WDA-Geschäftsführer Thilo Klingebiel hat mit Prisca Merz, Geschäftsführerin von TU9 – German Universities of Technology, gesprochen. Gemeinsam wollen sie Studienwege für junge Menschen an Deutschen Auslandsschulen stärken. Auch die internationale Lehrkräftebildung war Thema. Nun soll der Austausch mit den neun Technischen Universitäten konkreter werden.
Deutsche Auslandsschulen und TU9 setzen ihren Austausch fort
Der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) und TU9 arbeiten seit vielen Jahren zusammen. Schon 2022 sprachen sie über Studienmöglichkeiten für Absolventinnen und Absolventen Deutscher Auslandsschulen. Auch Praktika für Lehramtsstudierende an den Schulen waren Thema. 2025 führten Thilo Klingebiel, TU9-Co-Präsidentin Professorin Dr. Angela Ittel und die damalige TU9-Geschäftsführerin Dr. Stephanie Christmann-Budian diese Gespräche fort.
Die TU9-ING-Woche zeigte, wie Schülerinnen und Schüler technische Studiengänge kennenlernen können. Die Probestudienwoche für Deutsche Auslandsschulen fand von 2011 bis 2024 statt. Ein weiteres Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Braunschweig: Dort gehören Informationen zum Studium und Praktika für angehende Lehrkräfte zusammen.
MINT-Bildung an Deutschen Auslandsschulen stärken
MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der WDA setzt sich dafür ein, MINT-Bildung international zu denken. Deutsche Auslandsschulen fördern junge Talente in diesen Fächern. Sie können ihnen Wege zu einem Studium in Deutschland eröffnen.
In der Berliner Erklärung beschreibt der WDA Deutsche Auslandsschulen als Talentzentren, besonders im MINT-Bereich. Sie leisten einen Beitrag zum internationalen Fachkräftepotenzial für Deutschland. Die Zusammenarbeit mit TU9 kann helfen, Schülerinnen und Schüler früher über passende Studienwege zu informieren.
Auch die Lehrkräftebildung bietet gemeinsame Möglichkeiten. Studierende können an Deutschen Auslandsschulen Unterricht in einem internationalen Umfeld kennenlernen. Die Schulen können zugleich Kontakte zu künftigen Lehrkräften aufbauen.
Austausch mit den Universitäten gezielt ausbauen
Klingebiel und Merz besprachen mehrere nächste Schritte. Das bestehende TU9-Profil im WDA-Partnerverzeichnis soll geprüft und aktualisiert werden. Beide Organisationen möchten nach Möglichkeit in ihren Newslettern über die Arbeit der jeweils anderen berichten. Auch eine Darstellung des WDA als Partner auf der TU9-Website war Thema.
Zudem sollen die Leiterinnen und Leiter der International Offices an den TU9-Universitäten in den Austausch einbezogen werden. Sie sind an den Hochschulen für internationale Kontakte zuständig. So können WDA, Universitäten und Deutsche Auslandsschulen Studieninformationen und Kontakte besser miteinander verbinden.
Weitere Informationen
- WDA und TU9 stärken internationale Bildungskooperation
- Früherer Austausch mit TU9 zu Studium und Lehrkräftebildung
- TU9 im WDA-Partnerverzeichnis
- Praktika von Lehramtsstudierenden der TU Braunschweig
- Berliner Erklärung des WDA
- TU9: Prisca Merz übernimmt die Geschäftsführung
- TU9: Die Allianz und ihre Universitäten
- TU9-ING-Woche für Deutsche Auslandsschulen
- TU Braunschweig: Informationen für Deutsche Auslandsschulen
- TU Braunschweig: Internationales Lehramtsstudium
