04.11.2011

Rückblick Amerikatagung des WDA 2011 an der Deutschen Schule San Salvador

Reformkonzept wird durch die Amtschefkonferenz der Kultusminister im September unter der Auflage einer Evaluation nach drei Jahren bestätigt.

Hr. Kumbolder (WDA), Hr. Dr. Köhler (BLASchA), Hr. Hölzemann (Schulleiter DS San Salvador), Herr Eisele (Vorstandsvorsitzender DS San Salvador)

Anlässlich der Amerikatagung 2011 des WDA an der Deutschen Schule San Salvador bestätigte Herr Dr. Köhler, Vorsitzender des BLASchA und Vertreter der Fördernden Stellen auf der Amerikatagung, dass das Reformkonzept nach dem Beschluss des BLASchA im August, ebenfalls durch die Amtschefkonferenz der Kultusminister im September unter der Auflage einer Evaluation nach drei Jahren bestätigt wurde. Die Finanzierung müsse weiter geklärt werden.

Herr Kumbolder, Vorstandsmitglied des WDA, hob in seinem Grußwort die Notwendigkeit eines Auslandsschulgesetzes zur Sicherstellung der Qualität und nachhaltigen Förderung der Deutschen Auslandsschulen hervor. Er schlug darüber hinaus vor, der Lehrerknappheit mit einem Lehrbildungsinstitut für Ortslehrkräfte entgegenzutreten.

Herr Dr.Köhler bestätigte, dass die KMK den Einsatz von Ortslehrkräfte auch für Prüfungen unterstütze. Schulleiter und KMK-Beauftragter würden hier die entsprechenden Qualifikationen der Orstlehrkraft prüfen. Er hob aber auch hervor, dass die Lehrergewinnung nach den derzeitigen Erkenntnissen mittelfristig aufgrund eines leichten Lehrerüberhangs wieder leichter würde.

Aus der Perspektive der Schulträger stellte Herr Eisele, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Schule San Salvador, die besondere Bedeutung einer verlässlichen staatlichen Förderung heraus. 

Die Ankündigung von Herrn Dr. Köhler, die Prüfungsbeauftragten für das Abitur würden in Zukunft im zweijahres Modus an die Schulen kommen, stieß auf Kritik der anwesenden Schulträger, die sich hier für einen weiterhin einjährigen Modus aussprachen.

In weiteren Podiumsdiskussionen wurden die aktuellen Entwicklungen beim Reformkonzept, die Wertigkeit der Abschlüsse und die Leistungs- und Fördervereinbarung diskutiert.

Herr Hönsch stellte die Leistung der Abiturschulen exemplarisch anhand der Deutschen Schule Lima dar. Herr Hellemann, der als Sprecher der GIB-Schulen schon auf Einladung des WDA bei der letzten Expertenrunde Anfang des Jahres die GIB-Schulen vertreten hatte, zeigt mit einer Präsentation die Leistungen der GIB-Schulen und die Anzahl der nach Deutschland gehenden Absolventen für die GIB-Schulen Südamerikas auf. Herr Dr. Köhler zeigte sich beeindruckt und sagte zu, die Präsentation als Grundlage für seine Information des BLASchA zu verwenden.

Am zweiten Tag der Tagung stellte Herr Klingebiel, Geschäftsstellenleiter des WDA, die aktuellen Entwicklungen beim WDA und insbesondere die neuen Mitgliedsvorteile dar.

Ferner wurde hier intensiv die Neukonzeption der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik des Auswärtigen Amtes aus der Perspektive der amerikanischen Schulen diskutiert. Schließlich einigten sich die teilnehmenden Schulträger auf eine gemeinsamen Punkteplan, der die Kernbotschaften aus der Amerikatagung 2012 zusammenfasst:

Die Amerikanischen Schulen:

  • fordern ein stärkeres Gewicht der der Deutschen Auslandsschulen in der Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik
  • stellen in Bezug auf die Neukonzeption der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik fest, dass die Leistung der Region Amerika allgemein mehr gewürdigt werden sollten
  • heben das Alleinstellungsmerkmal der Deutschen Auslandsschulen innerhalb des Auslandsschulwesens hervor: ganzheitliche kulturelle Bildung, die weit über einen Sprachkurs hinaus geht
  • bekräftigen die Entschließung des Weltverbandes Deutscher Auslandsschulen vom Mai 2011 und stellen ergänzend fest:
    die Implementierung des Reformkonzept steht unter dem Vorbehalt der Diskussion im Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, der Evaluierung nach drei Jahren und der notwendigen Änderung der haushaltsrechtlichen Bestimmungen

    die mit 15% angegeben Abweichungen in den Berechnungsmodellen der ZfA beziehen sich auf das Volumen der Schulbeihilfe von 2010. Diese Schulbeihilfe hat aber schon gegenüber 2009

    fordern das der Versorgungszuschlag für verbeamtete, beurlaubte Ortslehrkräfte nicht an die Schulträger weitergegeben wird. Der Schulfonds darf nicht belastet werden

    das Budget für Ergänzungslehrkräfte muss, statt eines Einheitsbetrages von 62700€, regional angepasst werden, um den erheblichen Unterschieden bei den Kosten pro Standort Rechnung zu tragen

    heben die Notwendigkeit hervor, den Prüfungsvorsitzenden für Abiturprüfungen wie bisher jedes Jahr und nicht wie geplant nur alle zwei Jahre an die Schulen zu schicken

    fordern ein einheitlichen, standardisierten Qualifizierungs- und Zertifizierungsprozess für Ortslehrkräfte, damit diese bei dem erwarteten Lehrermangel Prüfungen abnehmen können
  • begrüßen die Zusage von Herrn Dr. Köhler, die Leistung der GIB-Schulen im BLASchA darzustellen
  • fordern die Stipendienfinanzierung für Absolventen der Deutschen Auslandsschulen weiterhin voll zu gewährleistet

Zum Abschluss der Amerikatagung hob Herr Raute, Vorstandsmitglied des WDA, die besondere Gastfreundschaft und die Leistung des Ausrichters der Amerikatagung 2011, der Deutschen Schule San Salvador, hervor und gab den Austragungsort 2012 bekannt: die Deutsche Schule Guadalajara

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