Auf der WDA-Tagung 2025: Einige Vertreterinnen der DSD-Schulen, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen, die sogenannten Sprachdiplomschulen oder DSD-Schulen. Foto: WDA.
Deutsche Sprache, deutsche Kultur
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schulen in Argentinien vereinen argentinische-deutsche Institutionen im ganzen Land, deren Ziel die Verbreitung der deutschen Sprache zum Kulturaustausch ist. Die Arbeitsgemeinschaft unterstützt die Institutionen auf unterschiedliche Weise.
In den Schulen der argentinisch-deutschen Gemeinschaft werden u.a. die offiziellen deutschen Sprachzertifikate (Deutsches Sprachdiplom DSD I, DSD II) angeboten. Diese ermöglichen den Zugang zum Tertiärstudium in Deutschland. Diese Schulen werden deshalb auch DSD-Schulen genannt.
In den Absolventinnen und Absolventen der Schulen haben deutsche Unternehmen zudem hoch qualifizierte, mit der deutschen Sprache und Kultur vertraute Fachkräfte zur Verfügung.
Neben den 136 Deutschen Auslandsschulen und den Deutsch-Profil-Schulen fördert die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) rund 1.100 einheimische Schulen, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz führen, die sogenannten Sprachdiplomschulen oder DSD-Schulen.
DSD-Schulen in freier, gemeinnütziger Trägerschaft leisten in vielen Regionen der Welt einen bedeutenden Beitrag zur Sprachförderung und Vermittlung deutscher Kultur – vornehmlich dort, wo es keine Deutsche Auslandsschule gibt, unterstreicht das aktuelle Positionspapier des WDA.

Traum verwirklicht, Beständigkeit gelebt
Patricia Dickson, Pädagogische Beraterin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schulen in Argentinien, fasst einige Gedanken zu dieser langen Geschichte der Schulen in Argentinien zusammen:
Was macht eine Schule aus, die Bestand hat?
- Liebe zum Unterrichten: weil Bildung ein Akt der Liebe ist.
- Identität und Werte: weil es der Traum der Gründer war, ihre Sprache und ihre Kultur mit Respekt, Toleranz, Ehrlichkeit, Offenheit und Verantwortung zu bewahren.
- Teil einer Gemeinschaft sein: weil uns die gleichen Ziele verbinden, weil wir teilen und miteinander interagieren. Weil wir unsere Identität stärken und uns emotional und beruflich unterstützen. Weil es uns hilft, zu wachsen.
- Teamarbeit: weil sie motiviert und verpflichtet.
- Leidenschaft für gute Arbeit: weil Bildung eine ethische Aufgabe ist und Wissen allein nicht ausreicht, wenn es nicht von der Reflexion über das Warum und Wozu begleitet wird.
- Beharrlichkeit und Mut: weil Veränderung nicht einfach ist. Und Bildung ist Veränderung.
- Bildungsqualität: weil zu all dem noch das Engagement für kontinuierliche Verbesserung, berufliche Weiterentwicklung, Innovation und Evaluation im Dienste der ganzheitlichen Entwicklung unserer Schüler hinzukommt.
Abschließende Überlegung: Sie werden mir zustimmen, dass die Anzahl der Jahre keine Garantie für eine gute Schule ist, und das ist wahr, aber in diesem Fall erkennen wir mit Bewunderung die Arbeit und Leidenschaft so vieler Menschen an, die im Laufe der Zeit an den Wert dieses Traums geglaubt und ihn verwirklicht haben.
Vielen Dank an Patricia Dickson für diesen Text zur Beständigkeit.
Weitere Informationen