WDA und Hochschulrektorenkonferenz vertiefen Zusammenarbeit

Am 5. Februar 2026 haben sich der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) erneut ausgetauscht. Beide Organisationen knüpfen damit an frühere Gespräche an und planen, ihre Kooperation künftig auszubauen. Im Mittelpunkt standen die Anerkennung internationaler Abschlüsse, der Hochschulzugang sowie gemeinsame Perspektiven in Lehrerbildung und im internationalen Hochschulmarketing. Ziel ist es, Absolventinnen und Absolventen der Deutschen Auslandsschulen noch besser an deutsche Hochschulen anzubinden.

WDA und Hochschulrektorenkonferenz vertiefen Zusammenarbeit cover

Dr. Jens-Peter Gaul (links im Bild), Generalsekretär Hochschulrektorenkonferenz, besucht die WDA-Geschäftsstelle in Berlin-Mitte und spricht mit ​WDA-Geschäftsführer Thilo Klingebiel. Foto: WDA

​Geschäftsführer Thilo Klingebiel tauschte sich dazu aktuell mit Dr. Jens-Peter Gaul, dem Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz, aus.
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ist die Stimme der Hochschulen Deutschlands. Die Geschäftsstelle der HRK koordiniert und besorgt die vielfältigen Tätigkeiten der HRK. Dr. Jens-Peter Gaul, mit dem sich der WDA nun austauschte, leitet seit 2016 als Generalsekretär die Geschäftsstelle der HRK.

​Anerkennung des GIB-Abschlusses im Fokus

Im Zentrum des Treffens stand die Anerkennung der internationalen Abschlüsse der Deutschen Auslandsschulen und insbesondere des gemischtsprachigen International Baccalaureate mit Deutschschwerpunkt (GIB) durch deutsche Hochschulen. Dieses Thema war bereits bei Gesprächen 2018 und 2019 wichtig. Diskutiert wurden vor allem Schwierigkeiten beim Hochschulzugang für Absolventinnen und Absolventen.

Im internationalen Wettbewerb um Studierende und Fachkräfte haben Absolventinnen und Absolventen der Auslandsschulen großes Potenzial: Sie kennen Deutschland, sind hervorragend ausgebildet und mehrsprachig. Bund und Länder sollten dieses Potenzial stärker nutzen und fördern, Studiengebühren oder Einreisehürden stellen dabei Herausforderungen dar.

Gemeinsame Interessen von Hochschulen und Auslandsschulen

Deutsche Hochschulen und der WDA verbindet eine Reihe gemeinsamer Themen. Hochschulen möchten mehr internationale Studierende gewinnen – Absolventinnen und Absolventen Deutscher Auslandsschulen sind dafür eine wichtige Zielgruppe. Studien zur Rolle der Auslandsschulen zeigen, dass sie ausgezeichnete Voraussetzungen für ein Studium in Deutschland mitbringen. Die „Triple Win“-Studie des WDA mit der Bertelsmann Stiftung hebt besonders ihr Potenzial für Fachkräftemigration und Qualifizierung hervor.

Zugleich tragen die Schulen im Ausland zur Lehrkräftebildung bei: Der WDA arbeitet bereits mit mehreren Hochschulen zusammen, um Lehramtsstudierenden Auslandspraktika zu ermöglichen. Studierende sammeln internationale Erfahrung, und die Schulen gewinnen zukünftige Lehrkräfte mit Auslandskompetenz.

Perspektiven für eine engere Kooperation

Beide Organisationen planen ihre Zusammenarbeit künftig auszubauen. Im Netzwerk von 137 anerkannten Deutschen Auslandsschulen erwerben Schülerinnen und Schüler weltweit Abschlüsse nach deutschen und internationalen Standards. Ihre Mehrsprachigkeit und Vorbereitung machen sie zu besonders geeigneten Studieninteressierten für deutsche Hochschulen.

Die Berliner Erklärung der Gemeinschaft der Deutschen Auslandsschulen aus dem Sommer 2025 unterstreicht die ​Gleichwertigkeit und Vielfalt der Abschlüsse an den Deutschen Auslandsschulen. Diese Vielfalt ist eine Stärke – jeder Abschluss hat seinen eigenen Wert.

Durch den erneuten Dialog möchten WDA und HRK erreichen, dass dieses Potenzial stärker genutzt wird. Die Hochschulrektorenkonferenz ist dabei der freiwillige Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland, vertreten durch ihre Präsidien und Rektorate.

Weitere Informationen

Helpdesk