Auslandsschulkompass
14.10.2025
WDA-Umfrage: über 40 % der befragten Auslandsschulen in schlechter wirtschaftlicher LageInhalte dieser Seite
Auslandsschulkompass
Schlüsselfakten
Quelle: ZfA, eigene Erhebung
Schlüsselfakten
Quelle: ZfA, eigene Erhebung
Schlüsselfakten
Quelle: ZfA, eigene Erhebung
Schlüsselfakten
Quelle: ZfA, eigene Erhebung
Abschlüsse im Überblick
An den deutschen Auslandsschulen werden je nach Standort unterschiedliche Abschlüsse vergeben:
Das GIB ist ein international anerkannter Schulabschluss mit weltweit einheitlichen Lehrplänen und Prüfungen. In den Klassen 11 und 12 müssen von sechs Fächern folgende Inhalte in deutscher Sprache unterrichtet werden: Deutsch, Geschichte und mindestens Biologie oder Chemie. Zusätzlich verpflichtend sind eine weitere Sprache und Mathematik. Das sechste Fach können die Schülerinnen und Schüler frei wählen.
Zu den sechs traditionellen Fächern kommen noch drei Aktivitäten zum Programm: ToK (theory of knowledge), CAS (creativity, activity, service) und die Erstellung einer Monografie. Ziel des Faches TOK, das auf einem interdisziplinären Ansatz beruht, ist es, tieferes Verständnis davon zu entwickeln, durch welche unterschiedlichen Methoden und Perspektiven „Wissen“ generiert wird. Insbesondere auch kritisches Denken soll dadurch gefördert werden. Das Fach CAS zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler zu einer kreativen, aktiven und sozialen Lebensweise anzuleiten. Sie sollen sich selbstständig in verschiedenen Projekten für die Gemeinschaft engagieren. Die entsprechenden Aktivitäten werden von den Schülerinnen und Schülern selbstständig geplant und durchgeführt. Ein eigens geschulter „CAS-Coordinator“ betreut sie dabei.
Der kostenpflichtige Abschluss der IB Organization berechtigt zum Studium an einer deutschen Hochschule und Hochschulen weltweit.
Als ersten allgemeinbildenden Schulabschluss können Schüler den Hauptschulabschluss erwerben. Je nach Leistung ist auch der Übergang in den Bildungsgang Realschule möglich. Hier ist der angestrebte Abschluss der mittlere Schulabschluss. Liegt ein bestimmter Notendurchschnitt im Abschlusszeugnis vor, kann die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe besucht werden. Gymnasiasten erwerben am Ende dieser Phase die Berechtigung zum Übergang in die Qualifikationsphase (mit dem Ziel Allgemeine Hochschulreife) sowie den mittleren Schulabschluss.
Diese Abschlüsse dienen je nach Sitzland neben der Hochschulzugangsberechtigung für die nationalen Universitäten auch als Hochschulzugangsberechtigung für Deutschland. Für ein Studium in Deutschland ist zusätzlich der Nachweis deutscher Sprachkenntnisse (DSD Ⅱ) erforderlich, für ein Studium im Sitzland muss ggf. je nach Landesregierung eine Hochschulzulassungsprüfung abgelegt werden.
Bei dieser beruflichen Ausbildung an einer klassischen kaufmännischen Berufsschule (Teilzeitschule) wird Praxiserfahrung im Betrieb gesammelt und die Theorie in der Schule vermittelt. Der Unterricht in der Schule findet auf Deutsch, die Ausbildung in Unternehmen in der jeweiligen Landessprache statt. Diese Ausbildung ist an den Schulen in Alexandria, Brüssel, Buenos Aires, Bogota, Guatemala, Hong Kong, La Paz, Lima, Quito, Santiago, Sao Paulo, Barcelona und Madrid möglich.
Das IB ist ein internationaler Schulabschluss, der in vielen Ländern als Berechtigung zum Studium dient – u. a. auch in Deutschland, sofern ein bestimmtes Qualifikationsniveau vorhanden ist. Die Prüfungen werden zentral für alle IB-Schüler auf der Welt durchgeführt. Das IB zeichnet sich durch ein hohes Maß an Internationalität schon in der schulischen Ausbildung aus. An zahlreichen Deutschen Auslandsschulen ist es möglich, das Gemischtsprachige International Baccalaureate (GIB) zu erwerben. Der kostenpflichtige Abschluss wird von der in der Schweiz ansässigen gemeinnützigen International Baccalaureate-Stiftung (IBO) vergeben.
WErtschöpfung der DEutschen Auslandsschulen
Ehrenamtliche Vorstände gründen und führen die Schulen, Bund und Länder fördern sie. Die öffentlich-private Partnerschaft ermöglicht durch relativ geringe staatliche Investitionen maximalen und nachhaltigen Effekt
Eigeneinnahmen der gemeinnützigen Schulträger
Quelle: WiFOR, 2018; Erhebungsjahr 2017
Ökonomischer Impact
Studien über die Deutschen Auslandsschulen
Public Value Studie (2014): Ermittlung der Wertbeiträge
In der ersten Studie zum Public Value der Deutschen Auslandsschulen (2014) identifizierte die Universität St. Gallen die zentralen Wertbeiträge der Deutschen Auslandsschulen; die Siemens Stiftung unterstützte das Projekt.
“Deutsche Schulen, globale Bildung”: Triple Win Studie (2017)
In seiner Studie zum Triple Win in der Fachkräftemigration (2017) untersuchte der WDA, welchen Beitrag die Deutschen Auslandsschulen zu einer fairen qualifizierten Zuwanderung leisten.
Public Value Studie (2018): Quantifizierung der Public Values
In der Studie zur Quantifizierung des Wertbeitrags Deutscher Auslandsschulen (2018) analysierte das Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR die Wertbeiträge der Deutschen Auslandsschulen, um sie mit Kennzahlen zu belegen.
Studie zu Organisationsformen Deutscher Auslandsschulen (2018)
Deutsche Auslandsschulen sind zu vielfältig und individuell, als dass es nur die eine, richtige Organisationsform gibt. Vielmehr gilt es, alle wichtige Dinge klar zu regeln. Das zeigt eine explorative Studie des Verbandsmanagement Instituts der Universität Fribourg.
Studie „Digitalisierung an den Deutschen Auslandsschulen“ (2022)
Deutsche Auslandsschulen haben eine klare Vision für die Zukunft der digitalen Transformation haben. Die Deutschen Auslandsschulen sind im Durchschnitt weiter als Schulen in Deutschland. Das ist ein Ergebnis der Studie von Bündnis für Bildung (BfB) und Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA).