Gespräch mit Hartmut Koschyk (links) und Information zum WDA und den Deutschen Auslandsschulen von Walter Brand (Mitte) und Thilo Klingebiel (rechts). Foto: Stiftung Verbundenheit / Lukas Baumgärtl.
Im Mittelpunkt des wertschätzenden und herzlichen Austauschs standen die Vorstellung der Themenfelder des WDA sowie konkrete Möglichkeiten für eine nachhaltige Zusammenarbeit mit der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland. Zuletzt hatte der WDA die Stiftung Verbundenheit im Dezember 2025 in die WDA-Geschäftsstelle eingeladen.
Der WDA stellt seine Arbeit vor
Für den WDA präsentierten Vorstandsmitglied Walter Brand und Geschäftsführer Thilo Klingebiel die Aufgaben und Wirkungsfelder des Verbands, darunter die Interessenvertretung der freien, gemeinnützigen Schulträger der Deutschen Auslandsschulen gegenüber der deutschen Politik und der Öffentlichkeit, regelmäßige Veranstaltungen und exklusive Dienstleistungen.
Deutsche Auslandsschulen bieten ganzheitliche Bildung, vom Kindergarten bis zum Abitur und weiteren Abschlüssen, unterstrichen sie. Die Deutschen Auslandsschulen vermitteln nicht nur die deutsche Sprache und Kultur. Sie bieten auch hochwertige Bildung und verbinden Menschen und Länder miteinander, etwa auch im Kontext der Fachkräfte.
Die Bedeutung des weltweiten Netzwerks der Deutschen Auslandsschulen und des WDA als Interessenvertretung wurde von den anwesenden Gästen bekräftigt.
Gemeinsame Ziele und Synergien
Während des Austauschs mit den Mitgliedern der Stiftungsgremien und der internationalen Delegation deutschsprachiger Gemeinschaften wurde deutlich: Der WDA und die Stiftung Verbundenheit verfolgen viele gemeinsame Ziele.
Die Stiftung Verbundenheit engagiert sich weltweit für die deutsche Sprache, Kultur und das Brauchtum. Die Deutschen Auslandsschulen ergänzen dieses Engagement mit deutscher Bildung und langjähriger Erfahrung im internationalen Schulbereich. Viele Teilnehmende betonten, dass beide Organisationen ihre Stärken gut miteinander verbinden können.
Kooperation mit großem Potenzial
Hartmut Koschyk stellte die Idee einer zukünftigen Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Verbundenheit und dem WDA vor.
In der offenen Diskussion tauschten sich die Teilnehmenden über Erwartungen und Perspektiven aus. Im Mittelpunkt standen die Förderung der deutschen Sprache, gemeinsame Bildungs- und Kulturprojekte sowie die stärkere Vernetzung deutschsprachiger Gemeinschaften und Deutscher Auslandsschulen.
Auch bestehende Aktivitäten bieten gute Anknüpfungspunkte. So engagiert sich die Stiftung Verbundenheit in verschiedenen Ländern, in denen ebenfalls eine Deutsche Auslandsschule aktiv ist. Solche Überschneidungen schaffen gute Voraussetzungen für gemeinsame Projekte und einen regelmäßigen fachlichen Austausch.
Kontakte für die internationale Bildungsarbeit
Gespräche am Rande der Veranstaltung brachten neue Ideen hervor, wie mit dem ehemaligen FDP-Politiker und Kuratoriumsmitglied des Stiftung Verbundenheit, Thomas Hacker, mit dem der WDA zuvor bereits zu den Deutschen Auslandsschulen in Austausch stand.
Die Freie Universität Bozen zeigte Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem WDA, zum Beispiel bei Masterarbeiten zu Themen der Deutschen Auslandsschulen.
Der Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern deutschsprachiger Gemeinschaften wie aus Argentinien, Chile, Bolivien, Venezuela, den USA, Südafrika und Israel zeigte außerdem, wie wichtig internationale Netzwerke für die Förderung der deutschen Sprache, Kultur und Bildung sind.
Ausblick
Das Treffen im Deutschen Bundestag hat erneut gezeigt, dass der WDA und die Stiftung Verbundenheit gemeinsame Interessen und Ziele verbinden. Beide Organisationen planen ihre Zusammenarbeit weiter auszubauen und prüfen, ihre Kompetenzen für neue Projekte zukünftig formell durch einen Kooperationsvertrag zu bündeln. Gemeinsam können die Deutschen Auslandsschulen und ihre Partner noch mehr Menschen erreichen und das internationale Netzwerk deutscher Bildung weiter stärken.
Die Stiftung Verbundenheit ist als Kompetenzzentrum und Mittlerorganisation in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik tätig und wird vom Bundesinnenministerium gefördert. Sie fördert ein weltweites Netzwerk zur Stärkung deutscher Minderheiten, deutschsprachiger Gemeinschaften und an Deutschland interessierter Personen.
Der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) vertritt die Interessen der freien, gemeinnützigen Schulträger der Deutschen Auslandsschulen gegenüber Politik und Öffentlichkeit, vernetzt Expertinnen und Experten durch regelmäßige Veranstaltungen in einem globalen Netzwerk und unterstützt die Schulen mit exklusiven Dienstleistungen.
Der WDA bedankt sich für die Einladung zu dem Gespräch und den Austausch, besonders bei dem Ratsvorsitzenden der Stiftung Verbundenheit, Hartmut Koschyk, sowie Hauptgeschäftsführer Dr. Marco Just Quiles.
Vom 8. bis 11. Juni 2026 kamen die Mitglieder von Stiftungsrat, Stiftungsvorstand, Kuratorium und Fachbeiräten der Stiftung Verbundenheit in Berlin zusammen, um über zentrale Zukunftsfragen deutscher Minderheiten und deutschsprachiger Gemeinschaften weltweit zu beraten.
Weitere Informationen
Stiftung Verbundenheit und der Weltverband Deutscher Auslandsschulen tauschen sich aus
Webseite der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland
Pressemeldung der Stiftung Verbundenheit zum Austausch mit dem WDA im Dezember 2025
