Der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) als Interessenvertreter der freien, gemeinnützigen Schulträger der Deutschen Auslandsschulen hat vor der Bundestagswahl die Positionen der Parteien zur Auswärtigen Kultur und Bildungspolitik und zu den Deutschen Auslandsschulen geprüft. Dazu sind die Analysen des Deutschen Kulturrats eingeflossen.
Das Bundeskabinett hat den Masterplan für die Deutschen Auslands- und Partnerschulen am 18. Dezember 2024 verabschiedet. Der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) hat dieses Strategiepapier des Auswärtigen Amts über mehrere Jahre intensiv begleitet und die Interessen der freien, gemeinnützigen Träger der Schulen eingebracht. Auch in der nächsten Phase wird der WDA die Stimme der Schulträger aktiv einbringen. Aktuell analysiert der Verband den finalen Masterplan und berät intern über die nächsten Schritte. Um den Dialog voranzutreiben, hat der WDA Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Ländern zu einem Runden Tisch eingeladen.
Der Didacta Verband und der WDA arbeiten seit 2010 eng zusammen. Die Deutschen Auslandsschulen sind jedes Jahr auf der internationalen Bildungsmesse didacta vertreten, um Personal anzuwerben und sich auszutauschen. Der Didacta Verband ist ideeller Träger der didacta – Europas größter Bildungsmesse, seit Sommer 2024 leitet Dr. Norbert Völker den Verband. In diesem Interview, das der WDA mit ihm führte, schildert Dr. Völker seine Erfahrungen sowie Eindrücke und Visionen zur didacta und den Deutschen Auslandsschulen.
Die didacta 2025 (11.–15. Februar) in Stuttgart ist die große jährliche Plattform für die Deutschen Auslandsschulen zur Personalgewinnung und um sich über innovative Ansätze in der internationalen Bildung zu informieren. Besonders hervorzuheben ist das WDA-Management Forum, das den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in das Management und die Führung von Auslandsschulen bietet.
Wie sieht es aus mit den geplanten Mitteln für die Deutschen Auslandsschulen im nächsten Jahr? Darüber haben WDA-Vorstand und WDA-Geschäftsführung mit dem haushaltspolitischen Sprecher der FDP, Otto Fricke, gesprochen. Fricke ist ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss mit Zuständigkeit für den Etat des Auswärtigen Amtes. Der WDA drückte erneut seine Sorgen über die angekündigten Kürzungen aus, primär den völligen Ausfall der freiwilligen finanziellen Förderung 2025.
Der WDA hat sich am 10. Oktober 2024 mit der Abgeordneten des Deutschen Bundestags, Daniela Ludwig, ausgetauscht. Ludwig ist Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Im Kern drehte sich das Gespräch um die Struktur der Finanzierung der Deutschen Auslandsschulen und die damit verbundenen Herausforderungen. Ludwig erkannte die große Bedeutung der Deutschen Auslandsschulen an und auch das Ziel einer stabilen Finanzierung.
Der WDA hat im Gespräch mit Oliver Kaczmarek die Förderproblematik der Deutschen Auslandsschulen umfassend dargestellt. Kaczmarek, bildungspolitischer Sprecher SPD-Fraktion, sieht die Deutschen Auslandsschulen als Schwerpunkt in der Außenpolitik, nicht nur als nice-to-have-Thema. Fachkräfte, berufliche- und MINT-Bildung waren ebenso Kernthemen des Austauschs am 9. Oktober 2024.
Am 7.10.2024 hatte der Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Katja Keul, die Leiterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, Heike Toledo, sowie den WDA eingeladen, um den Status des im Koalitionsvertrag vereinbarten Masterplans zu erörtern. Der WDA wurde durch Geschäftsführer Thilo Klingebiel vertreten und stellte die Einzigartigkeit der Deutschen Auslandsschulen und das Problem der besorgniserregend sinkenden Förderung heraus. Der WDA machte den dringenden Handlungsbedarf deutlich, da durch die Einsparungen die Entwicklung und Qualität der Deutschen Auslandsschulen sowie ihre Existenz und Offenheit für alle gefährdet ist.
Die Deutschen Auslandsschulen spüren die Krisen in voller Härte, allen voran die Kürzungen der finanziellen Mittel aus Deutschland. 19,3 % der Teilnehmenden, das sind 23 Schulen, sehen sich sogar stark in ihrer Existenz bedroht. Ein beträchtlicher Teil hat in Folge die Schulgebühren bereits zum laufenden Schuljahr erhöht. Denn die gemeinnützigen Schulträger finanzieren das schulische Angebot zu über 70 % selbst über Schulgebühren, sie sind zu dieser Eigenfinanzierung gesetzlich verpflichtet. Deutsche Auslandsschulen sind die Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands mit dem höchsten Eigenanteil an der Finanzierung. Und das, obwohl sie umfassende Bildung weit über den reinen Spracherwerb hinaus und Vertrautheit mit der deutschen Kultur anbieten sowie einen Wertschöpfungsimpuls von 1,2 Milliarden Euro schaffen.
Holger Seubert ist seit dem 2. April 2024 neuer Präsident des Bundesamts für Auswärtige Angelegenheiten (BfAA). Bei seinem ersten Treffen mit dem Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) standen die Finanzierung der Schulen und das Fachkräftepotenzial der Absolventinnen und Absolventen im Mittelpunkt. Dem positiven Gespräch sollen weitere Treffen folgen.
Am 19. September 2024 besuchten die Bundestagsabgeordneten der SPD-Fraktion, Michael Müller und Andreas Larem, den Sekundarcampus der Deutschen Schule Taipei, Taiwan. Der Besuch bot die wertvolle Gelegenheit, die Bedeutung der Deutschen Auslandsschulen als Brückenbauer zwischen Deutschland und der Welt hervorzuheben und gleichzeitig auf aktuelle Herausforderungen hinzuweisen. Die Schülerinnen und Schüler erlebten im Austausch mit den Abgeordneten Demokratie in Aktion.
Der Bundestag hat am Mittwoch, 11. September 2024, in erster Lesung über den Haushaltsentwurf 2025 beraten. Zu den geplanten Kürzungen bei den Deutschen Auslandsschulen fanden besonders WDA-Schirmherr Thomas Erndl (CDU/CSU) und die Vorsitzende den Unterausschuss für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (UAKBP) Michelle Müntefering deutliche Worte: “Die Auslandsschulen dürfen keine Eliteschulen mit Zugang nur für wenige Privilegierte werden” (Müntefering) und “Gerade jetzt müssen wir in ein positives Deutschlandbild investieren” (Erndl).
Am 4. September 2024 fand ein Gespräch mit Susanne Hierl (CDU/CSU) statt, bei dem der Haushalt 2025 sowie das Verhältnis von freiwilliger und gesetzlicher Förderung der Deutschen Auslandsschulen im Mittelpunkt standen. Betont wurde auch die Bedeutung der heimkehrenden Lehrkräfte, die mit ihren vielfältigen Erfahrungen aus dem Ausland als wertvolle Bereicherung für das Inland gelten.
WDA-Geschäftsführer Klingebiel hat sich mit Prof. Dr.-Ing. Carsten Busch von Nationales MINT Forum ausgetauscht. Das Nationale MINT Forum ist die Stimme der MINT-Bildung in Deutschland und fördert Wissen und Information. Der Dialog wurde fortgesetzt und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu den Deutschen Auslandsschulen besprochen.
Die beiden FDP-Abgeordneten des Deutschen Bundestags, Renata Alt und Nicole Westig, besuchten am 16. Juli 2024 den Campus Nord der drei Campi des Colegio Alemán Alexander von Humboldt, A.C. in Mexiko. Für die Vertreterinnen und Vertreter der Schule war der hohe Besuch eine Ehre. Zugleich waren sie stolz, durch die anerkannte Deutsche Auslandsschule, die es seit über 130 Jahren gibt, zu führen.
Der Weltverband Deutscher Auslandsschulen hat den Strategieberater in der Bildungspolitik und Senior Adviser von Nationales MINT Forum Dr. Ekkehard Winter befragt: Was können die Deutschen Auslandsschulen beitragen gegen den Fachkräftemangel? Welche Bedeutung haben sie im MINT-Bereich und welche Möglichkeiten gibt es, ihr Potenzial noch stärker zu nutzen?
Am 8. Juli 2024 haben WDA-Vorstand und WDA-Geschäftsführung mit dem haushaltspolitischen Sprecher der FDP, Otto Fricke, zum Bundeshaushalt für 2025 gesprochen. Der Austausch knüpft an regelmäßig stattfindende Gespräche mit Fricke an und ermöglichte es dem WDA, ein Signal für den Bedarf der Deutschen Auslandsschulen zu setzen, bevor der Etatentwurf am 17. Juli im Kabinett beschlossen werden soll.
Am 27. Juni 2024 hat der WDA mit der SPD-Abgeordneten Bettina Lugk gesprochen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Förderung der Deutschen Auslandsschulen, insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitigen Haushaltsverhandlungen. Dabei hat der WDA verstärkt auf die Bedeutung und den Nutzen der Deutschen Auslandsschulen hingewiesen.
Der im Mai neu gewählte WDA-Vorstand stellte sich am 17. Juni 2024 offiziell im Auswärtigen Amt vor. Die personellen Veränderungen im WDA-Vorstand und die Fortführung der guten Zusammenarbeit waren der Anlass für den Antrittsbesuch. Schwerpunkt war der aktuelle Status zu inhaltlichen Themen für die Deutschen Auslandsschulen wie Masterplan und Prüfauftrag des Haushaltsausschusses.
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