Staatssekretär Jürgen Böhm im Dialog mit dem WDA über Fachkräftesicherung und berufliche Bildung

Thilo Klingebiel, Geschäftsführer des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen (WDA) traf mit Bildungsstaatssekretär Jürgen Böhm (Sachsen-Anhalt) und Dr. Ralf Feuerstein, Ländervertreter im Bund-Länder-Ausschuss für schulische Arbeit im Ausland (BLASchA), zu einem fachlichen Austausch zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Themen Fachkräftemangel, berufliche Bildung und Durchlässigkeit sowie das Potenzial der Deutschen Auslandsschulen in diesem Kontext.

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Jürgen Böhm ist seit Juli 2023 Staatssekretär im Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt. Foto: Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt.

Jürgen Böhm ist seit Juli 2023 Staatssekretär im Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt. Zuvor war er u.a. Schulleiter und Lehrer für Geschichte und Deutsch.

Ralf Feuerstein ist der Ländervertreter von Sachsen‑Anhalt im Bund‑Länder‑Ausschuss für schulische Arbeit im Ausland (BLASchA). In dieser Funktion vertritt er offiziell sein Bundesland in allen Angelegenheiten der schulischen Auslandstätigkeit.

Potenziale an Auslandsschulen nutzen

Alle Beteiligten betonten in dem Austausch am 15. Juli 2025 die Bedeutung, das Potenzial der hervorragend ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen der Deutschen Auslandsschulen gezielt zu nutzen, um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Für den WDA ist das Thema ein zentrales Anliegen – insbesondere mit Blick auf die Qualität und internationale Anschlussfähigkeit beruflicher Bildungswege an Auslandsschulen.

In seinem Positionspapier zur 21. Legislaturperiode betont der WDA das Spektrum beruflicher Bildungsgänge des deutschen Auslandsschulwesens, das seit Jahrzehnten erfolgreich etabliert ist. Das deutsche Erfolgsmodell der dualen Ausbildung ist ein maßgeblicher Faktor für wirtschaftlichen Erfolg und gut ausgebildete Fachkräfte. Neben der stärkeren personellen und finanziellen Förderung der Deutschen Auslandsschulen mit berufsbezogenen Abschlüssen und der Fachoberschulen mit beruflicher Bildung ist es wesentlich, gemeinsam mit den Schulträgern Lösungskonzepte zu entwickeln: sowohl für die Positionierung als auch bei den entsprechenden Businessplänen bzw. Trägermodellen. Außerdem müssten die Chancen für Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt und die Durchlässigkeit des Bildungssystems im Ausland erhöht und das Netzwerk zwischen Deutschen Auslandsschulen und der Deutschen Wirtschaft unter Einbindung der Absolventinnen und Absolventen gestärkt werden.

Zum Thema der Unterstützung der Deutschen Wirtschaft durch die Deutschen Auslandsschulen hat der WDA auch bereits Analysen und Stellungnahmen veröffentlicht: Die deutsche Wirtschaft braucht die Deutschen Auslandsschulen. Das ist die Kernaussage einer gemeinsamen Stellungnahme des Netzwerks Mobilität der deutschen Wirtschaft und des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen (WDA) vom 11. April 2022. In der WDA-Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung plädiert der WDA explizit dafür, dass alle Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Potenziale der Absolventinnen und Absolventen zu nutzen.

Kontinuierliche Vernetzung mit der Politik und weiteren Partnern

Der WDA steht in Austausch mit der Politik, den fördernden Stellen und weiteren Partnern, um das Potenzial der Deutschen Auslandsschulen im Bereich Fachkräfte, berufliche Bildung und Durchlässigkeit besser zu nutzen. So betonte Susanne Hierl (CDU/CSU), dass die Deutschen Auslandsschulen stärker in die Fachkräftestrategie eingebunden werden sollten. Im Herbst 2024 fand z.B. auch ein Gespräch mit Staatssekretär Dr. Jens Brandenburg zu beruflicher Bildung und Fachkräften statt. Auch mit dem Generalsekretär des DAAD (Deutsch Akademischer Austauschdienst) Dr. Sicks steht der WDA in Austausch dazu.

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