Im Bild von links: WDA-Vorstandsmitglied Walter Brand, stv. WDA-Vorstandsvorsitzender Ludwig Johannsen, Ratsvorsitzender Hartmut Koschyk, WDA-Vorstandsmitglied Ann Katrin Petersen Ramírez, WDA-Vorstandsvorsitzende Heilke Daun, WDA-Geschäftsführer Thilo Klingebiel, Hauptgeschäftsführer Dr. Marco JustQuiles, WDA-Vorstandsmitglied David Nescholta. Foto WDA.
Deutsche Auslandsschulen sind wichtige Anlaufstellen
Im Zentrum des Gesprächs am 24. September 2025 standen die Schnittmengen und Kooperationspotenziale zwischen beiden Organisationen. Hartmut Koschyk hob hervor, dass die durch den WDA vertretenen freien, gemeinnützigen Schulträger der Deutschen Auslandsschulen nicht nur hervorragende Bildungsarbeit an den Schulen fördern, sondern die Deutschen Auslandsschulen zugleich wichtige Anlaufstellen für Mitglieder deutschsprachiger Gemeinschaften weltweit darstellen. „Das weltweite Netzwerk der Deutschen Auslandsschulen überschneidet sich in vielen Regionen mit den Tätigkeitsfeldern der Stiftung Verbundenheit. Der WDA als Interessenvertreter der freien, gemeinnützigen Schulträger der Deutschen Auslandsschulen ist daher ein natürlicher Partner, mit dem wir unsere Zusammenarbeit künftig weiter ausbauen möchten“, so Koschyk.
Auch WDA-Vorstandsvorsitzende Heilke Daun betonte die Chancen einer engeren Kooperation: „Die Aktivitäten und das Netzwerk der Stiftung Verbundenheit mit deutschsprachigen Kulturvereinen sind eine wertvolle Ergänzung zu den Strukturen der Deutschen Auslandsschulen. Häufig engagieren sich dieselben Akteure in beiden Bereichen, viele Schulen sind sogar aus Vereinsinitiativen hervorgegangen.“ Die Vorstandsmitglieder berichteten zudem von engen Verflechtungen zwischen Schulen und Vereinen in Ländern wie Chile, Peru, Namibia oder den USA.
Deutsche Auslandsschulen stärken den interkulturellen Austausch. Die Mehrzahl der Schulen sind „Begegnungsschulen“. Dort lernen Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen gemeinsam. Die Schulen vermitteln und leben Weltoffenheit und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung.
Nachhaltige Partnerschaften in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft
Im Gespräch wurde deutlich: Beide Institutionen verfolgen ähnliche Ziele und ergänzen sich in ihrem Wirken. Während die Deutschen Auslandsschulen als anerkannte Bildungseinrichtungen insbesondere Familien und junge Menschen ansprechen und so zentrale Orte der Sprachvermittlung, Begegnung und interkulturellen Verständigung darstellen, arbeitet die Stiftung Verbundenheit stärker mit Vereinen, Organisationen und Minderheitenstrukturen, die tief in den jeweiligen Gesellschaften verankert sind. Gemeinsam tragen sie dazu bei, Deutschland weltweit als glaubwürdigen Partner sichtbar zu machen und demokratische Grundwerte, soziale Marktwirtschaft sowie kulturelle Vielfalt zu fördern. Deutsche Auslandsschulen sind häufig Kristallisationspunkte für Bildungsnetzwerke und internationale Kooperation, während die Stiftung Verbundenheit durch ihre Arbeit in der Bürgerdiplomatie und der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik neue Zielgruppen erreicht und Brücken zu zivilgesellschaftlichen Initiativen schlägt. Für im Ausland lebende Deutsche sind die Deutschen Auslandsschulen oft nicht nur die erste Adresse für die Ausbildung ihrer Kinder. Die Schulen bieten auch einen Ort der Gemeinschaft, um die eigenen kulturellen Wurzeln zu pflegen. Sie ermöglichen es Deutschen im Ausland, eine Bindung an Deutschland beizubehalten und eine deutsche Identität zu wahren. Die Schulen schaffen zudem Netzwerke, die schnellen Anschluss gewährleisten.
Gemeinsam können sie nachhaltige Partnerschaften in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft unterstützen und damit auch das Vertrauen in die Rolle Deutschlands in einer zunehmend multipolaren Welt stärken.
Synergien künftig noch stärker bündeln und wirksam machen
Vor dem Hintergrund der aktuellen Mittelkürzungen im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik wollen beide Partner Synergien künftig noch stärker bündeln und wirksam machen. Dazu soll in Kürze ein gemeinsames Konzept für eine strategische Zusammenarbeit erarbeitet werden. Bereits im Vorfeld hatten WDA-Geschäftsführer Thilo Klingebiel und Stiftungshauptgeschäftsführer Dr. Marco Just Quiles mehrfach Gespräche geführt und u. a. an der Jahreskonferenz der German Language School Conference (GLSC) in New York teilgenommen – einem wichtigen Partner im Netzwerk des WDA und zugleich enger Kooperationspartner der Stiftung Verbundenheit.
Der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) vertritt die Interessen der freien, gemeinnützigen Schulträger der Deutschen Auslandsschulen gegenüber Politik und Öffentlichkeit, vernetzt Expertinnen und Experten durch regelmäßige Veranstaltungen in einem globalen Netzwerk und unterstützt die Schulen mit exklusiven Dienstleistungen.
Die Stiftung Verbundenheit ist als Kompetenzzentrum und Mittlerorganisation im Auftrag des Bundesministeriums des Innern tätig. Sie fördert ein weltweites Netzwerk zur Stärkung deutscher Minderheiten, deutschsprachiger Gemeinschaften und an Deutschland interessierter Personen.
Die Stiftung Verbundenheit freut sich auf die intensivere Zusammenarbeit mit dem WDA, um sowohl das Auslandsschulwesen als auch die deutschsprachigen Gemeinschaften weltweit nachhaltig zu stärken.
Quelle: Pressemeldung der Stiftung Verbundenheit: https://www.stiftung-verbundenheit.de/blog/stiftung-verbundenheit-und-der-weltverband-deutscher-auslandsschulen-intensivieren-ihre-zusammenarbeit