Der Leistungsbericht 2024 des WDA zeigt, wie der WDA wirkt. Er beleuchtet Meilensteine der Arbeit der Gemeinschaft der gemeinnützigen Schulträger der Deutschen Auslandsschulen im WDA in den Wirkungsbereichen der Interessenvertretung, der Netzwerkarbeit sowie der Partnerschaften und Services. Der Leistungsbericht ist zentraler Bestandteil der Transparenz-Philosophie des WDA.
Mehr als sechs Wochen nach der Bundestagswahl haben sich die beiden großen Parteien CDU/CSU (Union) und SPD auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Sie wollen gemeinsam die neue Bundesregierung bilden. Die CDU soll zum ersten Mal seit fast 60 Jahren wieder das Außenministerium und somit die Verantwortung für die Deutschen Auslandsschulen übernehmen. Der Vertrag würdigt die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik als zentralen Bestandteil deutscher Außenpolitik. Bevor die Regierungsbildung erfolgen kann, muss der Koalitionsvertrag noch in den jeweiligen Parteien Zustimmung finden.
Die Sankt Petri Schule in Kopenhagen in Dänemark feiert heute, am 31. März 2025 ihr 450-jähriges Bestehen und ist ein herausragendes Beispiel für die lange Tradition und Beständigkeit der Deutschen Auslandsschulen weltweit. Als älteste dieser Schulen verbindet sie seit Jahrhunderten Deutschland und Dänemark und baut Brücken zwischen Kulturen und Nationen. Doch gerade in diesem bedeutenden Jubiläumsjahr ist die Existenz der Deutschen Auslandsschulen aufgrund der Kürzungen in der Förderung bedroht. Die Deutschen Auslandsschulen benötigen zu ihrer Existenzsicherung einen auskömmlichen Schulfonds.
Die Deutschen Auslandsschulen sind Bürgerinitiativen, entstanden aus Pioniergeist und durch privates Engagement. Sie vermitteln seit 450 Jahren deutsche Sprache und Kultur. Mit der St. Petri Schule in Kopenhagen, der ältesten Deutschen Auslandsschule, spiegelt sich seit 1575 die lange Tradition dieser besonderen Bildungseinrichtungen wider. Kinder und Jugendliche lernen an diesen offenen Orten der Begegnung in einem internationalen Umfeld und bauen Brücken zwischen dem Sitzland und Deutschland. Doch diese Brücken wanken durch Kürzungen bei der Förderung. Was benötigen die Deutschen Auslandsschulen für eine sichere Zukunft?
Vom 18. bis 20. Februar 2025 fand die Schulleitungstagung der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) statt. Die Veranstaltung brachte die Schulleiterinnen und Schulleiter der 136 Deutschen Auslandsschulen zusammen, um zentrale Themen wie finanzielle Förderung, Lehrkräftemangel und Digitalisierung zu diskutieren. Katja Keul, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, eröffnete die Schulleitungstagung. WDA-Vorstandsvorsitzende Heilke Daun nahm an einer Podiumsdiskussion zur Rolle der Schulträger teil, während WDA-Geschäftsführer Thilo Klingebiel aktiv an Workshops mitwirkte.
Der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) als Interessenvertreter der freien, gemeinnützigen Schulträger der Deutschen Auslandsschulen hat vor der Bundestagswahl die Positionen der Parteien zur Auswärtigen Kultur und Bildungspolitik und zu den Deutschen Auslandsschulen geprüft. Dazu sind die Analysen des Deutschen Kulturrats eingeflossen.
Während der Bildungsmesse didacta hat der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) Allianzpartner aus Schulleitungsbeirat, Vorständebeirat und Verwaltungsleitungsbeirat der Deutschen Auslandsschulen und Lehrerverbänden zu einem Austausch eingeladen. Ziel war es, die Zusammenarbeit innerhalb der Allianz zu stärken. Im Mittelpunkt standen die finanziellen Unsicherheiten und der Masterplan für die Zukunft der Schulen. Letzte Woche fand dazu auch ein Runder Tisch des WDA mit Akteuren aus Bund, Ländern und Schulträgern statt.
Im Rahmen seiner Reise im Dezember 2024 besuchte Dr. Richard Epstein vier WDA-Mitgliedsschulen in Kairo: die Deutsche Schule Beverly Hills Kairo, die Europa-Schule Kairo, die Rahn-Schule in Kairo sowie die Deutsche Evangelische Oberschule Kairo (DEO Kairo). Ziel der Reise war es, den persönlichen Austausch zu fördern und den Zusammenhalt zu stärken sowie die geplante WDA-EMEA-Tagung im Jahr 2025 vorzubereiten.
Am 16. Dezember 2024 trafen sich der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA). Im Mittelpunkt der Besprechung stand die Förderung der Deutschen Auslandsschulen im Hinblick auf den Entwurf zum Bundeshaushalt 2025. Auch bei den letzten regionalen WDA-Veranstaltungen in Istanbul und Chile war dieses Thema zentral und die ZfA dabei. Der aktuelle Austausch knüpfte daran an und zeigt die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen WDA und ZfA.
Die Deutschen Auslandsschulen stehen vor wachsenden finanziellen Herausforderungen, die in einigen Fällen auch Schulstandorte in ihrer Existenz gefährden. Der Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) brachte im Dialog mit Schirmherr Thomas Erndl seine Besorgnis über diese Entwicklungen zum Ausdruck. Erndl betonte, dass die Stabilisierung der Förderungen von zentraler Bedeutung sei, um Bildungsqualität und Standorte langfristig zu erhalten.
Von 6. bis 8. November 2024 fand die Tagung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft statt. In unterschiedlichen Formaten beschäftigten sich die Teilnehmenden der Tagung mit den Bedingungen eines erfolgreichen Einsatzes im Auslandsschuldienst und den Möglichkeiten der gewerkschaftlichen Unterstützung dabei. Friederike Gribkowsky vom Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) nahm an der Podiumsdiskussion teil. Inhalt dabei waren auch die Auswirkungen der reduzierten Förderung durch das Auswärtige Amt, etwa auf Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte an Deutschen Auslandsschulen.
Vom 7. bis 10. November 2024 fand die WDA-Amerikatagung in Santiago de Chile statt. Über 60 Vertreterinnen und Vertreter Deutscher Auslandsschulen und die fördernden Stellen nahmen an der vom Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schule Santiago und der Deutschen Schule Chicureo organisierten Veranstaltung teil. Sie tauschten sich über bildungspolitische Entwicklungen und Förderfragen aus und diskutierten zukünftige Strategien für die Förderung Deutscher Auslandsschulen.
Von 16. bis 19. Oktober fand in Istanbul in der Türkei die Europatagung 2024 des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen (WDA) statt. Neben zahlreichen Schulträgern der Deutschen Auslandsschulen waren auch die fördernden Stellen anwesend. Aufgrund des Einsparungsdrucks standen die Förderproblematik und mögliche Lösungen rund um die Deutschen Auslandsschulen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussionen und Gespräche.
Wiebke Papenbrock von der SPD ist ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss und regelmäßige Ansprechpartnerin für den WDA zum Thema Förderung. Der WDA hat in dem Gespräch am 9. Oktober 2024 erneut auf die Bedarfs- und Förderproblematik der Deutschen Auslandsschulen hingewiesen, auch anhand von konkreten Beispielen. Papenbrock hat auf das Förderdilemma hingewiesen und hervorgehoben, dass langfristige Lösungen für die Finanzierung und das Verhältnis von freiwilliger und gesetzlicher Förderung gefunden werden müssten.
Der WDA hat sich am 10. Oktober 2024 mit der Abgeordneten des Deutschen Bundestags, Daniela Ludwig, ausgetauscht. Ludwig ist Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Im Kern drehte sich das Gespräch um die Struktur der Finanzierung der Deutschen Auslandsschulen und die damit verbundenen Herausforderungen. Ludwig erkannte die große Bedeutung der Deutschen Auslandsschulen an und auch das Ziel einer stabilen Finanzierung.
Der WDA hat im Gespräch mit Oliver Kaczmarek die Förderproblematik der Deutschen Auslandsschulen umfassend dargestellt. Kaczmarek, bildungspolitischer Sprecher SPD-Fraktion, sieht die Deutschen Auslandsschulen als Schwerpunkt in der Außenpolitik, nicht nur als nice-to-have-Thema. Fachkräfte, berufliche- und MINT-Bildung waren ebenso Kernthemen des Austauschs am 9. Oktober 2024.
Am 7.10.2024 hatte der Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Katja Keul, die Leiterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, Heike Toledo, sowie den WDA eingeladen, um den Status des im Koalitionsvertrag vereinbarten Masterplans zu erörtern. Der WDA wurde durch Geschäftsführer Thilo Klingebiel vertreten und stellte die Einzigartigkeit der Deutschen Auslandsschulen und das Problem der besorgniserregend sinkenden Förderung heraus. Der WDA machte den dringenden Handlungsbedarf deutlich, da durch die Einsparungen die Entwicklung und Qualität der Deutschen Auslandsschulen sowie ihre Existenz und Offenheit für alle gefährdet ist.
Die Deutschen Auslandsschulen spüren die Krisen in voller Härte, allen voran die Kürzungen der finanziellen Mittel aus Deutschland. 19,3 % der Teilnehmenden, das sind 23 Schulen, sehen sich sogar stark in ihrer Existenz bedroht. Ein beträchtlicher Teil hat in Folge die Schulgebühren bereits zum laufenden Schuljahr erhöht. Denn die gemeinnützigen Schulträger finanzieren das schulische Angebot zu über 70 % selbst über Schulgebühren, sie sind zu dieser Eigenfinanzierung gesetzlich verpflichtet. Deutsche Auslandsschulen sind die Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands mit dem höchsten Eigenanteil an der Finanzierung. Und das, obwohl sie umfassende Bildung weit über den reinen Spracherwerb hinaus und Vertrautheit mit der deutschen Kultur anbieten sowie einen Wertschöpfungsimpuls von 1,2 Milliarden Euro schaffen.
Holger Seubert ist seit dem 2. April 2024 neuer Präsident des Bundesamts für Auswärtige Angelegenheiten (BfAA). Bei seinem ersten Treffen mit dem Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA) standen die Finanzierung der Schulen und das Fachkräftepotenzial der Absolventinnen und Absolventen im Mittelpunkt. Dem positiven Gespräch sollen weitere Treffen folgen.