Bundeshaushalt 2025: Mittel für die Deutschen Auslandsschulen mit 289,6 Millionen Euro bestätigt

Der Bundestag hat am Donnerstag, den 18. September 2025, den Haushalt des Bundes für 2025 beschlossen. Die Mittel für die Deutschen Auslandsschulen wurden mit insgesamt 289,6 Millionen Euro bestätigt – 3 Millionen mehr, als ursprünglich geplant. Die Erhöhung von 3 Mio. Euro fällt einerseits in den Bereich der freiwilligen Förderung mit 1 Mio. Euro. Der Titel „Erstattungen für die Versorgungslasten der Länder“ erhält 2 Mio. Euro mehr.

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Die Förderung für die Deutschen Auslandsschulen bleibt 2025 wie im 2. Regierungsentwurf angegeben. Auf dem Foto: Konstituierung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages durch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, CDU/CSU, Mai 2025. Blick in den Ausschusssaal. Foto: Deutscher Bundestag / Tobias Koch.

Nun stimmt noch der Bundesrat ab. Anschließend wird das Gesetz zum Haushalt an den Bundespräsidenten zur Unterzeichnung geleitet. Die vorläufige Haushaltsführung endet mit der Verkündung des Haushaltsgesetzes.

289,6 Millionen für die Deutschen Auslandsschulen

Für den Bundeshaushalt 2025 gibt es zwei Entwürfe. Im ersten Entwurf des Bundeshaushalts 2025 vom 17. Juli 2024 sinkt die Förderung für die Deutschen Auslandsschulen, also der Schulfonds, insgesamt um 1,5 %. Bei der gesetzlichen Förderung ist ein Anstieg zu verzeichnen, während die freiwillige Förderung um über 65 % sinkt. In anderen Bereichen gibt es Aufwüchse wie auch Absenkungen.

Im zweiten Entwurf des Bundeshaushalts vom 24. Juni 2025, steigt die Förderung der Deutschen Auslandsschulen im Vergleich zum ersten Entwurf aus dem Juli 2024 um 3 Mio. Euro auf insgesamt ca. 290 Mio. Euro. Die Erhöhung fällt einerseits in den Bereich der freiwilligen Förderung mit einem zusätzlichen Plus von 1 Mio. Euro. Der Titel „Erstattungen für die Versorgungslasten der Länder“ erhält 2 Mio. Euro mehr. Die geplante Absenkung des Schulfonds im Vergleich zu 2024 beträgt damit 0,4 % und nicht mehr 1,5 %, wie im ersten Entwurf. Der Negativtrend scheint gestoppt zu sein.

Stimmen aus dem Bundestag

MdB Claudia Roth, Bündnis 90 / Die Grünen, sagte im Bundestag während der Plenarsitzung zum Haushalt vom 17. September 2025 „…unsere Mittlerorganisationen – das Goethe-Institut, der DAAD, die AvH (Anm. Redaktion: Alexander von Humboldt-Stiftung), Auslandsschulen, politische Stiftungen –, sie alle stehen weltweit massiv unter Druck. Wir müssen sie stärken; denn ihre Partner/-innen brauchen Schutzräume, Austausch, Debatte und Vielfalt. Und sie brauchen die Verlässlichkeit Deutschlands. (Beifall beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wenn aber Millionen aus dem Haushalt gestrichen werden, dann wird das den großen Herausforderungen überhaupt nicht gerecht, und dann wird eine Chance vertan.“

Auch während der Podiumsdiskussion des Goethe-Instituts und des Deutschen Kulturrats zur Bedeutung und Ausrichtung der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik in der 21. Legislaturperiode am 16. September äußerten sich die Abgeordneten zu den Auslandsschulen.

MdB Nancy Faeser (SPD): Frau Faeser verbindet mit der AKBP die Kraft, „Menschen zusammenzuführen und das gegenseitige Verständnis zu stärken“, um ein positives Deutschlandbild zu prägen. Sie kämpft „gerade intern dafür, dass das aufgestockt wird,“ und bezog sich dabei auf „die Auslandsschulen, die deutschen Schulen im Ausland,“ sowie auf „die Gelder, die wir für Kooperationen mit anderen Schulen brauchen“. Sie hält dies für „ganz entscheidend“ zur Stärkung der Demokratie „von unten“ und betonte die Notwendigkeit, AKBP-Akteure stärker in gesamtstaatliche Strategien wie die Fachkräftestrategie einzubinden. Sie ist der Meinung, dass Kultur eine wichtige Funktion in ihrer Unabhängigkeit hat und zur Stärkung der Demokratie beiträgt.

Maren Kaminski, MdB (Die Linke): Frau Kaminski, die aus dem Bildungsbereich kommt, sprach davon, dass „Schulen auch Schmelztiegel“ sind, in denen kultureller Austausch „so positive Wirkung“ entfaltet, „wie kein Lehrplan, das auffangen kann“. Sie hob hervor, dass Kultur und Bildung die Fähigkeit besitzen, „Brücken zu bauen“, selbst wenn sprachliche Verständigung zunächst nicht möglich ist. Frau Kaminski betonte die „Unabhängigkeit“ der AKBP als „Wesensmerkmal“, um im kulturellen Austausch zu bleiben und „Gesprächskanäle offen[zu]halten“, auch wenn sich die politische Debatte in anderen Ländern verschärft.

Auf den Haushalt 2025 folgt bald der Haushalt 2026

​Eigentlich hätte der Bundesetat für 2025 viel früher fertig sein sollen, noch bevor das Jahr begonnen hat. Doch im vergangenen November 2024 zerbrach die Ampelkoalition im Streit um die Finanzen. Dadurch wurde die vorgezogene Bundestagswahl im Februar nötig und die Ministerien arbeiteten bislang mit einer vorläufigen Haushaltsführung.

Der jetzt beschlossene Haushalt 2025 gibt nur Planungssicherheit bis zum Jahresende. Die Beratungen für den Haushalt 2026 laufen aktuell. Es ist geplant, dass der Etat für das kommende Jahr, also der Bundeshaushalt für 2026, noch vor Weihnachten final ist.

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