Bericht zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik für 2025 betont Bedeutung der Deutschen Auslandsschulen

Der Bericht zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik für 2025 hebt den Ausbau der Deutschen Auslandsschulen und des PASCH-Netzwerks als wichtige Brücken nach Deutschland und zur Fachkräftegewinnung hervor. Wörtlich heißt es: „Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik ist zentraler Bestandteil der deutschen Außenpolitik, wichtiges Element der Soft Power Deutschlands und damit ein strategisches Instrument im globalen Wettbewerb um Ansehen, Einfluss, Narrative, Ideen und Werte.“

Westportal des Reichstag mit Herbstimpressionen

Der Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik für das Jahr 2025 hebt die deutsche Auslandsschularbeit hervor. Auf dem Foto: Westportal des Reichstags. Foto: Deutscher Bundestag, Fotograf/in: Inga Haar.

​Strategische Kultur- und Bildungspolitik als außenpolitisches Instrument

Insgesamt stellte die Bundesregierung 2025 fast zwei Milliarden Euro für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und Strategische Kommunikation bereit. Zu den Schwerpunkten gehörte auch die Stärkung des internationalen Bildungsnetzwerks mit den Deutschen Auslandsschulen. Im Berichtszeitraum wurde das Auslandsschulnetz unter anderem um die Deutsche Internationale Schule Riga und die Deutsche Berufsschule Hongkong erweitert.

Deutsche Auslandsschulen als Brücke nach Deutschland

Die Bundesregierung beschreibt die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik als ein weltweites Netzwerk. Dazu heißt es im Bericht: „Das Colégio Humboldt in São Paulo, der Deutsche Pavillon der Kunstbiennale in Venedig, das Wissensschaftszentrum G-WAC zur Pandemiebekämpfung in Kumasi in Ghana und das Max Mueller Bhavan (Goethe-Institut) in New Delhi – sie alle sind Teile eines großen Ganzen.“ Zu diesem Netzwerk zählen ausdrücklich auch die Deutschen Auslandsschulen.

Ihre Bedeutung hebt der Bericht mehrfach hervor. So heißt es: „Eines der wichtigsten Instrumente zur langfristigen Bildung von Netzwerken und Gewinnung von Fachkräften sind die deutschen Auslands- und Partnerschulen.“ Weltweit gehören derzeit 135 Deutsche Auslandsschulen und rund 2.000 Partnerschulen zu diesem Netzwerk. Jährlich erwerben dort rund 80.000 Menschen einen Schulabschluss oder ein Zertifikat, das ihnen ein Studium oder eine berufliche Tätigkeit in Deutschland ermöglicht. Ziel des Netzwerks ist es, „deutsche Interessen im Ausland zu vertreten, das Verständnis für Deutschland zu fördern und wissenschaftliche Zusammenarbeit zu ermöglichen.“

Fachkräfte, Sprachförderung und neue Strategieansätze

Ein weiterer Schwerpunkt des Berichts ist die Fachkräftegewinnung sowie der Ausbau der deutschen Sprache im Ausland. Als zentrale Herausforderung nennt die Bundesregierung den „Mangel an qualifizierten Deutschlehrkräften in vielen Ländern“. Um diesem Problem zu begegnen, entwickelt das Auswärtige Amt gemeinsam mit seinen Mittlerorganisationen eine Deutschlehrkräftestrategie, die ab 2026 zunächst in Brasilien, Kenia und Lettland umgesetzt werden soll.

Grundlage dafür ist der 2024 beschlossene „Masterplan für die Auslands- und Partnerschulen“ des Auswärtigen Amts. Ziel ist es, „die Rolle der deutschen Sprache als Brücke zu Deutschland und den Ausbau der Handlungs-, Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Auslandsschulwesens trotz begrenzter Haushaltsmittel“ zu stärken. Gleichzeitig wurde 2025 eine „kritische Überprüfung des Auslandsschulnetzes“ eingeleitet, um es künftig noch stärker auf Wachstumsregionen und die Fachkräftegewinnung auszurichten.

Deutsche Auslandsschulen: Partner der Wirtschaft

Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit zwischen den Deutschen Auslandsschulen und der Wirtschaft weiter intensiviert werden. Eine gemeinsame Umfrage des Auswärtigen Amtes und der Deutschen Industrie- und Handelskammer zeigt, „dass bereits viele erfolgreiche Kooperationen zwischen den Deutschen Auslandsschulen und der deutschen Wirtschaft existieren“. Mit dem Konzept „Partnerschulen und Wirtschaft“ sollen künftig „Berufs- und Bildungsbiographien mit Deutschlandbezug noch effektiver fördern und hochqualifizierte Fachkräfte gewinnen“ werden.

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