Sebastian Stietzel, Präsident der IHK Berlin und Vorsitzender der Initiative talentsbridge e.V., tauscht sich mit Heilke Daun und Thilo Klingebiel vom WDA aus. Foto: WDA
Sebastian Stietzel ist Präsident der IHK Berlin und Unternehmer. Er setzt sich für gute Bedingungen für Unternehmen, eine starke berufliche Bildung und die Gewinnung von Fachkräften ein. Er ist Vorsitzender von talentsbridge e.V. Dieser Verein engagiert sich für eine neue Form der Fachkräfteausbildung: Internationale Ausbildungszentren als Brücke zwischen talentierten jungen Menschen und dem deutschen Arbeitsmarkt.
Deutsche Auslandsschulen verbinden Wirtschaft und Talente
Im Gespräch wurden zudem gemeinsame Anknüpfungspunkte mit dem TalentsBridge-Projekt in Namibia deutlich, das auf duale Ausbildung, Sprachförderung und enge Kooperationen mit der Wirtschaft setzt. Für WDA-Vorstandsvorsitzende Heilke Daun ist dies ein besonders schönes Beispiel: Sie lebt in Namibia und war viele Jahre Vorstandsvorsitzende der Deutschen Höheren Privatschule Windhoek in Namibia und kennt die Potenziale Deutscher Auslandsschulen als Bildungs- und Wirtschaftspartner aus eigener Erfahrung.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die berufliche Bildung an Deutschen Auslandsschulen. Sie unterstützt nicht nur die Wirtschaft vor Ort, sondern stärkt auch die internationalen Beziehungen zu Deutschland.
WDA stärkt Deutsche Auslandsschulen als Partner für die Fachkräftesicherung
Der WDA setzt sich dafür ein, die Rolle der Deutschen Auslandsschulen bei der Fachkräfteeinwanderung weiter auszubauen. Dazu hat der Verband eine Stellungnahme zu den Plänen einer Work-and-Stay-Agentur vorgelegt. Ziel ist es, den Weg nach Deutschland für qualifizierte Fachkräfte zu vereinfachen und Anerkennungsverfahren zu beschleunigen.
Auch aktuelle Befragungen zeigen: Deutsche Auslandsschulen sind ein wichtiger Standortvorteil für deutsche Unternehmen im Ausland. Sie fördern langfristige Partnerschaften und helfen dabei, gut ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen. Wie groß der Bedarf ist, zeigt der MINT-Bereich. In Deutschland fehlen zehntausende Fachkräfte in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Deutsche Auslandsschulen leisten hier einen wichtigen Beitrag. Sie fördern junge Talente weltweit und bereiten sie auf Ausbildung, Studium und Beruf vor. Damit stärken sie die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft und die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland.
Deutsche Auslandsschulen sind weit mehr als Bildungseinrichtungen. Sie schaffen enge Verbindungen zwischen Deutschland und ihren Gastländern. Viele Absolventinnen und Absolventen sprechen Deutsch, kennen die deutsche Kultur und entscheiden sich später für ein Studium, eine Ausbildung oder eine berufliche Laufbahn mit Deutschlandbezug. Als Alumni bilden sie ein internationales Netzwerk und sind wichtige Brücken für Unternehmen, Fachkräfte und wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Weitere Informationen
Deutsche Auslandsschulen: Berufliche Bildung als Türöffner zu internationalen Fachkräften
Stellungnahme des WDA zur Work-and-Stay-Agentur für Fachkräfteeinwanderung
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