Podiumsdiskussion der Allianz auf der WDA-Tagung 2026 in Berlin. Foto: WDA /Jan Michalko.
Eine starke Allianz für gemeinsame Interessen
Die Diskussion zeigte, wie wichtig der regelmäßige Austausch zwischen Schulträgern, Schulleitungen, Lehrerverbänden und weiteren Partnern ist. Die Allianz bringt unterschiedliche Perspektiven an einen Tisch und entwickelt gemeinsame Positionen. Gerade diese Vielfalt wurde als besondere Stärke hervorgehoben. Gleichzeitig bestand Einigkeit darüber, dass die Allianz nur dann Wirkung entfalten kann, wenn sie geschlossen auftritt und mit einer gemeinsamen Stimme die Interessen der Deutschen Auslandsschulen vertritt.
Deutsche Auslandsschulen sichtbar machen
Ein zentrales Thema war die besondere Bedeutung der Deutschen Auslandsschulen für Deutschland und die internationale Gemeinschaft. Sie fördern die Begegnung von Kulturen und leisten einen Beitrag zu einer „Welt, die sich gegenseitig versteht“. Als Schulen mit unterschiedlichen Bildungswegen und Abschlüssen übernehmen sie zudem eine Vorreiterrolle im internationalen Bildungsbereich.

Mehrfach wurde betont, dass Deutsche Auslandsschulen „Friedensstifter“ sind und ihre Leistungen stärker sichtbar gemacht werden müssen – sowohl in der deutschen Gesellschaft als auch gegenüber Politik und Wirtschaft. Eine Botschaft lautete: „Wir sind unverzichtbar für Deutschland in der Welt.“ Gleichzeitig wurde der Wunsch geäußert, dass auch Unternehmen das Potenzial der Deutschen Auslandsschulen stärker erkennen und nutzen.
Gemeinsam Zukunft gestalten
Neben der stärkeren öffentlichen Wahrnehmung standen die aktuellen Herausforderungen der Schulen im Mittelpunkt. Besonders der Lehrkräftemangel müsse noch stärker in den Fokus rücken. Dafür seien flexiblere Rahmenbedingungen notwendig, um qualifizierte Lehrkräfte für den Auslandsschuldienst zu gewinnen und langfristig zu halten.
Ein weiterer Schwerpunkt war die gemeinsame Interessenvertretung gegenüber den fördernden Stellen. Dafür braucht es langfristige Perspektiven, echte Partizipation und ein klares Bekenntnis zum Wert der Deutschen Auslandsschulen. Die Diskussion machte deutlich: Nur wenn alle Akteure geschlossen auftreten und ihre Anliegen gemeinsam vertreten, kann das Auslandsschulwesen nachhaltig gestärkt werden.

Podiumsdiskussion der Allianz – Teilnehmende
Die Podiumsdiskussion der Allianz aus Beiräten der Deutschen Auslandsschulen, Lehrerverbänden und dem WDA brachte zusammen: Beatrice Zöllner, Sprecherin des VWL-Beirats, Deutsche Europäische Schule Singapur; Marcel Bode, GEW – Arbeitsgruppe Auslandslehrkräfte; Konrad Neufeld, Vorstandsmitglied VdLiA – Verband Deutscher Lehrkräfte im Ausland; Carsten Apsel, Sprecher Schulleitungsbeirat, German International School Washington; Rolf Knieling, Auslandsschulreferent Deutscher Philologenverband (DPhV), Ministerialrat a.D.; David Nescholta, Sprecher des Vorständebeirats, Mitglied des WDA-Vorstands, Beauftragter des Vorstands Christliche Deutsche Schule Chiang Mai. Moderation: Heilke Daun, WDA-Vorstandsvorsitzende.
Die Allianz: Zusammenschluss für gemeinsame Interessen
Die Allianz entstand 2023 als Reaktion auf einschneidende Kürzungen der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), die auch unterjährig griffen. Im Februar 2023 kamen auf Einladung des WDA erstmals Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Beiräte und Verbände zusammen. Ein weiteres Gespräch fand im März 2023 auf der didacta statt. Im Juni wurde daraufhin die Allianzstellungnahme verabschiedet, im Juli folgte die Athener Erklärung. Seitdem ist die Allianz eine Plattform für abgestimmte Positionen und regelmäßigen Austausch – mit dem Ziel, das Auslandsschulwesen nachhaltig zu stärken und gemeinsame Interessen wirkungsvoll zu vertreten.
