09.04.2020

Runder Tisch GIB: Abschluss sichern

Am 08.04.2020 tagte der vom WDA initiierte Runde Tisch GIB unter Beteiligung von IBO, KMK, ZfA und WDA per Webkonferenz. Der WDA setzt sich dafür ein, dass die GIB-Absolventen nicht benachteiligt werden.

Der Runde Tisch GIB bot die Möglichkeit die Wahrnehmung zur aktuellen Situation beim GIB-Abschluss der Deutschen Auslandsschulen auszutauschen. Dabei unterstrich Nicholas Röhm, Sprecher der GIB-Schulen im WDA-Vorstand, dass die Absolventen einen klaren Abschlusstermin erhalten müssen und beim Hochschulzugang in Deutschland nicht benachteiligt werden dürfen.

Frau Fox (IBO) informierte für die IBO über den aktuellen Stand. Die KMK hat der IBO zeitnah nach der Information über die Absage der IB-Prüfungen einen Fragenkatalog zugesendet. Frau Fox unterstrich, dass die IBO sich der Situation der GIB-Schulen bewusst sei und der Fragenkatalog aktuell bearbeitet würde. Die Zusammenstellung der von der KMK gewünschten Informationen wird derzeit von verschiedenen Abteilungen der IBO koordiniert, da die IBO sich bewusst ist, dass Klarheit und Transparenz zur Meisterung der Herausforderungen, die covid-19 uns allen stellt, entscheidend ist. Sie stellte in Aussicht, dass die IBO die Antworten auf die offenen Fragen Ende nächster Woche an die KMK senden wird.

Die KMK wies daraufhin, dass die Beantwortung der Fragen für die offenen Punkte bei der Anerkennung und entsprechende Beschlüsse notwendig sei. Das Ziel der KMK sei eine möglichst baldige zufriedenstellende Lösung. Diese könne nach Erhalt der Antworten der IBO schnell getroffen werden, wenn der Sachverhalt transparent geklärt sei.

Alle Partner waren sich darin einig, dass die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt der Anstrengungen stehen müssen. Die Vertreterinnen und Vertreter von IBO und KMK betonten, dass dies gerade auch auf höchster Führungsebene der Fall wäre. Sowohl IBO als auch KMK arbeiten im Moment mit Hochdruck an der Klärung des Sachverhaltes.

Alle Partner haben schließlich eine transparente Kommunikation als notwendig unterstrichen und in diesem Sinne die weitere Kommunikation vereinbart. Der WDA hatte im Vorfeld die Fragen der Mitgliedsschulen gesammelt und hat diese nun anonymisierter Form an die IBO weitergeleitet, damit diese bei der Erarbeitung einer Lösung berücksichtigt werden können. Der nächste Meilenstein ist nun Ende nächster Woche.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Runden Tisch GIB


• Katrin Fox, IBO, Beauftrage für das GIB
• Antje Zühlke, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Vorsitzende des Beirates der ZAB zum IB, Berichterstatterin der KMK für das IB
• Elisabeth Sonnenschein, KMK, Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB), stellv. Abteilungsleitung
• Renate Kröger-Stephan, KMK, ZAB; u.a. für IB zuständig
• Burghard Ahnfeldt, KMK, Referat Auslandschulwesen, Referatsleiter
• Yvonne Büscher, KMK, Referat Auslandschulwesen, stellv. Referatsleiterin
• Andrea Schwermer, KMK, Referat Schulen, stellv. Referatsleiterin-Sekretariat, Anerkennung IB
• Dorothée Bauni, KMK, Ländervorsitzende des BLASchA
• Eva Bettina Kohler, stellv. Referatsleitung Auslandsschulen im Auswärtigen Amt (in Vertretung von Herrn Kemmerling
• Oliver Claß, GIB-Beauftragter der ZfA

Der WDA wurde von Nicholas Röhm, Sprecher der GIB-Schulen im WDA-Vorstand und Thilo Klingebiel, WDA-Geschäftsführer vertreten.

WDA-Positionspapier stellt Notwendigkeit zur Klärung heraus

In seinem am 07.04.2020 veröffentlichten Positionspapier zur Corona-Krise hebt der WDA die besondere Betroffenheit der Absolventinnen und Absolventen der GIB-Schulen durch die Absage der Abschlussprüfung durch die IBO hervor. Dieser muss durch eine gerechte Regelung entgegengewirkt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Absolventen einen klaren Abschlusstermin erhalten und beim Hochschulzugang in Deutschland nicht benachteiligt werden. Hier ist dringend eine Klärung zwischen IBO und KMK notwendig. Eine besondere Schwierigkeit für die GIB-Absolventen ist ferner, dass die Studienkollegs in Deutschland momentan geschlossen sind. Vor diesem Hintergrund ist jetzt und in der weiteren Entwicklung zu berücksichtigen, dass damit der Weg nach Deutschland zusätzlich versperrt ist bzw. wäre. Insgesamt ist hier zu beachten, dass das Wertangebot an Schüler und Eltern erhalten bleibt.