannter „Personalhülsen“, um Personalkosten zwischen Bund und Ländern flexibler steuern zu können. Der WDA schlägt seit Längerem Personalverstärkungsmittel vor, um den Schulfonds zu entlasten.

​Weitere Themen waren die geplante Entkopplung der Standortzuschüsse von der allgemeinen Förderung, eine gezieltere GIB-Förderung (GIB: Gemischsprachiges Baccalaureate), die die Lehrkräfterefinanzierung unterstützen soll, sowie offene Fragen zum zukünftigen Berechnungsmodus und zur Planungsgrundlage.
Langfristig werden dreijährige Fördervereinbarungen angestrebt, die aktuelle Haushaltslage lässt jedoch weiterhin nur jährliche Finanzierungsentscheidungen erwarten.

Besetzungsprozess für Schulleitungen

Auch der Besetzungsprozess für Schulleitungen wurde offen und transparent diskutiert. Der WDA regte an, mit der ZfA gemeinsam ein einheitliches Empfehlungsdokument zu entwickeln, das den gesamten Findungs- und Einstellungsprozess für Schulleitungen verbessert.
Zum Thema Schulleitungsdienstvertrag hat der WDA zum Beispiel im Sommer 2024 eine Stellungnahme herausgegeben. Ziel ist es, die Balance zwischen den Beteiligten zu wahren und eine konsensualen Lösung im Sinne der Deutschen Auslandsschulen herbeizuführen.

Gleichwertigkeit und Vielfalt der Abschlüsse

​Der WDA vertritt alle Schultypen seiner Mitglieder uneingeschränkt und setzt sich explizit für die Gleichwertigkeit und Vielfalt der Abschlüsse ein. Die Berliner Erklärung der Gemeinschaft der Deutschen Auslandsschulen unterstreicht die ​Gleichwertigkeit und Vielfalt der Abschlüsse an den Deutschen Auslandsschulen. Diese Vielfalt ist eine Stärke – jeder Abschluss hat seinen eigenen Wert, der sich am besten entfaltet, wenn er an den individuellen Standort der jeweiligen Schule angepasst ist. Dies gilt für alle im Auslandsschulgesetz anerkannten Abschlüsse und insbesondere für das Deutsche Internationale Abitur (DIA), das gemischtsprachige International Baccalaureate mit Schwerpunkt Deutsch (GIB), den Mittleren Schulabschluss (MSA), auch in Kombination mit dem GIB oder dem IB, und das Deutsche Sprachdiplom (DSD).

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