Gemeinsam für starke Deutsche Auslandsschulen: Allianz im Austausch

Die Allianz bringt Beiräte der Deutschen Auslandsschulen, Lehrerverbände und den WDA zusammen. Jetzt trafen sich die daran Beteiligten erneut auf der Bildungsmesse didacta zum Austausch. Themen im Zentrum waren die Wertbeiträge der Deutschen Auslandsschulen, Finanzierung und der Masterplan des Auswärtigen Amtes für die Zukunft der Schulen. Gemeinsames Ziel der Allianz ist es, die hohe Qualität der Deutschen Auslandsschulen langfristig zu sichern.

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WDA-Vorsitzende Heilke Daun eröffnet das Arbeitstreffen der Allianz mit WDA, Lehrerverbänden und Beiräten, der Arbeitsgemeinschaft der Auslandslehrerinnen und -lehrer (GEW AGAL), dem Verband Deutscher Lehrer im Ausland (VDLiA) und dem Deutschen Philologenverband. Foto: WDA

Enge Zusammenarbeit der Allianzpartner

Auf der Bildungsmesse didacta hat sich die Allianz erneut, wie im letzten Jahr auch, getroffen. Die Allianz besteht seit 2023 und bringt regelmäßig Beiräte der Schulen sowie Lehrerverbände zusammen. Der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) ist Initiator der Gruppe. Vertreterinnen und Vertreter des WDA-Vorstands und die Geschäftsführung übernehmen die Rolle der Koordinatoren und sorgen für den Austausch zwischen den Partnern.

Teilnehmende sind jeweils der Schulleitungsbeirat, der Vorständebeirat und der Verwaltungsleitungsbeirat der Deutschen Auslandsschulen. Außerdem sind die Arbeitsgemeinschaft der Auslandslehrerinnen und -lehrer (GEW AGAL), der Verband Deutscher Lehrer im Ausland (VDLiA) und der Deutsche Philologenverband, sowie der WDA vertreten.

Die Allianz verbindet unterschiedliche Perspektiven. Ziel ist es, gemeinsam gute Lösungen für Gegenwart und Zukunft der Schulen zu entwickeln.

Finanzielle Unsicherheiten und Masterplan

Die Finanzierung der Deutschen Auslandsschulen bleibt ein zentrales Thema. Die 137 anerkannten Deutschen Auslandsschulen bieten weltweit Unterricht auf höchstem Niveau. Gleichzeitig steigen die Kosten, zum Beispiel für Personal und Gebäude. Unsicherheiten bei der staatlichen Förderung aus Deutschland machen die Planung für die Schulen schwierig. Der Schulfonds für das Jahr 2026 steigt erstmals wieder, wobei jedoch leider die vorherigen Einsparungen nicht kompensiert werden.

Teil der Diskussion war auch der Masterplan für die Deutschen Auslands- und Partnerschulen, den das Bundeskabinett 2025 verabschiedet hat. Er enthält Maßnahmen zur strukturellen und finanziellen Stärkung der Schulen. Einige Fragen bleiben jedoch offen, die auch im Dialog der Allianzpartner geklärt werden müssen. Der WDA vertritt auch hier die Interessen der freien, gemeinnützigen Schulträger der Deutschen Auslandsschulen.

Nachhaltige Lösungen für die Zukunft

Heilke Daun, Vorstandsvorsitzende des WDA, betont: „Die Allianz bündelt die Kräfte der Schulen und Lehrerverbände, um eine stabile Zukunft mit Innovationen zu sichern.“

​Die Allianz setzt sich dafür ein, dass die Fördermittel erhalten bleiben und langfristig gesichert sind. So können die Schulen weiterhin qualitativ hochwertigen Unterricht anbieten und weltweit Wirkung, vor allem auch durch ihre Alumni, entfalten.

Über die Allianz

Die Allianz besteht aus verschiedenen Beiräten und Verbänden. Der Vorständebeirat wurde durch David Nescholta (Chiang Mai, Sprecher Vorständebeirat und auch WDA-Vorstand), Silvia Dittler (Buenos Aires, Sprecherin Vorständebeirat), Jutta Eberl-Marchetti (Rom, Sprecherin Vorständebeirat) vertreten, der Schulleitungsbeirat durch Carsten Apsel (Washington), Andreas Merzhäuser (Peking), Jan Fischer (Cali), und Annedore Dierker (Athen). Der Verwaltungsleiterbeirat fehlte entschuldigt. Die Arbeitsgemeinschaft der Auslandslehrer AGAL in der GEW wurde durch Wilfried Auel, die Philologen durch Rolf Knieling und der Verband der Lehrkräfte im Ausland (VDLiA) durch Dr. Thomas Lother und Alfred Doster vertreten.
Der WDA war ferner vertreten durch die WDA-Vorstandsvorsitzende Heilke Daun und die Mitglieder des Vorstands Ann Katrin Petersen Ramírez, Dr. Richard Epstein und Walter Brand sowie Geschäftsführer Thilo Klingebiel.

Die Allianz traf sich erstmals im Februar 2023, nachdem durch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen erhebliche Kürzungen, die auch unterjährig griffen, bekannt gegeben wurden. Im März 2023 fand auf der didacta ein weiteres Gespräch statt, bei dem der WDA mit den Beiräten und Lehrerverbänden über aktuelle Entwicklungen diskutierte. Im Juni 2023 wurde die Allianzstellungnahme und im Juli die Athener Erklärung veröffentlicht, die auf dieser gemeinsamen Arbeit basieren. Treffen und Absprachen der Allianz erfolgen regelmäßig und nach Bedarf über den WDA.

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