26.02.2016

Die Welt zu Gast in Köln: Deutsche Auslandsschulen präsentieren sich auf der didacta 2016

Wo geht's hier ins Ausland? Auf der didacta in Köln beantworteten die Teams von WDA, ZfA und mehr als 40 Deutschen Auslandsschulen die Fragen von Lehrkräften, die international arbeiten möchten. Parallel fand die jährliche WDA-Fachtagung für die Deutschen Auslandsschulen statt.

Vom 16. bis 20. Februar war die didacta erneut zu Gast in Köln. Mehr als 40 Deutsche Auslandsschulen präsentierten sich dort auf dem von der ZfA organisierten Gemeinschaftsstand. Gemeinsam mit den Teams des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen informierten sie Pädagogen über die Wege ins Ausland. ZfA und WDA stimmten erstmals ihre Messeauftritte ab, um Lehrkräfte gemeinsam besser ansprechen zu können. Der Weltverband war nach der didacta in Hannover im vergangenen Jahr zum zweiten Mal mit einem eigenen Stand dabei.

Gemeinschaftswerbung zieht Lehrkräfte an


Rund 100.000 Besucher kamen an den fünf Messetagen auf die didacta. "Chancen weltweit: Lehrer und Erzieher gesucht": Mit dieser Botschaft empfing die Messe die hereinströmenden Gäste. WDA-Plakate wiesen in den Eingangsbereichen und auf dem zentralen Messeboulevard den Weg zum Gemeinschaftsstand der Deutschen Auslandsschulen. Zusätzlich zu dieser Gemeinschaftswerbung warben mehrere WDA-Mitgliedsschulen gemeinsam auf einem Zeppelin, der an zwei Tagen über den Köpfen der Besucher schwebte. Ein echter Hingucker, der dem gemeinsamen Messeauftritt der Deutschen Auslandsschulen große Aufmerksamkeit brachte. Zweimal täglich fanden Informationsveranstaltungen am Messestand der ZfA statt. Lehrkräfte und Schulleiter berichteten über ihre Erfahrungen im Auslandsschuldienst.

Philologenverband und WDA arbeiten zusammen

Der WDA-Vorsitzende Detlef Ernst und der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands Heinz-Peter Meidinger kamen in Köln zu einem gemeinsamen Interview zusammen. Sie sprachen darüber, welche Erfahrungen Lehrer im Ausland sammeln können. Außerdem diskutierten sie, warum es sich lohnt, am Deutschen Lehrerpreis teilzunehmen. Der WDA und die Veranstalter des Wettbewerbs, der Deutsche Philologenverband und die Vodafone Stiftung Deutschland, wollen künftig enger zusammenarbeiten. Ziel ist, den Lehrerpreis an den Auslandsschulen bekannter zu machen - und den Auslandsschuldienst bei Lehrern im Inland.

Schulen, Pädagogen und Fachbesucher tauschen sich aus

Der didacta-Auftritt der Deutschen Auslandsschulen bot vielfältige Möglichkeiten des Austausches. So trafen sich am WDA-Stand Vertreter der drei Auslandsschulen in Johannesburg, Lima und Málaga, die für den Deutschen Schulpreis ausgewählt sind. WDA-Geschäftsführer Thilo Klingebiel unterzeichnete mit Dorothee Belling von der Universität Vechta eine neue Kooperationsvereinbarung: Künftig wollen Verband und Universität gemeinsam Lehramtsstudenten für Praktika an die Auslandsschulen vermitteln. Der WDA-Vorstand tauschte sich mit dem Referatsleiter für Auslandsschulen des Auswärtigen Amtes Oliver Schramm aus. In Köln dabei waren neben dem Vorsitzenden Ernst die stellvertretende Vorsitzende Martina Spann, Schatzmeister Dr. Peter Fornell und Vorstandsmitglied Friederike Gribkowsky.

Inklusion, IT-Lösungen und Sicherheitsfragen

Schwerpunkte der WDA-Fachtagung 2016 waren Inklusion, IT-Lösungen, Sicherheitsfragen und Krisenmanagement. Partner des WDA und Schulexperten referierten dazu, wie sich ein schulinternes Krisenteam aufbauen lässt und wie Schüler vor Missbrauch zu schützen sind.

Für die Veranstaltung konnte der WDA renommierte Fachleute gewinnen: Zu den Referenten zählten unter anderem Inklusionsexperte Thomas Hänsgen (Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft), Pädagogik-Coach Mario Gräff (educcare), Krisenexperte Klaus Brkitsch (Hamburger Schulkrisenteam), Rechtsanwalt Frank A. Hartmann, Dr. Thomas Riecke-Baulecke vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und Julia von Weiler (Innocence in Danger).

"Schulpolitischen Nagel auf den Kopf getroffen"

"Was mich besonders beeindruckt hat, war die inhaltliche Präsenz des WDA. Das Tagungsprogramm des Verbandes hat meines Erachtens den schulpolitischen Nagel auf den Kopf getroffen“, sagte Dr. Jürgen Schumann, ehemaliger Schulleiter Shanghai und Singapur sowie ZfA-Regionalbeauftragter nach der Veranstaltung.

Auslandsschulen stellen Best Practice-Beispiele vor und bringen ihre Erfahrung ein

Wie im Vorjahr bot die WDA-Fachtagung auch ein "Schaufenster Deutsche Auslandsschulen" an. Brigitte von der Fecht und Heidi Musterós von der Goethe Schule Buenos Aires stellten ihr Konzept zum "Lernen im 21.Jahrhundert" vor dem Hintergrund der weltweiten Vernetzung vor. Thomas Grosse, Verwaltungsleiter der Deutschen Schule Brüssel, und Hans Arlt, IT-Verantwortlicher der Deutschen Schule Shanghai, brachten ihr Wissen im Bereich Schulverwaltungssoftware ein.

Der WDA führt die Fachtagung in Kooperation mit dem Didacta Verband der Bildungswirtschaft durch. "Die Tagung ermöglicht es, sich zu Themen zu informieren, die für Deutsche Auslandsschulen relevant sind", sagt Annette Brandt-Dammann, Schulleiterin der Deutsch-Schweizerischen Internationalen Schule Hongkong. "Außerdem bietet die Tagung die Möglichkeit zum direkten und bereichernden persönlichen Austausch mit Vertretern von Vorständen und Schulleitungen."

Die didacta findet einmal im Jahr statt, wobei die Veranstaltungsorte wechseln: Nach Köln ist 2017 Stuttgart erneut der Veranstaltungsort, im Jahr darauf dann wieder Hannover. Der WDA bot die Fachtagung 2016 zum vierten Mal an. Im kommenden Jahr ist die Tagung im Rahmen der didacta in Stuttgart geplant.

Vorträge und Präsentationen zum Herunterladen

Für registrierte Nutzer des Auslandsschulnetzes stehen in Kürze alle Beiträge der WDA-Fachtagung 2016 zum Download bereit.

 
 
 
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