Von der Schule ins Stadion: Paralympics-Besuch an der Deutschen Schule Mailand

Am 3. März 2026 war ein besonderer Tag an der Deutschen Schule Mailand: Die deutsche paralympische Hockeynationalmannschaft besuchte die Schule. Direkt im Anschluss durften Schülerinnen und Schüler live beim Länderspiel Italien gegen Deutschland dabei sein. Solche Begegnungen zeigen, wie wertvoll die Deutschen Auslandsschulen als Orte für Bildung, Sport und internationale Erlebnisse sind.

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Ca. 500 Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Mailand mit Fahnen, selbst gemachten Postern und entsprechender Bemalung im Gesicht: Großer Jubel beim Paralympics-Eishockeyspiel Deutschland – Italien. Foto: Deutsche Schule Mailand.

​Begeisterung in der Aula

Nach einer herzlichen Begrüßung im Büro des Schulleiters ging es für die drei Athleten Jan Malte Brelage, Jano Bußmann und Leopold Reimann in die Aula Magna. Dort wurden sie von den Schülerinnen und Schülern der 4. und 5. Klasse mit Begeisterung empfangen.

Zu Beginn stellten sich die Sportler vor und erzählten offen von ihrem Weg – von Herausforderungen, Rückschlägen, aber vor allem von Mut, Leidenschaft und unerschütterlicher Entschlossenheit. Anschließend entwickelte sich eine lebhafte Fragerunde, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Neugier kaum zügeln konnten.

​Einblicke in außergewöhnliche Lebensgeschichten

Die Bandbreite der Fragen war beeindruckend. Sie reichten von sehr persönlichen Themen – etwa wie es sich anfühlt, mit einer Behinderung zu leben – über Alltägliches wie Lieblingsessen oder Trainingsgewohnheiten bis zu sportlichen Aspekten ihrer Karriere, Details zum Para-Eishockey und ihren Zielen für die Zukunft. Auch die bevorstehende paralympische Herausforderung gegen Italien wurde intensiv thematisiert. Mit großer Offenheit, Geduld und Herzlichkeit beantworteten die Athleten jede einzelne Frage.

Solche Begegnungen sind für Schülerinnen und Schüler von besonderer Bedeutung. Sie schaffen Nähe, bauen Berührungsängste ab und öffnen den Blick für die Stärke im Anderen. Es ist besonders wertvoll, wenn junge Menschen die Chance haben, außergewöhnliche Persönlichkeiten kennenzulernen. Diese führen nicht nur ein selbstbestimmtes und aktives Leben, sondern zeigen mit Disziplin, Mut und Entschlossenheit sportliche Höchstleistungen – bis hin zu internationalen Wettbewerben und den Paralympics.

Auf Schulbesuch folgt Länderspiel

​Nach ihrem Besuch in der Schule war es für viele etwas ganz Besonderes, die Athleten nun auch im Stadion auf dem Eis zu sehen und sie lautstark anzufeuern. Rund 500 Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Mailand sorgten beim Para-Hockey-Spiel zwischen Deutschland und Italien für eine großartige Stimmung. Mit Fahnen, selbst gestalteten Postern und viel Begeisterung unterstützten sie beide Teams. Als Jano Bussmann das Tor für Deutschland erzielte, brach großer Jubel aus. Auch wenn Italien das spannende Spiel am Ende mit 2:1 für sich entschied, bleibt vor allem die Erinnerung an einen bewegenden und unvergesslichen Moment gemeinsamer Begeisterung.

​​Im Februar besuchte das Deutsche Olympische Jugendlager mit jungen Talenten aus dem Nachwuchsleistungssport und Ehrenamt die Deutsche Schule Mailand.

​Empfang des Generalkonsulats und politische Teilnahme

Es gab zudem einen Empfang des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland in Mailand für die Athleten vom Para Ice Hockey, zu dem WDA-Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schule Mailand, Walter Brand, eingeladen war. An der Veranstaltung des Generalkonsulats Mailand nahmen unter anderem Frau Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, und Attilio Fontana, Präsident der Region Lombardei, teil.

​All das fand im Kontext der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Cortina Mailand statt.

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