Im Rahmen der WDA-Tagung 2026 kamen Vertreterinnen und Vertreter aus dem Deutschen Bundestag, dem Auswärtigen Amt, des BLASchA und des WDA zum Podium Politik zusammen. Foto: WDA
Große Unterstützung für herausragende Bildungsstätten
WDA-Vorstandsvorsitzende Heilke Daun bezeichnete die Schülerinnen und Schüler in ihrem Grußwort zur Eröffnung des Symposiums als „exzellente kleine Botschafterinnen und Botschafter“. Daun hob auch den Triple-Win-Aspekt der Deutschen Auslandsschulen hervor. Dabei profitieren Deutschland, die Gastländer und die Schülerinnen und Schüler gleichermaßen.
Anna Stolz, Staatsministerin und Präsidentin der Bildungsministerkonferenz 2026, sagte: „Wir stehen felsenfest zu unseren Deutschen Auslandsschulen. Wir unterstützen den Auslandsschuldienst, wo es geht."
Für Anke Reiffenstuel, Beauftragte für Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie im Auswärtigen Amt, sind die Auslandsschulen „herausragende Bildungsstätten in den Gastländern“ und Leuchttürme der Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie.
Auf die Grußworte des Symposiums folgte das politische Podium.
Auslandsschulen auf ein viel höheres Podest stellen
Die Diskussion drehte sich vor allem um die Zukunft und Finanzierung der Deutschen Auslandsschulen. Im Mittelpunkt stand ihre Bedeutung für Deutschland. Deutsche Auslandsschulen vermitteln Bildung und demokratische Werte. Man müsste die Deutschen Auslandsschulen auf ein viel höheres Podest heben, betonte Nancy Faeser, auch im Kontext der Demokratieförderung. Demokratien stünden weltweit unter Druck.
Anke Reiffenstuel sieht in den Deutschen Auslandsschulen ein essenzielles Element der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKB). Die AKBP sei Bestandteil der Außenpolitik, ihre Akteure wirkten anders, in die Gesellschaft hinein, in die Breite.
Sie stärken die deutsche Sprache, fördern ein positives Deutschlandbild im Ausland und leisten einen wichtigen Beitrag zur Gewinnung internationaler Fachkräfte. Einzelne Beiträge hoben hervor, dass die Deutschen Auslandsschulen stärker in die Gesamtstrategie der Bundesregierung und die Fachkräftestrategie eingebunden werden könnten.
Verlässliche und wachsende Finanzierung notwendig
Gleichzeitig wurde deutlich, dass die steigenden Kosten eine verlässliche und wachsende Finanzierung und eine Weiterentwicklung des Schulfonds erfordern. Stephan Mayer betonte, dass er den Aufwuchs des Schulfonds ausdrücklich unterstütze. Die Deutschen Auslandsschulen müssten als Investitionsposten und nicht nur als Kostenposten gesehen werden, sagte Maren Kaminski. „Wir brauchen die Auslandsschulen auch, um Einnahmen zu generieren“, unterstrich Jamila Schäfer.
Auch die Gewinnung und Entsendung von Lehrkräften sowie die Stärkung des weltweiten Netzwerks der Deutschen Auslandsschulen waren zentral in der Diskussion. Thomas Mayer sagte, dass man auch im Auslandsschulwesen darauf achten müsse, “dass wir gute Qualitäten auch leben. Nicht nur fachlich, sondern mehr ganzheitlich mit Sport und Musik”. Er bezog sich damit auf das Motto der aktuellen Vorsitzenden der Bildungsministerkonferenz, Ministerin Anna Stolz. Dazu brauche man Lehrkräfte. Er unterstütze das Auswärtige Amt bei einer neuen Struktur des Schulfonds.
Große Einigkeit bestand auch darüber, dass die Deutschen Auslandsschulen einen wichtigen Beitrag zur deutschen Bildungs- und Außenpolitik leisten und für ausgezeichnete Bildung stehen.
An dem hochkarätig besetzten Podium mit der Politik nahmen teil: Nancy Faeser, MdB, SPD; Maren Kaminski, MdB, Die Linke; Thomas Mayer, Ministerialrat, BLASchA-Vorsitzender; Stephan Mayer, MdB, CSU; Anke Reiffenstuel, Beauftragte für Außenwissenschafts-, Bildungs- und Forschungspolitik im Auswärtigen Amt; Jamila Schäfer, MdB, Bündnis 90/Die Grünen; Heilke Daun, WDA-Vorstandsvorsitzende. Moderation: David Nescholta, WDA-Vorstandsmitglied.
