Themendossier Lernen und Lehren

Hochwertige Bildung zählt zu den Kernwerten der Deutschen Auslandsschulen. Die Schulen stehen weltweit für eine fundierte Wissensvermittlung und exzellente pädagogische Betreuung.

Ihr Markenzeichen sind die international anerkannten deutschen Schulabschlüsse, wie das Abitur. Bund und Länder sorgen gemeinsam für einheitliche Qualitätsstandards, erfahrene Lehr-und Führungskräfte aus Deutschland gewährleisten ihre Einhaltung. Das ermöglicht Bildung „Made in Germany“ auf gleichbleibend hohem Niveau.

Wie viele Schülerinnen und Schüler lernen an Deutschen Auslandsschulen?

Rund 84.000 Schülerinnen und Schüler besuchen eine Deutsche Auslandsschule.

  • Im Durchschnitt kommen die Schüler an den Deutschen Auslandsschulen aus 13 verschiedenen Nationen.
  • Der Anteil der Schüler mit deutscher Staatsbürgerschaft liegt bei ca. 25 %.
  • Etwa 58 % des gesamten Unterrichts an Deutschen Auslandsschulen findet auf Deutsch statt.

Quelle: Studie „Weltweite Wertschöpfung“ des WDA und WifOR-Instituts (2018), S. 7

Wie viele Lehrkräfte aus Deutschland unterrichten an Deutschen Auslandsschulen?

Lehrerinnen und Lehrer aus Deutschland sind der Garant für den Unterricht nach deutschen Standards. Sie sind aber nicht nur Vertreter des deutschen Bildungssystems. Als Vertreter des Auslandsschulwesens vermitteln sie auch Sprache, Kultur und Werte ihres Heimatlands.

Rund 1.200 Lehrkräfte aus Deutschland unterrichten an Deutschen Auslandsschulen.

Welche Abschlüsse werden vergeben?

Deutsche Auslandsschulen bieten je nach Standort deutsche, nationale und internationale Schulabschlüsse an. Diese Abschlüsse ermöglichen den Schülerinnen und Schülern weltweit Zugang zu Hochschulen und Universitäten.

Im Schnitt erhalten rund 50 % der Absolventen eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung.

Quelle: Studie "Weltweite Wertschöpfung" des WDA und WifOR-Instituts (2018), S. 7

Abschlüsse im Überblick

An den deutschen Auslandsschulen werden je nach Standort unterschiedliche Abschlüsse vergeben:

Als ersten allgemeinbildenden Schulabschluss können Schüler den Hauptschulabschluss erwerben. Je nach Leistung ist auch der Übergang in den Bildungsgang Realschule möglich. Hier ist der angestrebte Abschluss der mittlere Schulabschluss. Liegt ein bestimmter Notendurchschnitt im Abschlusszeugnis vor, kann die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe besucht werden. Gymnasiasten erwerben am Ende dieser Phase die Berechtigung zum Übergang in die Qualifikationsphase (mit dem Ziel Allgemeine Hochschulreife) sowie den mittleren Schulabschluss.

Die Prüfung besteht aus einem schulischen und einem berufsbezogenen Teil und berechtigt zu einem Studium an einer Fachhochschule (manchmal auch zu einem Bachelorstudium an Universitäten). Der schulische Teil kann auf Antrag in den Anerkennungsstellen in den Ländern (Ausnahme Bayern und Sachsen) anerkannt werden.

Im Auslandsschulwesen gelten weltweit dieselben Standards für Unterricht und Abiturprüfungen am Ende der gymnasialen Oberstufe, betont die Kultusministerkonferenz. Grundlage dafür sind die Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe Ⅱ, die einheitlichen Prüfungsanforderungen für die Abiturprüfung und das 2010 in Kraft gesetzte Kerncurriculum für die gymnasiale Oberstufe der Deutschen Schulen im Ausland. Auf dieser Grundlage wird das Abitur im Ausland bisher als Reifeprüfung, Hochschulreifeprüfung oder Deutsche Internationale Abiturprüfung durchgeführt. Seit 2016/2017 richten sich laut Kultusministerkonferenz Unterricht und Prüfungen der gymnasialen Oberstufe an mehr als 90 Schulen im Ausland nach der einheitlichen Ordnung für das Deutsche Internationale Abitur (DIA). Die ersten Abiturprüfungen nach dieser Ordnung wurden 2018 bzw. 2018/2019 durchgeführt.

Das IB ist ein internationaler Schulabschluss, der in vielen Ländern als Berechtigung zum Studium dient – u. a. auch in Deutschland, sofern ein bestimmtes Qualifikationsniveau vorhanden ist. Die Prüfungen werden zentral für alle IB-Schüler auf der Welt durchgeführt. Das IB zeichnet sich durch ein hohes Maß an Internationalität schon in der schulischen Ausbildung aus. An zahlreichen Deutschen Auslandsschulen ist es möglich, das Gemischtsprachige International Baccalaureate (GIB) zu erwerben. Der kostenpflichtige Abschluss wird von der in der Schweiz ansässigen gemeinnützigen International Baccalaureate-Stiftung (IBO) vergeben.

Das GIB ist ein internationaler Schulabschluss mit weltweit gleichen Lehrplänen und Abschlussprüfungen. Deutsch, Biologie und Geschichte werden in der 11. und 12. Klasse auf Deutsch, andere Prüfungsfächer je nach Schule auf Englisch, Spanisch oder Französisch angeboten. Der kostenpflichtige Abschluss der IB Organization berechtigt zum Studium an einer deutschen Hochschule und Hochschulen weltweit. Das GIB wird mittlerweile an mehr als 30 Deutschen Auslandsschulen angeboten (davon 18 in Lateinamerika).

DSD Ⅰ (Sprachkenntnisse auf B1-Niveau) befähigt zur Aufnahme in ein Studienkolleg. Das DSD Ⅱ (Sprachkenntnisse auf B2/C1-Niveau) dient als sprachliche Zugangsberechtigung zum Hochschulstudium in Verbindung mit dem anerkannten Sekundarabschluss.

Diese Abschlüsse dienen je nach Sitzland neben der Hochschulzugangsberechtigung für die nationalen Universitäten auch als Hochschulzugangsberechtigung für Deutschland. Für ein Studium in Deutschland ist zusätzlich der Nachweis deutscher Sprachkenntnisse (DSD Ⅱ) erforderlich, für ein Studium im Sitzland muss ggf. je nach Landesregierung eine Hochschulzulassungsprüfung abgelegt werden.

Bei dieser beruflichen Ausbildung an einer klassischen kaufmännischen Berufsschule (Teilzeitschule) wird Praxiserfahrung im Betrieb gesammelt und die Theorie in der Schule vermittelt. Der Unterricht in der Schule findet auf Deutsch, die Ausbildung in Unternehmen in der jeweiligen Landessprache statt. Diese Ausbildung ist an den Schulen in Alexandria, Brüssel, Buenos Aires, Bogota, Guatemala, Hong Kong, La Paz, Lima, Quito, Santiago, Sao Paulo, Barcelona und Madrid möglich.

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