Der Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik für das Jahr 2024 hebt die Weiterentwicklung des deutschen Auslandsschulnetzwerks PASCH als einen zentralen Schwerpunkt hervor. Auf dem Foto: Flaggen wehen vor dem Reichstagsgebäude, Außenansicht Westfront. Foto: Deutscher Bundestag, Fotograf/in: Simone M. Neumann.
Masterplan und Rolle der Deutschen Auslandsschulen
In Kapitel 4 des Berichts wird der Masterplan für Deutsche Auslands- und Partnerschulen thematisiert, der im Dezember 2024 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Ziel ist es, das weltweite Schulnetz wettbewerbs- und zukunftsfähig weiterzuentwickeln und an neue Anforderungen der Auswärtigen Kultur- und Gesellschaftspolitik anzupassen. Die Deutschen Auslandsschulen werden dabei ausdrücklich als Ausgangspunkt für mit Deutschland verbundene Bildungsbiografien hervorgehoben. Beispielhaft nennt der Bericht die Aufnahme der Deutschen Internationalen Schule Chicago in das Netz der anerkannten Deutschen Auslandsschulen sowie die Einführung einer neuen Lernplattform der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen zur nachhaltigen Stärkung der Qualität. Der WDA begleitet diese Entwicklungen durch politische Gespräche, Positionspapiere und Öffentlichkeitsarbeit und vertritt die Interessen der freien, gemeinnützigen Schulträger gegenüber Politik, fördernden Stellen und Öffentlichkeit.
Finanzierung und Förderung im Jahr 2024
Für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik stellte die Bundesregierung im Jahr 2024 insgesamt rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Das geht aus dem als Unterrichtung (21/3230) vorliegenden 28. Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Gesellschaftspolitik hervor. Davon entfielen knapp 525 Millionen Euro auf institutionell geförderte Mittlerorganisationen wie das Goethe-Institut und den Deutschen Akademischen Austauschdienst. Die Mittel für das Auslandsschulwesen und die Deutschen Partnerschulen beliefen sich 2024 auf knapp 287 Millionen Euro. Der WDA bringt sich als Interessenvertretung der freien, gemeinnützigen Schulträger durch Gespräche mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages aktiv in Finanzierungsfragen ein und setzt sich für eine auskömmliche Förderung der Deutschen Auslandsschulen ein.
Schwerpunkte der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik
Als inhaltliche Schwerpunkte benennt der Bericht unter anderem die Weiterentwicklung des PASCH-Netzwerks, Strukturanpassungen beim Goethe-Institut sowie die Bereiche Science Diplomacy und internationale Forschungskooperation. Regional lagen Akzente auf der Ausweitung der früheren Ta’ziz-Partnerschaft auf Subsahara-Afrika, die Golfstaaten und Israel, auf dem kulturellen Wiederaufbau der Ukraine sowie auf der Deutschförderung im Baltikum.
Weitere Informationen und Quellen:
- 28. Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Gesellschaftspolitik für das Jahr 2024
- Kurzmeldung des Deutschen Bundestags zum Bericht: https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1133862
- Gespräche des WDA mit der Politik
- Bundeshaushalt 2024: Mittel für die Deutschen Auslandsschulen gesichert
- Masterplan für Deutsche Auslands- und Partnerschulen beschlossen: Ein strategischer Meilenstein mit offenen Fragen
- Ziele auf Aufgaben der AKBP: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/themen/kultur-und-gesellschaft/01-ziele-und-aufgaben