Studie zum Wertbeitrag der Deutschen Auslandsschulen

Freie, gemeinnützige Trägervereine gründen und führen die Deutschen Auslandsschulen, Bund und Länder fördern sie. Die Schulen bieten umfassende Leistungen, vom Kindergarten bis zum Abitur. Aber welchen Wert schaffen die Schulen – weltweit und für Deutschland? Dieser Frage ist der Weltverband Deutscher Auslandsschulen gemeinsam mit der Universität St.Gallen nachgegangen; die Siemens Stiftung hat das Projekt unterstützt.

In einer Folgestudie sind die Wertbeiträge der Deutschen Auslandsschulen nun mit Zahlen und Fallbeispielen zu belegen. Um dieses Studienprojekt umzusetzen, hat der WDA ein Spendenprojekt initiiert. Bitte unterstützen Sie dieses wichtige bildungspolitische Projekt

Acht gesellschaftliche Wertbeiträge verdeutlichen, was die Deutschen Auslandsschulen leisten. Diese Wertbeiträge machen zusammen den Public Value der Schulen aus.

Sie finden die zusammengefassten Wertbeiträge der Schulen in einer kompakten Broschüre. Erfahren Sie, was die Deutschen Auslandsschulen wertvoll macht. Seit Generationen, für Generationen.

Die Public Value-Studie betrachtet verschiedene Wertdimensionen parallel, von der Wirtschaftlichkeit bis zum sozialen Zusammenhalt. Im Rahmen der Untersuchung identifizierten Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden in Deutschland die gesellschaftlichen Wertbeiträge der Auslandsschulen. Zugleich wurden Vorstände und Führungskräfte an den Deutschen Auslandsschulen weltweit befragt.

"Die Studie ermöglicht den Deutschen Auslandsschulen eine gesellschaftliche Standortbestimmung, die es so bisher nicht gab", sagt Professor Timo Meynhardt, Managing Director des Center for Leadership and Values in Society an der Universität St.Gallen. "Sie zeigt, wie wertvoll die Schulen für Gesellschaft und Wirtschaft sind. Das stärkt den Rückhalt in der Öffentlichkeit, die bisher nur zum Teil wahrnimmt, welche Aufgaben die Deutschen Auslandsschulen erfüllen."

"Die Studie soll die gemeinsame Identität der Schulen nach innen stärken. Zugleich geht es darum, ihre gesellschaftlichen Wertbeiträge selbstbewusst nach außen zu vermitteln", sagt Detlef Ernst, Vorstandsvorsitzender des WDA. "Die Schulen stärken den Standort Deutschland und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung - seit Generationen, für Generationen", betont Ernst. "Basis dafür ist die ehrenamtliche Arbeit der Vorstände, in der Regel die Eltern von Schülern an den Deutschen Auslandsschulen."

Durch die Untersuchung ließen sich acht gesellschaftliche Wertbeiträge identifizieren. Sie machen den Public Value der Schulen aus und verdeutlichen ihre Leistungen. Diese Wertbeiträge stehen in direktem Bezug zu den Zielen der Deutschen Auslandsschulen. Durch ihre Interdependenz entstehen Spannungsfelder.

Die Untersuchung zum Public Value der Deutschen Auslandsschulen zeigt, dass sich Zielsetzungen und Wertbeiträge überschneiden können. Daraus ergeben sich Spannungsfelder, mit denen sich die Schulen auseinandersetzen müssen.

Die Spannungsfelder verdeutlichen, dass strategische Entscheidungen stets Kompromissbereitschaft und Abwägungen voraussetzen. Lautet das Ziel, einen gesellschaftlichen Wertbeitrag zu erhöhen, wird dies oft nur auf Kosten eines anderen Bereichs möglich sein. Die Beschreibung der Spannungsfelder erlaubt es, solche Zielkonflikte bewusst zu machen.

Die Studie gibt den Schulen einen klaren Kriterienkatalog an die Hand, um ihre Arbeit überprüfen zu können. Sie schafft eine Basis, um gemeinsam über aktuelle Probleme und strategische Maßnahmen für die Zukunft zu diskutieren.  Abgeleitet aus den Ergebnissen der Befragung bietet die Studie zehn Handlungsempfehlungen, um die Deutschen Auslandsschulen erfolgreich für die Zukunft aufzustellen.

Die Handlungsempfehlungen

1. Die DAS sollten mehr Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit leisten – übergreifend, global und lokal.

2. Die DAS sollten ihre gemeinsame Identität stärken ("CI"), die Entwicklung gemeinsamer Informations- und Imagekampagnen vorantreiben.

3. Die DAS sollten Transparenz schaffen über ihre Leistungsfähigkeit – von wirtschaftlichen Kennzahlen bis hin zur privat-öffentlichen Trägerschaft.

4. Die DAS sollten systematisch erfassen, wo und wie ihre Alumni tätig sind, um ihre Zielsetzungen überprüfen zu können.

5. Die DAS sollten ihre Rolle und Aufgabe im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik selbstbewusst vertreten und vermitteln.

6. Die DAS sollten verdeutlichen, dass sie Vorbild und Vorreiter bei Integration, Völkerverständigung und kulturellem Austausch sind.

7. Die DAS sollten die globale Alumni-Vernetzung stärken.

8. Die DAS sollten ihr Lobbying sowie die Netzwerkpflege in Politik und Wirtschaft verstärken.

9. Die DAS sollten den externen Austausch mit Wirtschaft, Schulen und Hochschulen in Deutschland und im Sitzland fördern.

10. Die DAS sollten den Austausch an den internen Schnittstellen intensivieren, insbesondere zwischen Vorstand, Schul- und Verwaltungsleitung.

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Stimmen aus der Studie

"Die Deutschen Auslandsschulen stehen für fach- und themenbezogene Sprachvermittlung und allgemeine Unterrichtsqualität." (Interviewpartner in Deutschland)

"Die Schulen sind ein Aushängeschild Deutschlands in der Welt." (Interviewpartner in Deutschland)

"Deutschland sollte die Erfahrungen der Auslandsschulen stärker nutzen." (Interviewpartner in Deutschland)

"Es muss gelingen, politische, soziale, und wirtschaftliche Vorteile durch die Auslandsschulen für den deutschen Bürger besser zu vermitteln." (Teilnehmer globale Schulbefragung)

"Die besten Werbeträger sind - neben den Absolventen - die Lehrkräfte und Funktionsstelleninhaber der Auslandsschulen." (Teilnehmer globale Schulbefragung)

"Mehrsprachigkeit, Internationalität, bilingualer Unterricht, kultureller Austausch, Horizonterweiterung für die Schüler: Das müssen die Schlüsselargumente für DAS sein." (Teilnehmer globale Schulbefragung)

 
 
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