Deutsche Internationale Schule Tbilissi gewinnt beim Deutschen Schulpreis

Die Deutsche Internationale Schule Tbilissi zählt zu den Gewinnern des Deutschen Schulpreises 2025. Sie ist die einzige Deutsche Auslandsschule, die es bis in die zweite Runde und nun bis zum Gewinn schaffte. Das Engagement steht für die Deutschen Auslandsschulen weltweit und für eine starke Verbindung von deutscher Bildungstradition und internationalem Kontext. Die Preisverleihung fand am 30. September 2025 in Berlin statt – unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der Hauptpreis ging an die Maria-Leo-Grundschule in Berlin.

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Vertreterinnen der Deutsche Internationale Schule Tbilissi in Georgien nehmen den Deutschen Schulpreis entgegen. Foto: Max Lautenschläger.

​„Die Deutsche Internationale Schule Tbilissi zeigt eindrucksvoll, wie Bildung unter herausfordernden Bedingungen gelingen kann“, sagt Jurymitglied Raike Wiethe.

Mit dem Deutschen Schulpreis zeichnen die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung gute Schulen und ihre innovativen Schulkonzepte aus. Im Mittelpunkt der Ausschreibung 2025 stand die Frage, wie Schulen qualitätsvolles Lehren und Lernen gestalten. Ein mehrstufiges Auswahlverfahren durch die Jury ging der Preisverleihung voraus. Ende Juni nominierte die Jury bis zu 15 Schulen für das Finale des Deutschen Schulpreises 2025. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert, fünf weitere Preise mit je 30.000 Euro.

Anerkennung für pädagogische Qualität im Ausland

Mit ihrer erstmaligen Bewerbung für den Deutschen Schulpreis hat die Deutsche Internationale Schule Tbilissi in Georgien einen wichtigen Schritt erreicht: Sie gehörte zu den 20 Schulen, die in die nächste Wettbewerbsrunde eingeladen wurden. Eine rund 50-köpfige Jury aus Bildungswissenschaft, Schulpraxis und Verwaltung hat sie aus über 100 Bewerbungen ausgewählt.

​Seit Kurzem steht fest, dass die Deutsche Internationale Schule Tbilissi zu den Gewinnern zählt und einen mit 30.000 Euro dotierten Preis erhält. Der Hauptpreis ging an die Maria-Leo-Grundschule in Berlin.

Deutsche Schule Tbilissi: Bildung unter herausfordernden Bedingungen

Die meisten Schülerinnen und Schüler der Deutschen Auslandsschule in Tbilissi wachsen in Familien auf, in denen kein Deutsch gesprochen wird. Deshalb steht die Deutschförderung im Zentrum der Schulentwicklung. Die Muttersprache der meisten Kinder ist Georgisch, eine Sprache, die sich stark vom Deutschen unterscheidet.
Seit dem Schuljahr 2023/24 wird der Deutschunterricht bis zur 6. Jahrgangsstufe im Team erteilt: Eine muttersprachliche Lehrkraft unterrichtet gemeinsam mit einer georgischen Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache. Das fördert nicht nur die Sprachentwicklung, sondern hilft auch, kulturelle Missverständnisse zu vermeiden.

Die Schule beschreibt die Einführung des Teamteachings als „Augenöffner“: Der Unterricht wurde für die Kinder verständlicher, und auch die Lehrkräfte erhielten ein besseres Verständnis für den Lernprozess. Kein Wunder, dass die kollegiale Unterrichtshospitation inzwischen über den Deutschunterricht hinaus ein Motor der gesamten Schulentwicklung ist.

„Die Deutsche Internationale Schule Tbilissi zeigt eindrucksvoll, wie Bildung unter herausfordernden Bedingungen gelingen kann“, sagt Jurymitglied Raike Wiethe.

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Schulpreis würdigt gute Schule – in Deutschland und weltweit

Auch in den vergangenen Jahren waren Deutsche Auslandsschulen erfolgreich: 2022 erhielt die Deutsche Europäische Schule Singapur den Preis, 2019 die Deutsche Schule Mariscal Braun in La Paz. Bereits 2017 überzeugte die Deutsche Schule Rio de Janeiro, 2016 wurde die Deutsche Internationale Schule Johannesburg ausgezeichnet. Diese Beispiele zeigen: Deutsche Auslandsschulen stehen weltweit für Qualität und Innovationskraft.

Der Deutsche Schulpreis ist aber mehr als eine Auszeichnung einzelner Schulen. Er ist auch ein wichtiges Forum für das Auslandsschulnetz, besonders im Bereich internationale Bildung. Aus dem Wettbewerb hat sich zudem ein starkes Netzwerk entwickelt – mit exzellenten Schulen, Praktikerinnen und Praktikern aus dem Unterricht sowie Bildungsforscherinnen und -forschern. Sie alle verfolgen gemeinsam das Ziel, die Schulentwicklung voranzubringen..

Bewerbung für 2026 schon gestartet

Die Ausschreibung für den Deutschen Schulpreis 2026 läuft bereits. Schulen aller Schularten können sich ab sofort um den Deutschen Schulpreis 2026 bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2026. Auch Empfehlungen sind möglich: Eltern, Schülerinnen und Schüler oder Partnerorganisationen können eine Schule vorschlagen, die ihrer Meinung nach ausgezeichnete Arbeit leistet.

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