21.03.2014

Naturwissenschaften: Alleinstellungsmerkmal der Schule und Finanzierungsformen

Interview von Thilo Klingebiel, Geschäftsführer WDA, mit Christian Eineder, Geschäftsführer Waldner Labor- und Schuleinrichtungen GmbH über die Bedeutung von Naturwissenschaften und entsprechenden Einrichtungen an Schulen.

Herr Eineder, die Naturwissenschaften haben zurzeit in vielen Regionen Aufwind. Woran liegt das?

Deutsche Schulen im Ausland sind Leuchttürme in der regionalen Bildungslandschaft. Dennoch reichen die deutsche Sprache und Kultur oft nicht mehr aus, um auskömmliche Elternbeiträge oder höhere Schülerzahlen zu erreichen. Man traut „den Deutschen“ jedoch auch hervorragende Ingenieurleistungen zu. Diese Kompetenz greifen viele auf und bieten den Schülern exzellente Naturwissenschaften. Meist ist dies in der Region einzigartig. Ein durchdachtes Einrichtungskonzept zieht Schüler und Eltern wegen der professionellen Praxisnähe im Unterricht an. Zudem macht der attraktive Arbeitsplatz die Schule für qualifizierte Fachlehrer attraktiv.

Das kann also auch eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit einer Deutschen Auslandsschule bedeuten. Was interessiert denn die Fachlehrer und die erwähnten Eltern in Bezug auf die Naturwissenschaften?

Schullabore, in denen der Lehrer nicht nur Dominator beim Frontalunterricht, sondern Moderator ist, in denen Schüler vom starren Zuhörer zum Assistenten werden. Wissenschaftlich ist es vielfach erwiesen, dass beim passiven Zuhören nur zehn bis 20 Prozent, vom Erlebten jedoch bis zu 90 Prozent im Gedächtnis bleiben. Die Schüler und Lehrer sollten es der Schule und den zahlenden Eltern wert sein.

Nicht jede Schule ist in der Lage, größere Investitionen zu stemmen. Sie, als strategischer Partner des WDA, bieten den Mitgliedsschulen einen besonderen Finanzierungsservice.

Eine Investition amortisiert sich heute über Schülerzahlen und morgen über Einnahmen. Waldner kann als weltweit größter Laboreinrichter für WDA-Schulen maßgeschneiderte Finanzierungen anbieten. Die Schulen sollen mich gerne persönlich dazu ansprechen.

Welche Möglichkeiten der Finanzierung sind das konkret, um Investitionen vorzuziehen?

Kurz dargelegt gibt es mehrere Varianten, von denen ich zwei kurz erwähnen möchte: Erstens haben viele Schulen durch das Auslandsschulgesetz für drei Jahre garantierte Einnahmen. Mit dieser hochzuverlässigen Bonitätsgrundlage können wir den Schulen die Tür zu deutschen (!) Finanzierungskonditionen öffnen. Diese sind derzeit extrem niedrig im weltweiten Vergleich. Zweitens übernimmt der Bund bei der Hermes-gedeckten Finanzierung einen Teil des Risikos, um den Export zu fördern. Eine gut umsetzbare Option für Projekte über 400.000 Euro. Abhängig von der gewünschten Laufzeit gibt es weitere Optionen, wie zum Beispiel ein Akkreditiv mit einem verlängertem Zahlungsziel, dem sogenannten Deferred Payment Akkreditiv.

Gibt es andere Wege, Einrichtungen konzeptionell wirtschaftlicher zu beschaffen?

Natürlich, die Multifunktionalität unserer flexiblen Einrichtungskonzepte lässt es zu, dass viele Fachrichtungen in wenigen Räumen unterrichtet werden können. Damit schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe: Bessere Ausstattung bei weniger Räumen, tolle Räumlichkeiten nicht zuletzt für die Vermarktung der Schule und mehr Kapazität bei gleicher Fläche.

Dann ist die Multifunktionalität aus Ihrer Sicht auch eine Lösung für die vielen Schulen, die aus allen Nähten platzen?

Ja, und es minimiert den Koordinationsaufwand in der Stundenplanung auf die Räumlichkeit. Zugleich greift man damit den Megatrend auf, dass sich zukünftig die naturwissenschaftlichen Fächer immer weniger trennen lassen. Die Schüler können kontrolliert und sicher experimentieren. Änderungen eines Curriculum in der Zukunft, zum Beispiel die Nachrüstung eines Mediums oder ein Umbau, sind zudem jederzeit beschädigungsfrei möglich. So halten die „Nähte“ der Schule Jahrzehnte länger – mit einer Einrichtung nach den Grundsätzen „Modular – Flexibel – Multifunktional“.

Herr Eineder, vielen Dank für das Gespräch.

Virtueller Besuch in den Naturwissenschaften: Waldner App

Für interne Vorbesprechungen und zum Eigenstudium können Sie sich virtuell frei durch die naturwissenschaftlichen Klassen und Vorbereitungen bewegen und zu Einzelprodukten die Bilder, Videos und Erläuterungen ansehen.

iPad-User nutzen bitte die kostenlose App „Labs Furniture“, die im App Store erhältlich ist. Alternativ gibt es eine Online-Version hier. Viel Spaß und Erfolg damit! Melden Sie sich gern bei Waldner, sofern Sie mehr Details oder eine Planung benötigen.

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