DAAD-Sommerforum: Plattform für Austausch zur Auswärtigen Kultur-und Bildungspolitik

Das DAAD-Sommerforum im Mai 2026 brachte führende Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und internationaler Bildungszusammenarbeit zusammen. Der WDA war vor Ort vertreten und setzte den Dialog zu zentralen Zukunftsthemen wie internationalen Partnerschaften und der Rolle der Deutschen Auslandsschulen im weltweiten Bildungsnetzwerk fort. Seit vielen Jahren arbeiten der DAAD und der WDA zum Potenzial der Absolventinnen und Absolventen der Deutschen Auslandsschulen eng zusammen.

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Foto: ©DAAD/Ausserhofer

Austausch zu internationalen Partnerschaften

Den Auftakt des Sommerforums bildete die Begrüßung durch DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. Im anschließenden KIWi Policy Talk „Quo vadis Science Diplomacy? – Internationale Wissenschaft zwischen Kooperation und Machtpolitik“ diskutierten Christina Beinhoff, Abteilungsleiterin für Kultur und Gesellschaft im Auswärtigen Amt, Dr. Marcus Pleyer, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Prof. Dr. Michael Hoch, Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, sowie Dr. Simone Burkhart, stellvertretende Direktorin der Stiftung Wissenschaft und Politik, über die Zukunft internationaler Wissenschafts- und Bildungskooperationen.

Für die Deutschen Auslandsschulen waren insbesondere die Aussagen von Christina Beinhoff von Bedeutung. Sie verwies auf den erheblichen Spardruck in den öffentlichen Haushalten und machte zugleich deutlich, dass internationale Partnerschaften ein zentrales Element der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik bleiben. Die Einsparungen für die Deutschen Auslandsschulen sind bitter, betreffen jedoch verschiedene Bereiche und nicht ausschließlich die Deutschen Auslandsschulen.

​WDA pflegt starke Netzwerke in Politik und Wissenschaft

Mit Christina Beinhoff steht der WDA bereits seit kurz nach ihrem Amtsantritt in Berlin im Austausch. Im September 2025 ging es unter anderem um den Schulfonds, die öffentlich-rechtliche Partnerschaft sowie die Gewinnung von Fachkräften. Durch ihre frühere Tätigkeit als Botschafterin in Schweden kennt sie zudem die Arbeit der Deutschen Auslandsschulen aus eigener Erfahrung, vornehmlich die Deutsche Schule Stockholm.

Am Rande des Sommerforums boten sich zudem Gelegenheiten zum Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wissenschaft. So setzte WDA-Geschäftsführer Thilo Klingebiel etwa den Dialog mit Nancy Faeser, MdB (SPD), fort. Faeser nahm auch an der WDA-Tagung 2026 in Berlin teil.

DAAD und WDA: Gemeinsam für den Bildungsstandort Deutschland

Die langjährige Zusammenarbeit zwischen DAAD und WDA stärkt den Übergang von Absolventinnen und Absolventen der Deutschen Auslandsschulen an deutsche Hochschulen. Ein zentrales Instrument ist die Betreuungsinitiative Deutsche Auslands- und Partnerschulen (BIDS), die Hochschulen bei der Vernetzung mit PASCH-Schulen unterstützt und Studieninteressierten den Weg nach Deutschland erleichtert.

Der WDA setzt sich dafür ein, das BIDS-Programm langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, Hochschulen noch besser bei der Beratung und Begleitung von Absolventinnen und Absolventen der Deutschen Auslandsschulen zu unterstützen.

Von der engen Kooperation profitieren beide Seiten: Der WDA unterstützt unter anderem die Vermittlung von Auslandspraktika für Lehramtsstudierende über das Portal lehrer-weltweit.de und engagiert sich kontinuierlich für die internationale Lehrkräftebildung. Gleichzeitig stärkt der regelmäßige Austausch mit dem WDA die Arbeit des DAAD und die Vernetzung mit den Deutschen Auslandsschulen weltweit.

Kein folkloristischer Klotz am Bein der Bundesregierung

In einem Interview im Tagesspiegel vom 6. Mai 2025 sprach DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee über aktuelle Herausforderungen im internationalen Austausch und seine Erwartungen an die neue Bundesregierung. “Auf Willy Brandt geht der Satz zurück, dass die auswärtige Kultur- und Bildungspolitik die dritte Säule der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland sei. Wir sind also kein folkloristischer Klotz am Bein der Bundesregierung, sondern eine Institution mit einer Mission, bei der jeder Euro sehr gut angelegt ist, weil er den Interessen Deutschlands dient”, so Mukherjee.

Auch die Deutschen Auslandsschulen setzen die Ziele der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik nachhaltig um. Deutsche Auslandsschulen prägen Bildungsbiografien, wie kein anderer Schultyp Auslandsschulwesen. Von der Kinderkrippe bis zur Hochschulqualifikation bieten sie Schulbildung, die weit über einen Sprachkurs hinausgeht. Schülerinnen und Schüler Deutscher Auslandsschulen lernen in ihrer Schullaufbahn nicht nur die Sprache, sondern leben und verinnerlichen ganzheitlich eine besondere Lehr- und Lernkultur wie auch die Kultur Deutschlands. Die 136 anerkannten Deutschen Auslandsschulen haben damit ein Alleinstellungsmerkmal im Netzwerk der Partnerschulen, den sogenannten PASCH-Schulen.

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