22.06.2018

"Ein großes Familientreffen": Eindrücke, Daten, Stimmen zum Weltkongress Deutscher Auslandsschulen 2018

Vom 6. bis 9. Juni 2018 tagte der Weltkongress Deutscher Auslandsschulen in Berlin. Nach Mexiko-Stadt, Kapstadt, Shanghai und Berlin veranstalteten das Auswärtige Amt, der Weltverband Deutscher Auslandsschulen e.V. (WDA) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) das Spitzentreffen der Deutschen Auslandsschulen zum zweiten Mal in Deutschland.

Mexiko-Stadt 2002, Kapstadt 2006, Shanghai 2010, Berlin 2014 - das waren die bisherigen Stationen des Weltkongresses Deutscher Auslandsschulen. 2018 veranstalten das Auswärtige Amt, der Weltverband Deutscher Auslandsschulen e.V. (WDA) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) das Spitzentreffen der Deutschen Auslandsschulen zum zweiten Mal in Deutschland. Insgesamt war es der fünfte Weltkongress Deutscher Auslandsschulen.

Teilnehmer aus der ganzen Welt - erstmals auch Alumni

Mehr als 500 Teilnehmende aus dem Netzwerk der Auslandsschulen kamen zu dem Spitzentreffen in die deutsche Hauptstadt: Schulvorstände, Schulleitungen und Verwaltungsleitungen der 141 Deutschen Auslandsschulen, Vertreter der Deutsch-Profil-Schulen sowie Fachberater, die die rund 1.100 Sprachdiplomschulen (DSD-Schulen) betreuen. Weitere Gäste kamen aus der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, den Kultusministerien der Länder sowie aus Wirtschaft, Wissenschaft und Hochschulen. Zum ersten Mal waren zum Weltkongress auch zahlreiche Alumni der verschiedenen Schulen eingeladen. An der festlichen Eröffnung des Weltkongresses und der Jubiläumsfeier "10 Jahre PASCH" nahmen mehr als 830 Gäste teil. Außenminister Heiko Maas eröffnete die Veranstaltung.

"Wir wollen auf die tolle Arbeit der Auslandsschulen aufmerksam machen"

„Für mich ist das inzwischen wie ein großes Familientreffen", sagt Almut Hennings, Schulleiterin der Deutschen Botschaftsschule Peking. "Man trifft aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen Menschen, die mit dem Auslandsschulwesen verbunden sind und tauscht sich aus." Hennings, die dem Vorstand des Direktorenbeirats der Schulleiter im Ausland angehört, hält es zugleich für besonders wichtig, sich auch außerhalb des Netzwerks zu positionieren: "Mit dem Weltkongress wollen wir auch in der breiteren Öffentlichkeit und in der Politik auf die Auslandsschulen und ihre tolle Arbeit aufmerksam machen."

Medien berichten über Weltkongress und Arbeit der Auslandsschulen

Auswärtiges Amt, Weltverband und Zentralstelle machten im Vorfeld und während des Weltkongresses gemeinsame Medienarbeit. Radio, Fernsehen, Zeitungen und Online-Medien griffen das Thema auf - von kurzen Meldungen und Fotos, insbesondere vom Auftritt des Außenministers, bis hin zu hintergründigen Berichten über den Kongress und die Arbeit der Deutschen Auslandsschulen. Hier finden Sie eine Auswahl an Links zu online verfügbaren Medienberichten.

Politik sagt Auslandsschulen Unterstützung zu

Die Podiumsdiskussionen beim Weltkongress waren prominent besetzt: Mitglieder des Bundestagsunterausschusses Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik diskutierten mit Bildungsexperten, Schulleitern, WDA-Vorständen und der ZfA-Leitung darüber, wie die Auslandsschulen zu stärken sind. Die Gäste aus der Politik sicherten den Auslandsschulen beim Weltkongress ihre Unterstützung zu. Impulse und aktuelle Zahlen für den Austausch mit Politik und Öffentlichkeit bot beim Weltkongress eine neue Studie des WifOR-Instituts im Auftrag des Weltverbands. Die Untersuchung analysiert die weltweite Wertschöpfung der Deutschen Auslandsschulen und quantifiziert die gesellschaftlichen Wertbeiträge, die in der Vorgängerstudie 2014 identifiziert worden waren. Sie schafft die Grundlage, um ein langfristiges Bildungsmonitoring der Deutschen Auslandsschulen aufzubauen, das sich auch in innerdeutsche Bildungsuntersuchungen integrieren ließe.

Netzwerk stärken, Partnerschaft ausbauen

"Es ist ein Austausch vieler Kulturen, immer wieder inspirierend, immer bereichernd - man lernt so vieles, was überall auf der Welt möglich ist", beschrieb die Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt den Weltkongress Deutscher Auslandsschulen. Ziel des alle vier Jahre stattfindenden Weltkongresses ist es, das Netzwerk der Auslandsschulen zu stärken, das Potenzial des Auslandsschulwesens sichtbar zu machen und seine Qualität zu sichern. Insbesondere wollen die Veranstalter den öffentlich-privaten Ansatz der Deutschen Auslandsschulen verdeutlichen, bei dem fördernde Stellen und freie Schulträger zusammenarbeiten. Zugleich geht es darum, die erfolgreiche Partnerschaft zwischen Auswärtigem Amt, WDA und ZfA weiter auszubauen. Die am Gemeinwohl orientierte öffentlich-private Partnerschaft der Deutschen Auslandsschulen sei etwas Besonderes, betonte die Parlamentarierin Schmidt: "Private Partner und der deutsche Staat arbeiten zusammen mit dem Ziel, das Interesse an der deutschen Sprache und Kultur zu wecken. Zugleich bringen die Partner Werte wie Demokratie, Meinungsfreiheit, Gleichstellung und, verstärkt in den letzten Jahren, den Inklusionsgedanken ein."

Vielfältiges Programm, spannende Orte

Beim Weltkongress Deutscher Auslandsschulen erwarteten die Teilnehmer Beiträge und Foren zur Zukunft der Bildung, Arbeiten in regionalen Netzwerken, politische Podien zur Bedeutung der Auslandsschulen und ein breit gefächertes Workshop-Angebot. Der Weltkongress Deutscher Auslandsschulen fand an verschiedenen spannenden Orten in Berlin statt: das Vorprogramm und der Workshop-Tag in der ZfA-Niederlassung in Berlin-Mitte, die Eröffnung des Weltkongresses und der Festakt zum zehnjährigen Jubiläum von PASCH im WECC am Berliner Westhafen, das Hauptprogramm in der Urania in Berlin-Schöneberg. Im Rahmen des Weltkongresses führte der WDA 2018 auch die jährliche Mitgliederversammlung durch.

Feiern und Jubiläumsveranstaltungen

Anlässlich des  Weltkongresses 2018 feierten die Veranstalter und Teilnehmer gemeinsam mehrere Jubiläen: Die deutsche Auslandsschulförderung besteht seit 140 Jahren, seit 50 Jahren be­treut die ZfA im Auf­trag des Aus­wär­ti­gen Amts das Aus­lands­schul­we­sen, vor 15 Jahren wurde der WDA als Vertreter der freien Schulträger gegründet, vor zehn Jahren die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) ins Leben gerufen.

 
 
 
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