73. Europäischer Wettbewerb: Jury bewertet Rekordbeteiligung der Deutschen Auslandsschulen

Am 20. Februar 2026 tagte die Jury für die Beiträge der Deutschen Auslandsschulen zum 73. Europäischen Wettbewerb in Berlin. Die Einreichung von Arbeiten der Deutschen Auslandsschulen ist längst fester Bestandteil des Wettbewerbs und erweitert ihn um den besonderen Blick junger Menschen außerhalb Deutschlands– in diesem Jahr erreichte dieses Engagement mit einer deutlich gestiegenen Zahl an Einsendungen einen neuen Höhepunkt. Die ehemalige WDA-Vorstandsvorsitzende Friederike Gribkowsky war in diesem Jahr wieder als Jurorin beim ältesten Schulwettbewerb Deutschlands dabei.

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​Erfahrene Jurorinnen und Juroren bewerten die Arbeiten der Deutschen Auslandsschulen. V.l.n.r.: Arkadiusz Dryja, Norbert Löhn, Mareen Hirschnitz, Friederike Gribkowsky, Clara Plonait und Kathleen Hörnke. Foto: © Europäische Bewegung Deutschland 2026

​​„Es war wieder super zu sehen, was junge Menschen alles zu Papier bringen, schriftlich oder künstlerisch. Die Deutschen Auslandsschulen stärken mit ihrer Teilnahme maßgeblich die internationale Perspektive des ältesten deutschen Schülerwettbewerbs“, sagte die ehemalige WDA-Vorsitzende Friederike Gribkowsky. Sie nahm wieder an der Vorjury für den WDA teil.

​Sie dankte allen Beteiligten für ihr Engagement, das jungen Menschen ermöglicht, sich intensiv mit europäischen Themen auseinanderzusetzen und die Vielfalt und Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit besser zu verstehen.

Deutliches Plus bei den Einsendungen

Insgesamt wurden 136 Arbeiten von 15 Deutschen Auslandsschulen eingereicht – überwiegend aus europäischen Ländern, aber auch von außereuropäischen Standorten. Im vergangenen Jahr waren es 54 Beiträge. Das entspricht einem Plus von 152 Prozent. ​Beiträgen, darunter Einsendungen aus Athen, Bratislava, Rom, Den Haag, Mailand, Helsinki, Thessaloniki und Tokyo Yokohama.

Diese beeindruckende Entwicklung ist nicht zuletzt Ausdruck der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Bewegung Deutschland e. V. und dem Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA). Die starke Beteiligung zeigt, wie wirksam diese Kooperation ist und wie groß das Interesse an europäischer Bildungsarbeit im Ausland ist.

Vorjury trifft erste Auswahl

Für die Deutschen Auslandsschulen wurde 2019 mit dem Format der „Vorjury“ eine eigene Struktur für den Europäischen Wettbewerb geschaffen. Dafür arbeiten die Geschäftsstelle des Europäischen Wettbewerbs und der Weltverband Deutscher Auslandsschulen zusammen. So wurde eine Lücke gegenüber den Schulen in der föderalen deutschen Bildungslandschaft geschlossen. In den Bundesländern gibt es schon länger vergleichbare Landesjurys, die jährlich tagen, eine Vorauswahl treffen und Landespreise vergeben, bevor anschließend die Bundesjury endgültig über die Preise entscheidet. Durch die „Vorjury” für die Deutschen Auslandsschulen ist der Wettbewerb zudem internationaler geworden.

​​Es bleibt spannend, welche Arbeiten sich bei der Bundesjury später durchsetzen werden.

Fachkundige Jury mit vielfältiger Expertise

Die Bewertung der eingereichten Arbeiten übernahm eine erfahrene und interdisziplinär besetzte Jury:

  • Arkadiusz Dryja, Lehrer an der Ernst-Habermann-Grundschule Berlin
  • Friederike Gribkowsky, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Schule Bukarest und ehemalige Vorstandsvorsitzende des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen
  • Norbert Löhn, Musik- und Kunstschule „J. A. P. Schulz“ in Schwedt/Oder
  • Mareen Hirschnitz, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
  • Kathleen Hörnke, Grafikerin und Künstlerin
  • Clara Plonait, studentische Mitarbeiterin im Europäischen Wettbewerb und ehemalige Teilnehmerin

Mit ihren unterschiedlichen fachlichen Hintergründen aus Schule, Kunst, Kommunikation und europäischer Bildungsarbeit würdigten die Jurymitglieder die große Bandbreite und Kreativität der Beiträge.

Kreative Perspektiven auf Europa

Ob Malerei, Collage, Textarbeit, Video- oder Medienprojekt – die eingereichten Arbeiten überzeugten durch Originalität, gestalterische Qualität und inhaltliche Tiefe. Viele Beiträge setzten sich differenziert mit aktuellen europäischen Themen auseinander und machten deutlich, wie Europa als Erfahrungs- und Zukunftsraum für junge Menschen weltweit präsent ist. Gleichzeitig zeigen die Arbeiten eindrucksvoll, dass der Europäische Wettbewerb über geografische Grenzen hinweg verbindet und Räume für Dialog, Reflexion und kreative Auseinandersetzung eröffnet.

Weiterleitung an die Bundesjury

​Die von der Vorjury ausgewählten Beiträge werden nun an die Bundesjury weitergeleitet, die entscheidet, welche Arbeiten auf Bundesebene ausgezeichnet werden. Die außergewöhnlich hohe Beteiligung in diesem Jahr sendet ein starkes Signal: Der Europäische Wettbewerb lebt von Vielfalt, und die Stimmen der Deutschen Auslandsschulen sind ein unverzichtbarer Teil dieses europäischen und vielfältigen Miteinanders, das Kreativität, Austausch und internationales Verständnis fördert.

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