25.06.2014

PASCH-Podium: Bilanz und Perspektive

Beim Weltkongress diskutierten Auslandsschulexperten mit Staatsministerin Böhmer über den Stand der PASCH-Initiative („Schulen - Partner der Zukunft“).

„Beeindruckt von der Begeisterung, mit der in den Auslandsschulen gelernt und gelehrt wird“: Staatsministerin Böhmer. Foto: WDA/AA/ZfA/Dirk Enters

An der Podiumsdiskussion nahmen teil: Professorin Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärigen Amt, Joachim Lauer, Leiter der ZfA, Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Institutes, 
Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, Dorothea Rüland, Generalsekretärin des DAAD, Peter Raute, WDA-Vorstandsmitglied und Martin Duisberg, Vorstandsvorsitzender der Humboldt-Schule Sao Paulo.

Die PASCH-Initiative wurde 2008 durch das Auswärtige Amt in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Goethe-Institut (GI), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz ins Leben gerufen. Der Deutsche Bundestag hat 2008 bis 2013 für die Umsetzung der Initiative insgesamt 298 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Für 2014 stehen rund 47 Millionen Euro zur Verfügung.

"Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wertvoll der Beitrag ist, den die Deutschen Auslandsschulen leisten", sagte Staatsministerin Böhmer in ihrem Grußwort. Sie sei "beeindruckt von der Begeisterung, mit der in den Auslandsschulen gelernt und gelehrt wird, vom Engagement der Eltern, der Schulvereine, von der Eigeninitiative, von der Zusammenarbeit mit den öffentlichen Förderern und den staatlichen Stellen vor Ort". Aber sie kenne auch die Probleme, die angepackt werden müssten. Das Auslandsschulgesetz gewährleiste eine mehrjährige Finanzierung für die Auslandsschulen. "Damit gewinnen die Schulen mehr Planungssicherheit für eine nachhaltige Qualitätsentwicklung", betonte Böhmer.

Aus Böhmers Sicht setzt die PASCH-Initiative zentrale Ziele der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik um: Über die Schulen würden "weltweite Bildungspartnerschaften" initiiert. Beziehungen in Wachstumsregionen wie Asien würden ausgebaut, in Krisen- und Konfliktregionen zugleich "Strukturen stabilisiert und demokratische Entwicklungen unterstützt". Außerdem würden die Kontakte mit zentralen Partnerländern sowie den Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas vertieft. "Und nicht zuletzt wird auch der Wirtschafts-, Hochschul- und Wissenschaftsstandort Deutschland gestärkt.“

"Wenn wir davon sprechen, dass unser Land attraktiver werden muss für viele Menschen, die dann nach Deutschland kommen sollen, so glaube ich, dass diese Schulen wirklich einen Schlüsselfaktor dabei innehaben", sagte Böhmer.

WDA-Vorstandsmitglied Peter Raute (r.) im Gespräch mit ZfA-Leiter Joachim Lauer und Staatsministerin Maria Böhmer beim PASCH-Podium. Foto: WDA/AA/ZfA/Dirk Enters

Zusammenarbeit noch ausbaufähig


Rund 1.750 Schulen gehören dem Partnerschulnetzwerk laut Auswärtigem Amt an. Dazu zählen die 141 Deutschen Auslandsschulen, 1.050 von der ZfA betreute DSD-Schulen sowie 560 vom Goethe-Institut betreute FIT-Schulen (Schulen, an denen Deutschunterricht auf- und ausgebaut wird). Joachim Lauer, Leiter der ZfA, erläuterte bei der Podiumsdiskussion, diese Schulen hätten jeweils unterschiedliche Schwerpunkte, eine unterschiedliche Zielsetzung und auch unterschiedliche Zielgruppen.

Schulvorstand Duisberg berichete, zwischen der Deutschen Auslandsschule in Sao Paulo und den FIT- und DSD-Schulen gebe es noch wenig Kontakt. An der Zusammenarbeit im PASCH-Netzerk müsse also noch gearbeitet werden.

DAAD-Generalsekretärin Rüland betonte die Bedeutung der verschiedenen Netzwerkpartner. Der DAAD fungiere dabei als "Brücke von den Schulen in die Universitäten". Die Absolventen der Auslandsschulen verfügten über starke Vorteile: "Sie sind im deutschen Schulsystem sozialisiert, sprechen fließend Deutsch und wissen, was auf sie zukommt - sie haben praktisch keine Intergrationsprobleme."

WDA-Vorstandsmitglied Peter Raute gab zu bedenken, dass am Marketing der PASCH-Initiative noch zu arbeiten sei. Der Name der Initiative werde im Ausland nicht mit Deutschland verknüpft. Um das Netzwerk zu stärken, brauche es "neue Projekte und neue Mittel - diese Investitionen zahlen sich aus".

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