Netzwerken für internationale Bildungspolitik

Europäische Bewegung Deutschland (EBD) und Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) starten gemeinsame Arbeit mit einem Treffen im EBD-Generalsekretariat in Berlin.

Am 30. August waren Dr. Peter Fornell, WDA-Vorsitzender, und Thilo Klingebiel, WDA-Geschäftsführer, zu Gast im Generalsekretariat der EBD und trafen dort den EBD-Generalsekretär, Bernd Hüttemann, den EBD-Schatzmeister und Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement, Peter Hahn sowie Frau Laura Milchmeyer, politische Referentin des Generalsekretärs.

Nach dem Beitritt des WDA in die EBD im Mai 2019 vertieften beide Organisationen mit dem Treffen ihre Partnerschaft. Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit beim 66. Europäischen Wettbewerb wurden weitere Schritte des nächsten Europäischen Wettbewerbs besprochen, der auch für Deutsche Auslandsschulen gerade wieder gestartet wurde. Darüber hinaus wurden Anknüpfungspunkte für die gemeinsame politische Arbeit besprochen, wie die in Diskussion befindliche Weiterentwicklung des Programms Erasmus+. Schließlich diente das Treffen dazu, die Zusammenarbeit sowie die Schnittmengen mit den 245 Mitgliedsorganisationen der EBD zu entwickeln.

Die EBD ist das größte Netzwerk für Europapolitik in Deutschland. Es wurde 1949 gegründet und hat derzeit 245 Mitgliedsorganisationen aus Gesellschaft und Wirtschaft. Durch die Mitgliedschaft kann der WDA aktiv im Bereich Bildungspolitik der Europäischen Bewegung Deutschland mitarbeiten und beispielsweise Stellungnahmen zum jährlichen Forderungspapier zur Europapolitik abgegeben. Dies ermöglicht eine bessere Interessenvertretung der Deutschen Auslandsschulen in Europa. Deutsche Auslandsschulen sind in Europa traditionell stark vertreten. Von den 150 Mitgliedsschulen und -organisationen des WDA haben 49 ihren Sitz in Europa (Stand: Mai 2019). Der WDA ist ein weltweites Netzwerk, so dass über den Austausch mit allen Mitgliedsschulen der Prozess der Interessenvertretung in der Europapolitik gewahrt bleibt.

Außerdem erhält der WDA durch die Mitgliedschaft Zugang zum Netzwerk der Europäischen Bewegung Deutschland, das aus Stiftungen, Unternehmen, politischen Akteuren und anderen Verbänden besteht. Der WDA verspricht sich einen intensiveren Austausch mit ihnen zu europäischen Bildungsfragen und deren Zusammenhänge mit weltweiten Bildungsfragen.

Beide Organisationen setzen sich dafür ein, Rechtstaatlichkeit, Demokratie sowie Menschen- und Bürgerrechte in den EU-Mitgliedstaaten und darüber hinaus zu fördern. Dazu unterhalten beide Verbände auch enge Beziehungen zum Auswärtigen Amt.

Bereits seit 2017 besteht eine Kooperation der beiden Organisationen beim „Europäischen Wettbewerb“ der EBD, dem ältesten Schulwettbewerb Deutschlands. Im März 2019 nahm der damalige WDA-Vorsitzende Detlef Ernst auch erstmals an der Jurysitzung zu den Arbeiten der Deutschen Auslandsschulen teil. Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung der europäischen Integration in der jungen Generation. Dazu sind Schülerinnen und Schüler aufgerufen, sich mit den jährlich wechselnden Wettbewerbsthemen in einem Format ihrer Wahl auseinanderzusetzen. Ob Bildbeiträge, Videoclips, Texte oder Streitgespräche, Essays oder Multimediapräsentation: der Fantasie und Kreativität der jungen Leute sind kaum Grenzen gesetzt. Die Deutschen Auslandsschulen konnten bereits einige der begehrten Bundespreise, also der finalen Preisrunde des Wettbewerbs, gewinnen.

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