15.01.2021

Gratulation an die neue KMK-Präsidentin Britta Ernst

Die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst folgt auf die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. Der WDA bedankt sich für die gute Kooperation im Corona-Jahr.

Britta Ernst (l.) ist  neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

Im Rahmen einer virtuellen Feierstunde in Potsdam hat gestern die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz (KMK) übernommen. Sie folgt im Amt auf die rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Dr. Stefanie Hubig.

Schwerpunkt Digitalisierung

Brandenburgs Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Britta Ernst, sagte anlässlich der Präsidentschaftsübergabe: „Ich bedanke mich bei meiner Vorgängerin, Stefanie Hubig, für ihre hervorragende Arbeit im herausfordernden Jahr 2020 und für die engagierte Amtsführung in der Corona-Krise. Die Pandemie bestimmt auch weiterhin unser Leben in Deutschland.“ In diesen bildungspolitisch herausfordernden Zeiten sei es wichtig, die Entwicklungen weiter voranzutreiben. Als Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht sie die Digitalisierung. Als Motto wählte sie daher „Lernen und Lehren – guter Unterricht in Zeiten der digitalen Transformationen“. Angesichts der rasanten Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung möchte sie den Blick darauf lenken, wie Unterrichtsqualität im Zeitalter der Digitalisierung noch besser gestaltet werden muss. Es gehe ihr um eine Verzahnung von Theorie und Praxis, die das bisher Erreichte weiterentwickelt.

Enge Kooperation zwischen KMK und WDA im Corona-Jahr

Vorstand und Geschäftsführung des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen nahmen auf Einladung der KMK an der Feierstunde teil. Aus Anlass der Amtsübergabe bedankt sich der WDA-Vorsitzende Dr. Peter Fornell im Namen der Deutschen Auslandsschulen ausdrücklich bei der Kultusministerkonferenz für die gute Zusammenarbeit im schwierigen Corona-Jahr 2020. „Die Beziehung zwischen der Kultusministerkonferenz und den Auslandsschulen hat sich in der Corona-Krise nochmals verstärkt. Die Deutschen Auslandsschulen wussten die Bundesländer stets an ihrer Seite. Wir wünschen Britta Ernst für ihre Amtszeit in diesem schwierigen Jahr alles Gute.“ Die Flexibilität der KMK bei der Abnahme der Abschlussprüfungen und der Anerkennung der Abschlüsse seien für die Deutschen Auslandsschulen sehr wichtig gewesen.

Dr. Peter Fornell bedankt sich bei Dr. Stefanie Hubig, die alles versucht hatte, an den WDA-Veranstaltungen teilzunehmen. Er dankt auch dem Generalsekretär der KMK, Udo Michallik, der an der WDA-Webkonferenz im Mai 2020 teilgenommen hatte. Dorothée Bauni, Ländervorsitzende im Bund-Länder-Ausschuss für Schulische Arbeit im Ausland (BLASchA), hatte einen hohen Anteil am Informationstransfer, so zuletzt auf den virtuellen WDA-Regionaltagungen im November 2020. Ohne das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im KMK-Sekretariat wäre der enge und lebendige Austausch nicht möglich gewesen. Dr. Fornell dankt hier insbesondere Burghard Ahnfeldt, Referatsleiter für Auslandsschulen bei der KMK und seiner Stellvertreterin Yvonne Büscher. Für die Schulen mit dem Abschluss „Gemischtsprachiges Internationales Baccalaureate (GIB)“ im WDA sei die Unterstützung durch Andrea Schwermer, bei der KMK zuständig für die Anerkennung dieses Abschlusses, besonders wichtig gewesen.

Erfahrung der Auslandsschulen bei der Digitalisierung nutzen

Der Weltverband Deutscher Auslandsschulen begrüßt den Fokus der neuen KMK-Präsidentin Ernst auf die Digitalisierung. Viele Deutsche Auslandsschulen sind Vorreiter in diesem Bereich. Dazu sagt die stellvertretende WDA-Vorsitzende Gabriele Bunzel-Khalil: „Lehrer, die an einer Deutschen Auslandsschule arbeiten und danach in den inländischen Schuldienst zurückkehren, bringen viel Erfahrung im digitalen Unterricht mit. Sie können durch diese Erfahrungen die Digitalisierung an den Schulen im Inland mit vorantreiben.“ Gerade durch die Corona Pandemie habe es beim digitalen Unterricht an den Deutschen Auslandsschulen nochmals einen Schub gegeben. Der WDA plant, die neue KMK-Präsidentin Britta Ernst auf seine Regionaltagungen im Herbst 2021 einzuladen.