Heinz Rhyn (rechts im Bild), Präsident von educationsuisse, tauschte sich mit Walter Brand aus. Foto: WDA.
Die Jahreskonferenz von educationsuisse stand unter dem Schwerpunkt Demokratiebildung an Schweizer Auslandsschulen. Wie in den Positionspapieren des WDA wurden auch bei der Jahreskonferenz der Schweizerschulen die Wertbeiträge der Schulen hervorgehoben. Auslandsschulen sind weit mehr als reine Bildungseinrichtungen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur internationalen Präsenz und Wertevermittlung des Landes.
Demokratiebildung als zentrale Zukunftsaufgabe
Prof. Dr. Monika Waldis (PH FHNW, Fachhochschule Nordwestschweiz) beschrieb die weltweite Entwicklung demokratischer Systeme. Angesichts einer zunehmenden Verbreitung autoritärer Regierungsformen und wachsender gesellschaftlicher Polarisierung komme der politischen Bildung eine immer größere Bedeutung zu. Studien zeigten zwar eine hohe grundsätzliche Zustimmung junger Menschen zur Demokratie. Gleichzeitig bestehe aber auch eine nicht unerhebliche Offenheit gegenüber autoritären Führungsmodellen sowie große Unsicherheit bei politischen Fragen.
Gespräche und Vernetzung
Im Rahmen der Konferenz ergaben sich für Walter Brand mehrere interessante Gespräche. Educationsuisse bekundete großes Interesse an einer engeren Zusammenarbeit mit dem WDA, denn beide Organisationen haben vergleichbare Herausforderungen und Handlungsfelder.
Zudem plant educationsuisse gemeinsam mit der Universität St. Gallen eine Studie über die Schweizer Auslandsschulen und zeigte Interesse an den bisherigen Studien des WDA.
In der ersten Studie zum Public Value der Deutschen Auslandsschulen (2014) identifizierte die Universität St. Gallen die zentralen Wertbeiträge der Deutschen Auslandsschulen; die Siemens Stiftung unterstützte das Projekt.
Es bestehen gute Ansatzpunkte für eine engere Zusammenarbeit zwischen educationsuisse und dem Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA). Überschneidungen ergeben sich insbesondere bei Studien, Interessenvertretung und dem Austausch bewährter Konzepte (Good Practice) zur Schulentwicklung und Demokratiebildung.
Auch mit Peter Dicke von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und mit Barbara Schrotter, österreichisches Bildungsministerium, ergab sich ein Austausch. Von Schulseite kamen Walter Brand und Hans Ineichen (Colegio Europeo Panamá) ins Gespräch. Auch Gotthard Dittrich (Rahn Education) war vor Ort. Mehrere Schulen von Rahn Education sind Mitglied im WDA.
Über educationsuisse
Weltweit – auf drei Kontinenten und in zehn Ländern – gibt es 17 vom Bund anerkannte Schweizerschulen im Ausland. Dieses Jahr treffen sich deren Schulverantwortliche vom 6. bis 8. Juli zur Jahreskonferenz 2026 in Visp im Kanton Wallis.
Educationsuisse ist die Dachorganisation der 17 vom Bund anerkannten Schweizerschulen im Ausland. Die Aufgabe des Verbands ist es, die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch der Schulen sowohl untereinander als auch mit Akteuren des Schweizer Bildungssystems zu fördern. Überdies berät und unterstützt educationsuisse junge Auslandschweizer:innen und Absolvent:innen von Schweizerschulen im Ausland zum Thema Ausbildung in der Schweiz.
Weitere Informationen
- WDA-Bericht aus 2023: WDA zu Gast bei Jahreskonferenz der Schweizerschulen
- Studien des WDA
- Politisches Podium der WDA-Tagung 2026: Rückhalt für die Deutschen Auslandsschulen
- Deutsche Auslandsschulen: Der Film zur WDA-Tagung 2026
- Starke Auslandsschulen, starkes Netzwerk: Rückblick auf die WDA-Tagung 2026
- Die Webpräsenz von educationsuisse
- Bericht von educationsuisse zur Jahreskonferenz 2026
- Jahresbericht educationsuisse 2025
