28.11.2013

Koalitionsvertrag betont Bedeutung Deutscher Auslandsschulen

CDU/CSU und SPD betonen in ihrem am 27. November vorgestellten Koalitionsvertrag, dass die Deutschen Auslandsschulen "fester Bestandteil der Auslandsaktivitäten der Bundesregierung" bleiben. Im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik erfüllten sie "wichtige Brückenfunktionen".

Nach der grundsätzlichen Einigung der Parteien stimmen nun die Mitglieder der SPD über den Koalitionsvertrag ab. Das Ergebnis soll bis Mitte Dezember vorliegen. Medienberichten zufolge könnte das neue schwarz-rote Kabinett dann am 17.Dezember 2013 - nach der erneuten Wahl der Bundeskanzlerin - die Arbeit aufnehmen. Die Parteien lassen die Besetzung der Ministerposten vorerst offen. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier gilt derzeit als wahrscheinlichster Kandidat für das Amt des Außenministers, dass er bereits von 2005-2009 innehatte.

Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und die Deutschen Auslandsschulen im Speziellen werden in der aktuellen Version des Koalitionsvertrags folgendermaßen gewürdigt:

"Wir werden unseren Beitrag zur Stärkung der grenzüberschreitenden Vernetzung von Wissenschaft, Forschung, Bildung und Kultur leisten. Dabei wollen wir uns insbesondere auf die Länder konzentrieren, die unsere Werte teilen.

Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik

Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik bleibt die dritte Säule der deutschen Außenpolitik. Die zur Verfügung stehenden Mittel sollen für die Förderung des Dialoges der Kulturen und zur Krisenprävention im weiteren Sinn sowie für die Vermittlung von Werten der Freiheit, Demokratie und Menschenrechte eingesetzt werden. Der kulturelle Austausch und deutsche Kultureinrichtungen wie das Deutsche Archäologische Institut, die Goethe-Institute, der DAAD, die Humboldt-Stiftung sowie die deutschen Auslandsschulen und Wissenschaftskooperationen übernehmen dabei wichtige Brückenfunktionen. Das Goethe-Institut wird insbesondere für die Programm- und Spracharbeit adäquat ausgestattet und bleibt - wie die deutschen Auslandsschulen – fester Bestandteil der Auslandsaktivitäten der Bundesregierung.

Mit unserer Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik wollen wir ein positives und wirklichkeitsgetreues Bild unseres Landes im Ausland vermitteln, Interesse an der deutschen Sprache und Kultur wecken und für den Wirtschafts-, Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland werben. Die Vermittlung und Förderung der deutschen Sprache im Ausland ist eine herausragende Aufgabe der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Wir werden die internationalen Bildungskooperationen im schulischen und universitären Bereich ausbauen, die erfolgreichen Stipendienprogramme stärken und dem im Ausland gestiegenen Interesse am dualen Ausbildungssystem Rechnung tragen, auch durch berufsbildende Angebote an den deutschen Auslandsschulen, die weiterhin gemeinwohlorientiert arbeiten."

Quelle: Deutschlands Zukunft gestalten, Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD, 18.Legislaturperiode, S. 174

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