07.12.2016

WDA-Europatagung: Gemeinsame Ziele, gemeinsame Werte

Ende November trafen sich an der Deutschen Schule Madrid die WDA-Mitglieder des europäischen Kontinents. Im Mittelpunkt der WDA-Europatagung 2016 stand der Erfahrungsaustausch - vor allem zu den Themen Inklusion und Personal.

Teilnehmer aus ganz Europa kamen bei der Tagung in Madrid zusammen. (Foto: DS Madrid/Celia de Coca)

Vom 25. bis 26. November 2016 richtete die Deutsche Schule Madrid die diesjährige Europatagung des WDA aus. Am Vortag der Veranstaltung fand die Netzwerktagung der iberischen Schulen statt. Zugleich beging die Deutsche Schule Madrid im Rahmen der WDA-Europatagung ihr 120jähriges Bestehen. Zu ihrem Jubiläum durfte sich die Schule über eine besondere Auszeichnung freuen: Eine internationale Jury aus renommierten Architekten kürte die DS Madrid zur "schönsten Schule der Welt".

Von Athen bis Sankt Petersburg

Mehr als 20 Deutsche Auslandsschulen - von Athen über Istanbul bis nach Sankt Petersburg - nahmen an der WDA-Europatagung teil. Sie tauschten sich mit Fachleuten der Förderstellen sowie aus Politik und Wirtschaft aus. Für die fördernden Stellen vor Ort: Joachim Lauer, Leiter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), Dorothée Bauni, Ländervorsitzende des Bund-Länder-Ausschusses für schulische Arbeit im Ausland in der KMK (BLASchA) und Oliver Schramm, Leiter des Auslandsschulreferats im Auswärtigen Amt.

"Kinder fit für die Zukunft machen": Sylvia Marz, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Schule Madrid (Foto: DS Madrid/Celia de Coca)

"Unterstützung im politischen Raum"

Beim Festakt zum Jubiläum der Deutschen Schule Madrid war das Auswärtige Amt zudem durch Heidrun Tempel vertreten, Beauftragte der Abteilung für Kultur und Kommunikation. Dabei unterstrich Tempel die große Bedeutung der Vernetzung der Schulträger im WDA. Im Namen des Auswärtigen Amtes dankte sie dem WDA für die "Unterstützung im politischen Raum".

Gemeinsame Ziele, gemeinsame Werte

In seinem Grußwort zum Auftakt der Tagung betonte der WDA-Vorstandsvorsitzende Detlef Ernst die Wertschätzung des Weltverbands für die Förderstellen. "Wir sind dankbar für die gute Zusammenarbeit." Der WDA müsse kritisch hinterfragen, Forderungen stellen und Vorschläge einbringen, um die Ansprüche seiner Mitglieder zu erfüllen. Das gemeinsame Ziel sei es aber, die "Wirklichkeit im Sinne des Auftrags der Deutschen Auslandsschulen zu beeinflussen". Dies stellte auch die Vorstandsvorsitzende der DS Madrid, Sylvia Marz, in ihrem Grußwort heraus: "Was die Deutschen Auslandsschulen verbindet, sind gemeinsame Ziele und gemeinsame Werte. Wir alle wollen eine Schulbildung ermöglichen, die unsere Kinder fit für die Zukunft macht."

Diskutierten über aktuelle Entwicklungen im Auslandsschulwesen: D. Ernst (WDA), T. Eden (DS Genf), O. Schramm (AA), D. Bauni (KMK), J. Lauer (ZfA), S. Marz (DS Madrid), Moderator W. Brand (DS Mailand) (v.l.). (Foto: DS Madrid/Celia de Coca)

Vielfältiges Programm

Das Programm der WDA-Tagung war vielseitig: Die Vertreter der Förderstellen berichteten über aktuelle Entwicklungen beim Auslandsschulgesetz und bei der Lehrerbesoldung. Anschließend fand eine offene Podiumsdiskussion statt, um Fragen dazu zu beantworten. Oliver Schramm berichtete, dass zur Evaluation des Auslandsschulgesetzes noch keine Ergebnisse vorlägen. Bestimmte Trends seien aber bereits erkennbar. Er stellte die verbesserte Förderung der Inklusion heraus und betonte, das Thema Sicherheit sei für die Deutschen Auslandsschulen sehr zentral. ZfA-Leiter Lauer zog ein positives Resümee des neuen Tagungsformats für das Aus­lands­schul­qua­li­täts­ma­na­ge­ment (AQM), das inzwischen auf allen Kontinenten umgesetzt wird. Zudem berichtete er über die Bemühungen der ZfA, die Schulen bei der Fort- und Weiterbildung ihres Personals zu unterstützen. Dorothée Bauni würdigte die neue Richtlinie zur Lehrerbesoldung. Die Attraktivität des Auslandsschuldienstes zu stärken, stehe im Fokus der Arbeit der Förderstellen und ihrer Partner.

Dankte den Förderstellen für die gute Zusammenarbeit: WDA-Vorsitzender Detlef Ernst. (Foto: DS Madrid/Celia de Coca)

Austausch zu Inklusionsarbeit

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war das Personalmanagement. Als besonders spannend für die Teilnehmer erwies sich hier die Vorstellung der Bildungsmesse an der DS Madrid als Gemeinschaftsprojekt mit der DS Barcelona. Außerdem ging es um die Weiterbildung lokaler Lehrkräfte. Wie bei der WDA-Amerikatagung in Buenos Aires wenige Wochen zuvor, spielte auch in Madrid das Thema Inklusion eine zentrale Rolle. Die Gastgeber-Schule stellte dazu als Best Practice-Beispiel ihr Inklusionskonzept vor. Anschließend diskutierten Schulvertreter verschiedener europäischer Auslandsschulen über ihre Erfahrungen in der Inklusionsarbeit.

Der letzte Tag der WDA-Europatagung stand im Zeichen der Netzwerkarbeit. Arbeitsgruppen tauschten sich intensiv zu den Themen Sicherheit, Schüleraustausch unter Deutschen Auslandsschulen, zur Zusammenarbeit in der Iberiengruppe sowie zur Alumniarbeit aus.

Mehr erfahren im Auslandsschulnetz

Für WDA-Mitglieder stehen die Unterlagen zur Europatagung 2016 unter auslandsschulnetz.de in der Gruppe WDA-Regionaltagungen bereit. Die Dokumentation der Präsentationen wird in Kürze vervollständigt.

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