04.12.2020

„Wenn Not am Mann ist, muss geholfen werden.“

Das bekräftigte der WDA-Schirmherr Thomas Erndl, MdB, bei einer Videokonferenz mit dem WDA-Vorstand am 1. Dezember 2020.

Klick zum VergrößernDie Videokonferenz des WDA-Vorstands mit dem Schirmherrn Thomas Erndl, MdB

Erndl bezog sich dabei auf den Status der Corona-Notfallhilfen für die Deutschen Auslandsschulen durch die Bundesrepublik Deutschland. Im Mai 2020 wurde bereits eine Notfallhilfe für die Deutschen Auslandsschulen bewilligt. Mittlerweile ist klar, dass die Folgen der Corona Pandemie 2021 noch stärker durchschlagen werden, da ein weiterer Einbruch der Schülerzahlen der frei getragenen Schulen absehbar ist. In der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags am 26. November 2020 hat dieser zusätzliche 26 Mio. Euro für die Deutschen Auslandsschulen bereitgestellt. Mit den Mitteln soll das Überleben der Auslandsschulen in Zeiten der Covid-19 Pandemie gesichert werden. Bereinigt um die 2020 zusätzlich verabschiedete Notfallhilfe ergab sich im Regierungsentwurf für die Haushaltsplanung 2021 bereits eine leichte Erhöhung des Schulfonds um 6 Mio. Euro. Erndl sagte zu, sich auch im neuen Jahr für eine Notfallhilfe der Deutschen Auslandsschulen einzusetzen. „Wir tun alles, um Strukturbrüche zu vermeiden“, so Erndl weiter.

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Erndl (CSU) ist seit Juli 2020 Schirmherr des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen. Er ist der amtierende Vorsitzende des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. In einer Videokonferenz mit dem gesamten WDA-Vorstand am 1. Dezember 2020 besprachen beide Seiten die nächsten notwendigen Arbeitsschritte.

Weiterentwicklung des Auslandsschulgesetzes

Bei der Weiterentwicklung des Auslandsschulgesetzes liegt dem WDA ein Konzeptentwurf des Auswärtigen Amts zur Auslandsschulförderung vor. Dieses Konzept zieht Schlussfolgerungen aus der Evaluation des Auslandsschulgesetzes, an der der WDA aktiv mitgewirkt hat. Auch die Entschließung des Deutschen Bundestags zum Auslandsschulwesen von vor einem Jahr war ein wichtiger Orientierungspunkt bei der Arbeit an diesem Konzept. Erndl hatte an dieser Entschließung maßgeblich mitgearbeitet. Thomas Erndl teilte mit, dass das Konzeptpapier vom Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik bereits eingesehen und diskutiert wurde. Nun beginnt die weitere Abstimmung, in die der WDA auch einbezogen ist. Der WDA setzt sich dafür ein, dass dieser Entwurf allen Deutschen Auslandsschulen durch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen zur Verfügung gestellt wird. Danach kann eine WDA-Stellungnahme erarbeitet werden, die in der üblichen Form mit allen Mitgliedsschulen abgestimmt wird.

Besuch im Bundespräsidialamt

Thomas Erndl berichtete von seinem Besuch im Bundespräsidialamt am 2. November 2020. Dort traf er Staatssekretär Stephan Steinlein, Chef des Bundespräsidialamtes. Beide Seiten waren sich einig, dass die Deutschen Auslandsschulen ein wesentlicher Pfeiler der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik seien. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Schirmherr des gesamten Deutschen Auslandsschulwesens, Thomas Erndl ist Schirmherr des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen. Ziel des Treffens war es, Synergien zwischen beiden Schirmherrschaften für die Arbeit mit den Deutschen Auslandsschulen zu schaffen.

Regelmäßige Arbeitstreffen vereinbart

Das Gespräch mit dem WDA-Vorstand war das erste Arbeitstreffen nach Erndls Bestätigung als WDA-Schirmherr auf der WDA-Mitgliederversammlung am 16. September 2020. „Das Gespräch fand in einer offenen und partnerschaftlichen Atmosphäre statt. Wir freuen uns sehr, dass wir mit Thomas Erndl einen aktiven Parlamentarier als Schirmherrn gewinnen konnten“, so Dr. Peter Fornell, WDA-Vorsitzender, nach dem Treffen. Der gesamte WDA-Vorstand brachte seine Perspektiven aus den jeweiligen Regionen der Mitgliedsschulen ein. Es ist geplant, solche Abstimmungen künftig vierteljährlich fortzusetzen. Ziel der Schirmherrschaft ist es, die Interessen der freien Schulträger im politisch-parlamentarischen Raum noch besser zu vertreten.