13.02.2012

WDA legt Berechnungshilfe für Budgetierung vor

Im Rahmen der Europatagung legte der WDA eine Excel-Vorlage zur Berechnung des Budgets nach den Modellen der ZfA vor. Damit prüften teilnehmende Schulen die Bemessung des Budgets nach dem gegenwärtigen Stand des Reformkonzeptes.

Die Excel-Tabelle basiert auf den durch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen dargestellten Berechnungsmodellen und arbeitetet mit den dort angegebenen Variablen. Die Arbeit mit der Berechnungsvorlage hatte vor allem das Ziel, nachzuvollziehen, ob das zukünftige Budget zur Finanzierung der vollen Anzahl der vorher geförderten Lehrkräfte ausreicht. Dabei wurden die durch das Reformkonzept wegfallenden und zu ersetzenden Auslandsdienstlehrkräfte sowie die Ortslehrkräfte, die aus der Schulbeihilfe bezahlt wurden mit einbezogen.

Im Anschluss an die Überprüfung der ZfA-Modelle mit Hilfe der Berechnungshilfe auf der Europatagung wurden Fragen, Forderungen sowie Positionen der anwesenden Schulen zusammengefasst:

Offene Fragen

  • die genaue Definition der Zügigkeit muss näher bestimmt und durch die ZfA kommuniziert werden
  • die Kosten der ADLK sind nicht transparent und müssen pro Schule dargestellt werden, um eine Überprüfbarkeit der Berechnungen durch die Schule zu ermöglichen

Forderungen

  • wesentlich für den Erhalt der Qualität der Schulen sind die Finanz-/Fördermittel, die den Schulen für den Erhalt der ursprünglichen geförderten Anzahl der Lehrkräfte zur Verfügung steht, nicht die Gesamtförderung aus Sicht des Bundes
  • der Vergleich des Budgets darf nicht gegen den Stand 2010 erfolgen, sondern gegen die 100%-ige Normalberechnung der Schulbeihilfe
  • der Zielerreichungsfaktor ist nicht ausreichend definiert

Positionen

  • Feststellung: Die Schulen werden schlechter gefördert als vorher
  • es gibt keine 1zu1-Budgetierung und damit keine Wahl zwischen ADLK und OLK
  • um die Qualität zu erhalten, muss die Lehrerzahl erhalten werden. Dies wird nur durch Schulgelderhöhung möglich sein
  • die Verlässlichkeit der Förderung muss durch eine gesetzliche Regelung, wie ein Auslandsschulgesetz abgesichert werden
  • die Budgetierung darf nicht nur alle drei Jahre neu festgelegt werden, sondern sollte in eine rollende Planung überführt werden

Das Berechnungsmodell soll eine erste Einschätzung ermöglichen, kann aber die Vorlage eines detaillierten Berechnungsmodells durch die fördernden Stellen, mit dem die Schulen ihr Budget genau berechnen können, nicht ersetzen. Der WDA wird die Berechnungshilfe weiter eingehend auch mit Schulen prüfen und erst dann allen Mitgliedern zugänglich machen.

 
 
 
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