​Tagung der Leiterinnen und Leiter der Deutschen Auslandsschulen im Auswärtigen Amt

Die jährliche Tagung der Leiterinnen und Leiter der Deutschen Auslandsschulen, durchgeführt von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, bot erneut ein wichtiges Forum für fachlichen Austausch und Vernetzung. Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Auslandsschulen, des Auswärtigen Amtes, der Kultusministerkonferenz und weitere Partner diskutierten aktuelle Themen wie Finanzierung, Personalentwicklung, neue Schulformen und Qualitätssicherung. Vorstandsmitglied David Nescholta vertrat den Weltverband Deutscher Auslandsschulen auf einem Podium.

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WDA-Vorstandsmitglied David Nescholta (2.v.l) spricht zu den Deutschen Auslandsschulen mit Claudia Ernst (2.v.r.) und Martina Spann (ganz links), beide vom Verein Deutscher Schulen Iberien. Moderiert hat die Diskussion Christian Merken, ZfA-Fachbereichsleiter Personalmanagement, Personalgewinnung, Vermittlung von Lehrkräften (ganz rechts). Bildquelle / Foto: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA).

Eröffnung und Grußwort

Die Tagung wurde traditionell im Auswärtigen Amt (AA) in Berlin eröffnet. ​Frau Anna Stolz, Präsidentin der Bildungsministerkonferenz und Kultusministerin des Freistaats Bayern, sprach das Grußwort am zweiten Tag der Tagung. Frau Serap Güler, Staatsministerin im AA, hielt das Eröffnungsgrußwort am ersten Tag. Güler betonte, dass das AA diese zentrale Säule auswärtiger Politik auch in Zeiten geostrategischer Neuausrichtungen stärken werde und sich für eine ausreichende Finanzierung einsetze. Dazu plane das AA, einen Teil der Einnahmen aus Visa-Gebühren für die Finanzierung der DAS zu verwenden.

Berliner Erklärung und Synergien

​David Nescholta, Vorstandsmitglied im WDA (Weltverband Deutscher Auslandsschulen), wies während der von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) moderierten Podiumsdiskussion des WDA und des Vereins der Iberischen Schulen auf die Berliner Erklärung und ihre vier Kernpunkte hin. Diese sind kurz zusammengefasst: Existenz sichern – Personalkosten auslagern, Gleichwertigkeit und Vielfalt der Abschlüsse, Verlässlichkeit durch langfristige Förderstrategien, Partnerschaft auf Augenhöhe. Er sprach seinen Dank an die Schulleitungen für ihr engagiertes und professionelles Wirken aus. Gleichzeitig unterstrich Nescholta die Bedeutung einer geschlossenen Zusammenarbeit von WDA mit ZfA und Schulleitungen. Er regte an, den Informationsaustausch zwischen ZfA und WDA weiter zu intensivieren, um Synergien noch besser zu nutzen und die gemeinsame Arbeit zu stärken.

Finanzierung und Personal

Frau Heike Toledo, Leiterin der Zfa, erklärte, dass die Personalkosten für Auslandslehrkräfte inzwischen 80 % des Budgets ausmachen. Einsparungen seien daher zwingend notwendig, z. B. durch den Abbau von Prozessbegleiterstellen und die Umstellung von Fort- und Weiterbildung auf Online-Formate.

Herr Thomas Mayer, Vorsitzender des Bund-Länder-Ausschusses für schulische Arbeit im Ausland (BLASchA), berichtete über die aktuelle Personalsituation. Rund 2000 Lehrkräfte sind derzeit im Einsatz. Für neue Schulen müssen Bedarfe ermittelt werden und eine Dynamisierung der Haushaltsmittel sei dafür erforderlich.

Während der Tagung wurden auch Zukunftswünsche diskutiert. Herr Mayer plädierte für eine stärkere Vermarktung der deutschen schulischen Qualität. Frau Toledo forderte mehr Mut, Frau Beinhoff betonte ein sichtbares „Team Deutschland“.

Nescholta führte zudem vertiefte Gespräche mit Schulleitungen, der KMK und dem DIHK.

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