29.04.2015

Netzwerken für Deutschlands Zukunft

Bei der WDA-Tagung 2015 mit Symposium tauschten sich Politiker, Bildungsexperten und Unternehmer mit Schulvertretern aus der ganzen Welt aus. Die Mitgliederversammlung befasste sich mit Personalmanagement und strategischen Fragen. Außerdem standen Vorstandswahlen an.

Stephan Steinlein, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes

Zum Auftakt der Tagung 2015 lud der WDA zu einem Empfang in die Thüringer Landesvertretung ein. Der WDA-Vorstandsvorsitzende Detlef Ernst und Thüringens Ministerin für Bildung, Sport und Kultur Dr. Petra Klaubert begrüßten die gut 120 Gäste aus Berlin und der ganzen Welt: Schulvorstände aus mehr als 50 Ländern, Botschaftsvertreter, Partner aus Politik, Wirtschaft und Bildung sowie die Vorstände und Mitarbeiter des WDA.

Partner von morgen

Ferry Pausch, Geschäftsführer der Deutschlandstiftung Integration berichtete beim Empfang über die neue Partnerschaft der Stiftung mit dem WDA. Künftig werben beide Organisationen gemeinsam für qualifizierte Zuwanderung. Das Stipendienprogramm GEH DEINEN WEG der Stiftung soll die Zusammenarbeit flankieren. Ab sofort steht es auch Absolventen der Deutschen Auslandsschulen offen.

Dass Deutschland qualifizierte Zuwanderer braucht, betonte am folgenden Tag beim Symposium auch Stephan Steinlein, Staatssekretär des Auswärtigen Amts. Ein leistungsfähiges Land benötige ein Netzwerk junger Menschen in aller Welt. "Sie sind Netzwerker für Deutschlands Zukunft“, richtete sich Steinlein an die Schulvorstände im Publikum. „Unsere Partner von morgen besuchen heute Deutsche Auslandsschulen.“ An den Schulen entstünden lebenslange Partnerschaften zwischen Deutschland und der Welt.

Begrüßte beim Eröffnungsempfang zur WDA-Tagung 2015 in ihrer Landesvertretung mehr als 120 Gäste: Dr. Petra Klaubert, Thüringens Ministerin für Bildung, Sport und Kultur.
Sind sich einig, dass das Auslandsschulgesetz auf den Prüfstand muss: WDA-Vorstandsvorsitzender Detlef Ernst und Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt
Austausch in Berlin: An der WDA-Mitgliederversammlung 2015 nahmen Vertreter von 79 Mitgliedsschulen teil.
Neben Themen wie Personalmanagement standen bei der Mitgliederversammlung auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung.

Lernen von der Wirtschaft

Das Symposium stand 2015 unter dem Motto „Qualität braucht Menschen“. Die zentralen Themen der Veranstaltung: Personalmanagement, berufliche Bildung sowie die Entwicklung des Auslandsschulgesetzes. In der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften tauschten sich mehr als 150 Schulvertreter, Bundestagsabgeordnete, Vertreter der fördernden Stellen sowie Experten aus Bildung, Kultur und Wirtschaft aus. Zu den Teilnehmern zählten neben Staatssekretär Steinlein auch Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt und der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Udo Michallik.

Andreas Haffner, Leiter Personalwesen Top-Management bei Volkswagen, stellte das globale Mobilitäts-Programm des Autokonzerns vor. "Entsendungen werfen hochkomplexe Fragestellungen auf“, sagte Haffner. „Sie sind die Königsdisziplin der Human Resources.“ Ob sich die Familie eines Mitarbeiters im Ausland wohl fühlt, sei dabei ein kritischer Erfolgsfaktor. Die Deutschen Auslandsschulen spielen daher laut Haffner eine zentrale Rolle für den Erfolg globaler Unternehmen. Was die Deutschen Auslandsschulen in Sachen Personalmanagement von einem Konzern wie VW lernen können, war das Thema der an Haffners Vortrag anschließenden Podiumsdiskussion.

„In diesem Jahr muss etwas passieren“

Ulla Schmidt, die dem Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik des Bundestags angehört, kündigte beim Symposium eine Überprüfung des Auslandsschulgesetzes an. Der Haushaltsvorbehalt sei aus dem Gesetz zu streichen, der Inklusionszuschlag zu erhöhen. „Wir müssen 2015 die Grundlagen schaffen für das, was wir ändern wollen“, sagte Schmidt. „In diesem Jahr muss etwas passieren.“ Gemeinsam mit allen Akteuren des Auslandsschulwesens will sie eine „Roadmap“ entwickeln, um die wachsenden Herausforderungen der Schulen zu bewältigen. Sie lud den WDA ein, sich in die Evaluation und Überarbeitung des Auslandsschulgesetzes einzubringen. Detlef Ernst sagte, dass der Weltverband die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Unterausschuss fortsetzen wolle.

In der abschließenden Diskussion des Tages stellten sich die Vertreter der fördernden Stellen den Fragen des Publikums. Seitens der ZfA nahmen Peter Dicke (Ständige Vertretung der Abteilungsleitung) und Reiner Ries (Stellv. Fachbereichsleitung) teil, für das KMK-Sekretariat Maja Oelschlägel (Leiterin Referat Auslandsschulwesen). ZfA-Leiter Joachim Lauer und Auswärtiges Amt-Referatsleiter Oliver Schramm waren aufgrund familiärer Termine beim Symposium verhindert und ließen sich bei den teilnehmenden Schulen entschuldigen.

Mitgliederversammlung wählt neue Vorstände

Auf der WDA-Mitgliederversammlung 2015 standen neben Personalmanagement, Alumniarbeit und der strategischen Ausrichtung des Verbands auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Im Amt bestätigt wurde Peter Raute (Bogotá), der dem WDA-Vorstand seit 2010 angehört. Neu in den Vorstand wählte die Mitgliederversammlung Friederike Gribkowsky (Bukarest) und Nicholas Röhm (Valdivia).

Aus dem Vorstand ausgeschieden sind Andreas Rüsch (Pretoria) und Klaus Kundrat (Genua). Ernst dankte beiden im Namen des gesamten Vorstands „herzlich für die großartige Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren“. Rüsch war seit 2009 Vorstandsmitglied und Schatzmeister des WDA. Er brachte seine Erfahrung aus der Finanz- und Privatwirtschaft in die Vorstandsarbeit ein. Auch von seinem ehrenamtlichen Engagement in Pretoria konnte der Weltverband profitieren: In Pretoria hatte Rüsch das Amt des Schatzmeisters elf Jahre lang inne, neun Jahre lang war er Vorstandsvorsitzender. Ebenfalls seit 2009 gehörte Klaus Kundrat dem WDA-Vorstand an. Der Wahl-Italiener zählt zu den dienstältesten und erfahrensten Schulvorständen. In Genua ist er seit 26 Jahren ehrenamtlich aktiv. Bereits 2004 wurde ihm für sein langjähriges Engagement im Auslandsschulwesen das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Der Vorstand wählte erneut Ernst (Shanghai) zum Vorsitzenden. Seine Stellvertreterin bleibt Martina Spann (Málaga). Neuer Schatzmeister ist Dr. Peter Fornell (Toulouse). Das Amt des Schriftführers hat weiterhin Rudolf Kumbolder inne (Mexiko-Stadt).

Strategische Kursbestimmung

Zum Abschluss der Tagung 2015 bot der WDA erstmalig eine „Zukunftskonferenz“ an. Durch die Konferenz führte der Organisationsberater und Führungskräfte-Trainer Dr. Dietmar Nowottka. In Workshops und mithilfe der Open Space-Methode erarbeiteten die Mitglieder gemeinsam einen Themen- und Maßnahmenkatalog. Die Ergebnisse der Zukunftskonferenz dienen als strategische Grundlage, um die Verbandsarbeit in den kommenden Jahren erfolgreich weiterzuentwickeln.

Programm zur WDA-Tagung 2015 mit Symposium

 
 
 
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