27.01.2020

Besuch bei Thomas Erndl (MdB) zur Stärkung der Deutschen Auslandsschulen

Am 27. Januar besuchte der WDA-Vorstand den Bundestagsabgeordneten Thomas Erndl (CDU/CSU) in Berlin.

V.l.: Dr. Peter Fornell, Thilo Klingebiel, Gabriele Bunzel Khalil, Thomas Erndl, MdB.

Den Weltverband Deutscher Auslandsschulen vertraten Dr. Peter Fornell (Vorstandsvorsitzender), Gabriele Bunzel Khalil (stv. Vorsitzende) und Thilo Klingebiel (Geschäftsführer). Thomas Erndl ist stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Dieser Ausschuss bereitet die politischen Entscheidungen mit Bezug zu den Deutschen Auslandsschulen im Bundestag vor. Zuletzt war dies der Entschließungsantrag zur Stärkung der Deutschen Auslandsschulen vom 7. November 2019. Darin stellten die Parlamentarier 18 Forderungen zur Stärkung und Weiterentwicklung der Deutschen Auslandsschulen auf. Der Antrag wurde von den Fraktionen der CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP getragen. Thomas Erndl stellte den Antrag im Plenum des Deutschen Bundestags vor. In seiner Rede hielt er fest: „Meine Damen und Herren, ich kann sie nur ermuntern auf Auslandsreisen immer auch eine Deutsche Auslandsschule zu besuchen. Sie erleben dort hoch engagierte Lehrerinnen und Lehrer und auch Eltern in den Trägervereinen, die dafür sorgen, dass junge Menschen lebenslang positiv mit unserem Land verbunden bleiben und zusätzliche Glieder in unserem globalen Netzwerk bilden.“ Beide Seiten besprachen jetzt die nächsten Schritte, um die im Entschließungsantrag aufgestellten Forderungen in die Tat umzusetzen.

WDA-Position zur Evaluation des Auslandsschulgesetzes vorgestellt

Dr. Peter Fornell, Gabriele Bunzel Khalil und Thilo Klingebiel stellten insbesondere die WDA-Position anlässlich der Evaluation des Auslandsschulgesetzes vor. Der WDA setzt sich hier vor allem dafür ein, den Anspruch auf gesetzliche Förderung auf alle Deutschen Auslandsschulen auszuweiten. Außerdem soll der Haushaltsvorbehalt im Auslandsschulgesetz gestrichen werden.

Versorgungszuschlag soll im Herbst 2020 kommen

Beim Thema Versorgungszuschlag für verbeamtete, beurlaubte Ortslehrkräfte setzten sich Fornell und Klingebiel dafür ein, dass der Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (UAKBP) das Thema weiter eng begleitet. Im Bundeshaushalt 2020 sind erstmals die notwendigen Bundesmittel in Höhe von 7 Mio. Euro zur Sicherung der Pensionsrückstellungen bereitgestellt. Damit ist der Weg frei für die Vereinbarung von Bund und Ländern, dass der Versorgungszuschlag ab dem Schuljahr 2020/21 für beurlaubte Lehrerinnen und Lehrer je hälftig von Bund und Ländern übernommen werden kann.

Vorausgegangen war dem Treffen ein erstes Gespräch zwischen Thomas Erndl, Dr. Peter Fornell und Thilo Klingebiel am 27. September 2019. Erndl hatte außerdem im September 2019 den Besuch einer Delegation des UAKBP an die Deutsche Schule Rio de Janeiro, Brasilien, geleitet.