28.11.2018

WDA-Europatagung 2018: Auslandsschulen gemeinsam weiterentwickeln

Am 16. und 17. November 2018 fand die Europatagung des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen (WDA) statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten vor allem Pläne zum Allgemeinen Qualitätsmanagement.

Vertreter der fördernden Stellen beim Auftakt der Europatagung: Heike Toledo (ZfA, 2. v.l.) und Guido Kemmerling (Auswärtiges Amt, 2. v.r.). Foto: WDA e.V.

Gastgeber des diesjährigen Europatreffens war die Willy-Brandt-Schule in Warschau. Vor Ort waren über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Portugal bis Georgien, Schweden bis Griechenland. Vertreter von 25 freien Schulträgern aus Europa tauschten sich mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus und brachten geschlossen ihre Positionen ein.

Einbindung von Bund, Ländern und Beiräten
Detlef Ernst, Vorstandsvorsitzender des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen (WDA), betonte in seiner Begrüßung, dass die Weiterentwicklung der Deutschen Auslandsschulen nur gemeinsam gelingen kann. Fördernde Stellen, Schulträger und Schulleiter müssten an einem Strang ziehen, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.

Für die Förderstellen waren Guido Kemmerling, Auswärtiges Amt, Heike Toledo, Leiterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), Peter Dicke, Ständige Vertretung der Abteilungsleitung ZfA und Dorothée Bauni, Ländervorsitzende des Bund-Länder-Ausschusses für schulische Arbeit im Ausland vor Ort. Den Direktorenbeirat vertrat Axel Brott, Schulleiter der Deutschen Schule Istanbul, für den Beirat der Verwaltungsleiter war Tilman Eden von der Deutschen Schule Genf vor Ort. Für den Vorständebeirat nahm David Nescholta, Christliche Deutsche Schule Chiang Mai in Thailand, teil. Besonders hervorgehoben wurde von den Vertretern der fördernden Stellen und der Beiräte die exzellente Zusammenarbeit mit dem WDA, auch wenn es immer noch Raum für Optimierung der Kooperation gibt.

„Die Weiterentwicklung der Deutschen Auslandsschulen kann nur gemeinsam gelingen“, Detlef Ernst, Vorstandsvorsitzender WDA (r.). Foto: WDA e.V.

Seitens des WDA nahmen die Vorstandsmitglieder Detlef Ernst (Vorsitz), Gabriele Bunzel Khalil, Friederike Gribkowsky, Dr. Peter Fornell sowie Geschäftsführer Thilo Klingebiel an der Tagung teil. WDA-Vorstand und Mitgliedsschulen stimmten sich im Vorfeld der Veranstaltung in einer Sitzung eng ab.

Austausch zu Qualitätsmanagement und Governance
Im Zentrum des gemeinsamen Austausches stand die Diskussion zum „Qualitätsmanagement für Deutsche Schulen im Ausland“ (AQM-Rahmen), welchen die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) eingebracht hat. Heike Toledo (ZfA) erklärte, dass mit der Ausweitung des Qualitätsmanagements vom pädagogischen auf den nicht-pädagogischen Bereich vor allem die Marke „Deutsche Auslandsschule“ gestärkt werden soll. In der Diskussion wurde deutlich, dass das im Sommer vorgelegte AQM-Papier der ZfA weiten Teilen der Schulträger noch nicht bekannt ist. Das Dokument zielt auf eine grundlegende Neuordnung rechtlicher und organisatorischer Regelungen, vor allem im Verhältnis der freien Schulträger und der ZfA. Daher waren sich die anwesenden WDA-Mitglieder einig, dass die Prüfung des Dokuments, dass im Nachgang der Europatagung seitens des WDA noch einmal verteilt wurde, mehr Zeit braucht. Frau Toledo sagte erneut zu, dass das vorgelegte Papier als Einstieg in einen länger andauernden, gemeinsamen Weiterentwicklungsprozess zu verstehen sei. Die Anwesenden waren sich einig, dass dieser Prozess im Jahr 2019 fortgesetzt wird. In diesem Zeitraum wird sich der WDA sowohl mit seinen wissenschaftlichen Untersuchungen zu den Organisationsstrukturen an den Deutschen Auslandsschulen, den Ergebnissen der träger- und arbeitsrechtlichen Prüfungen und nicht zuletzt den gebündelten Stimmen der Schulträger einbringen.

Ehrengast Cornelia Pieper (M.), Generalkonsulin Danzig, im Gespräch mit den WDA-Vorständen Gabriele Bunzel Khalil (l.) und Friederike Gribkowsky. Foto: WDA e.V.

Netzwerkentwicklung und Partizipation
Im zweiten Teil der Tagung nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich in die Verbandsentwicklung einzubringen. Zunächst stellte der WDA den Status der Interessenvertretung dar. Die Teilnehmer drückten ihre große Anerkennung für die bisherige Arbeit aus und diskutierten die weiteren Ziele. Unter der externen Leitung von Prof. Lichtsteiner vom Verbandsmanagement Institut (VMI) wurde dann gemeinsam an den Themen der Verbandszielsetzung und der Reform der Beitragsordnung gearbeitet. Schließlich wurde in Workshops das weitere Vorgehen beim geplanten Allgemeinen Qualitätsmanagement, aktuelle Herausforderungen bei Personalgewinnung und -management sowie Sprachkonzepte besprochen und erarbeitet.

Die nächste WDA-Europatagung findet im November 2019 in Genua, Italien, statt.

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