13.02.2019

Austausch mit ZfA-Leitung zum geplanten Qualitätsmanagement

Am 11. Februar 2019 traf der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) mit Vertretern der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) zusammen, um sich über den derzeitigen Stand des Qualitätsrahmens auszutauschen. Der WDA begrüßt grundsätzlich die Schaffung eines Qualitätsrahmens als wichtige Orientierung für die Deutschen Auslandsschulen. Am 23.01.2019 hatte der WDA in Bezug auf das geplante ganzheitliche Qualitätsmanagement der Deutschen Schulen im Ausland (AQM) eine Stellungnahme veröffentlicht. Mit dieser Stellungnahme veröffentlichte der WDA ein unabhängiges Rechtsgutachten, welches erstmalig den rechtlichen Maßstab für die Aufsicht und Förderung von Deutschen Auslandsschulen bewertet. Der WDA versteht dieses Gutachten als konstruktiven Beitrag zur Diskussion, der einen Bezugspunkt für den notwendigen, über die rechtlichen Fragen hinausgehenden sachlichen Austauschs aller Parteien schafft.

Dr. Peter Fornell (l.), stellv. Vorsitzender WDA, spricht mit Heike Toledo, Leiterin ZfA, und Peter Dicke, ständiger Vertreter der Abteilungsleitung anlässlich der Schulleitertagung 2019. (Foto: WDA e.V.)

Anlässlich des gerade erfolgten Treffens in Bonn wurde die ZfA durch Heike Toledo (Leiterin), Peter Dicke (ständige Vertretung der Abteilungsleitung), Dr. Bettina Fischer (Pädagogisches Qualitätsmanagement) und Wiebke Gröhn (Personalmanagement und Leitungsqualifizierung) vertreten. Den WDA vertraten Detlef Ernst, Vorstandsvorsitzender, Dr. Peter Fornell, stellv. Vorstandsvorsitzender und Thilo Klingebiel, Geschäftsführer.

Akzeptanz aller Stakeholder entscheidend

Im Rahmen des Treffens unterstrich der WDA, dass der rechtliche Maßstab und das Primat der Förderung der Eigenverantwortlichkeit einen Austausch der beteiligten Partner auf Augenhöhe erfordern. Im System der öffentlich-privaten Partnerschaft bei den Deutschen Auslandsschulen kann ein Qualitätsmanagementsystem nur dann erfolgreich sein, wenn es die vielfältigen Strukturen der Schulen berücksichtigt und von Schulträgern, Schulleitungen, Verwaltungsleitungen und fördernden Stellen gleichermaßen akzeptiert wird sowie ein offener Austausch darüber stattfindet. Schulleitungen und Verwaltungsleitungen müssen in den Prozess eingebunden werden. In einem modernen Managementsystem sind attraktive Bedingungen für deren Arbeit zu definieren, die für die Qualität der Deutschen Auslandsschulen unverzichtbar sind.

Gründlichkeit vor Schnelligkeit

Der WDA versteht die Herausgabe des Allgemeinen Qualitätsrahmens als eine Orientierung im Zusammenspiel zwischen Schulträger, Schulleitern und Verwaltungsleitern mit der ZfA im Zuge der Führung der Deutschen Auslandschulen. Im Gespräch betonte der WDA die zentrale Forderung seiner Stellungnahme, dass das Jahr 2019 für den Arbeitsprozess der Schulträger, Schulleitungen und Verwaltungsleitungen untereinander und mit den fördernden Stellen zum Qualitätsrahmen genutzt werden soll, um danach auf einer gemeinsamen Basis über Anpassungsmaßnahmen (z.B. bei der Governance und beim Schulleiterdienstvertrag) zu entscheiden. Dabei geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Der WDA steht im Austausch mit den Mitgliedern, allen Beiräten und den fördernden Stellen. Der WDA-Vorstand unterstrich ferner, dass die Implementierung des erweiterten Qualitätsrahmens grundsätzlich nur nach Zustimmung der Mehrheit der Schulträger erfolgt. Der Beschluss der WDA-Mitgliederversammlung ist zu respektieren.

Austausch mit allen Beteiligten

Der WDA lädt alle Beteiligten ein, den offenen Dialog über die Perspektiven auf diesen wichtigen Prozess zur Erhöhung der Qualität der Deutschen Auslandsschulen zu führen und steht im Kontakt mit den Schulträgern, Verwaltungsleitern und Direktoren. Die kommende Didacta und die WDA-Fachtagung mit dem Schwerpunkt „Kooperative Führung“ bietet hier die Möglichkeit zum Austausch.

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